Netzlaff gewinnt Silber

Mit neuem Bremer Landesrekord zur Silbermedaille: Fabian Netzlaff (Foto: Jörg Großmann)
Leichtathletik
Montag, 23.07.2012 // 07:47 Uhr

Mit tollen Ergebnissen im Gepäck kehrten Werders Leichtathleten von den Deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach zurück nach Bremen. Allen voran Fabian Netzlaff und Linda Krevert erreichten bzw. übertrafen ihre persönlichen Ziele deutlich.

Für den größten Erfolg aus grün-weißer Sicht sorgte Fabian Netzlaff über 100 Meter der U18. Nachdem er am Vorabend noch mit 6,85 Metern im Weitsprung etwas unglücklich Sechster geworden war, marschierte er über die Kurzsprintstrecke quasi ins Finale. 10,82 Sekunden im Vorlauf bedeuteten schon eine Verbesserung seiner bisherigen Bestzeit von 10,85 Sekunden von Ende Juni (LM Celle). Auch seinen Zwischenlauf gewann der Bremer in 10,87 Sekunden. Im Finale am frühen Samstagabend war dann lediglich Simon Schütz vom SV Hohenstein aus Hessen in 10,68 Sekunden schneller als Netzlaff, der in neuer persönlicher Best- und Bremer Landesrekordzeit von 10,72 Sekunden die Ziellinie überquerte.

„Beim Weitsprung ging es mir nicht so gut, heute war ich allerdings total fit“, sagte Fabian Netzlaff auf der Rückfahrt vom Grenzlandstadion. „Die Zeit im Vorlauf war für mich schon überraschend, danach bin ich aber umso lockerer in die Läufe gegangen.“´

Seine Vereinskameradin Linda Krevert konzentrierte sich bei den nationalen Jugendtitelkämpfen ganz auf den Weitsprung und verzichtete auf ihre möglichen Starts über 100 und 200 Meter, für die sie ebenfalls qualifiziert war. Es sollte sich auszahlen, denn im vierten Versuch war es nach vielen Anläufen bei vergangenen Wettkämpfen endlich soweit. 6,06 Meter standen auf der Anzeigetafel bei 0,3 Metern pro Sekunde Rückenwind – der erste reguläre Sechs-Meter-Sprung in Linda Kreverts noch junger Karriere war geschafft. Die Medaillen – 6,24 Meter wären für Rang drei nötig gewesen – waren zwar weit weg, dennoch war die Werderanerin hochzufrieden. „Ich hatte Vertrauen, dass es heute klappen wird“, ahnte Linda Kevert auch nach drei nicht so guten Auftaktsprüngen Gutes. "Ich war zuerst noch vor dem Balken, noch nicht so schnell und spritzig. Dann bin ich aber vorgegangen. Bestleistung und vierter Platz bei den Deutschen - Ziel erreicht und alles gut."

Dritte Einzelstarterin in Mönchengladbach war Rahel Rüdel über 100 Meter der U18. Die Nachwuchsathletin, die sich erstmals für die Deutschen Meisterschaften qualifizierte, lief im Vorlauf eine Zeit von 12,36 Sekunden und erreichte damit souverän den Zwischenlauf, wo sie in 12,40 Sekunden ebenfalls überzeugte. Insgesamt reihte sie sich mit ihrem Sprintergebnis auf Rang 13 in Deutschland ein.

Zum Abschluss der Meisterschaften ging es in den Sprintstaffel-Wettbewerben noch einmal heiß her. Das weibliche U20-Quartett mit Lena Kruse, Linda Krevert, Rahel Rüdel und Svea Kittner legte einen bravourösen Vorlauf hin und steigerte seine Saisonbestzeit von 48,93 Sekunden auf 47,73 Sekunden. Damit zogen die jungen Werder-Damen als fünftschnellstes Team in den Endlauf ein. Dort steigerten sich die Vier nochmals: 47,29 Sekunden bedeuteten am Ende eine Bestätigung des fünften Ranges in Deutschland. Zudem steigerten sie mit dieser Top-Zeit auch den bisherigen Bremer Landesrekord in der U20 und Juniorenwertung, der bisher bei 47,82 Sekunden lag.

Das männliche U20-Quartett mit Simon Böhling, David Salzmann, Fabian Netzlaff und Christian Narloch hatte weniger Glück. Wegen eines Wechselfehlers wurde das neu zusammengestellte Team bereits im Vorlauf disqualifiziert.

Olaf Kelterborn / Marc Gogol