Überragendes Wochenende für Benjamin Heideman

Benjamin Heideman sprintete über 80m Hürden zur DM-Norm © Jörg Großmann
Leichtathletik
Montag, 13.06.2022 / 07:49 Uhr

Olaf Kelterborn

Bei den Landesmeisterschaften der U16 und U20 in Lingen gelang Benjamin Heideman in der Altersklasse der M15 ein dreifacher Landesmeistertitel. Damit gehörte er zu den erfolgsreichsten Athleten des gesamten Wochenendes.

Aber der Reihe nach: am ersten Wettkampftag ging es bei besten äußerlichen Bedingungen mit dem Hochsprung los, eine Disziplin, in der sich Benjamin seit Wochen auf tollem Niveau bewegt. Und genau so ging es auch bei den Titelkämpfen für Bremen und Niedersachsen weiter. Mit einer übersprungenen Höhe von 1,80 Meter war der Grün-Weiße nicht zu schlagen. Dementsprechend konnte er sich die nächste Sprunghöhe aussuchen und versuchte es drei Mal an der neuen Bestleistung von 1,85m, woran er dieses Mal noch knapp scheiterte. „Es ist aber eine Frage der Zeit bis er auch diese Höhe überspringt“, so sein sichtlich zufriedener Trainer Lars Keffel.

Viel Pause blieb dem Duo nicht, denn am ersten Tag stand mit dem Stabhochsprung noch ein weiterer Wettbewerb auf dem Programm. Auch dort fand Benjamin toll in den Wettkampf und meisterte nahezu jede Höhe bis 3,40m im ersten Versuch. Die 3,50m übersprang er im dritten Durchgang ebenso und verbesserte damit seine persönliche Bestleistung um sage und schreibe 20 Zentimeter. Für die DM-Quali von 3,60m reichte es dieses Mal noch nicht, aber „auch das ist definitiv noch drin“, so Lars Keffel, der als selbst aktiver Stabhochspringer viele wertvolle Tipps an seinen Schützling weitergeben kann.

Am zweiten Tag sollte es dann aber klappen mit der DM-Quali, dieses Mal auf der Hürdenstrecke über 80 Meter. Nach neuer Bestzeit im Vorlauf (11,41 sec) steigerte sich Benjamin im Endlauf auf hervorragende 11,16 sec, unterbot die DM-Norm von 11,40 sec deutlich und ließ die gesamte Konkurrenz hinter sich. Damit war der dritte Titel des Wochenendes erreicht und sein Trainer zog ein durchweg positives Fazit: „Benjamin ist in toller Form und konnte nun auch Meisterschaftserfahrungen sammeln. Das war ein guter Vorgeschmack auf die kommenden norddeutschen und deutschen Meisterschaften. Wir freuen uns drauf“, so Lars Keffel.

Neben Benjamin Heidemann gingen in den verschiedenen Altersklassen noch zahlreiche andere Werder Athletinnen und Athleten an den Start, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten ebenfalls viele erfreuliche Resultate erzielen konnten. Tatjana Gerbrandt sicherte sich beispielsweise im 100m Sprint der weiblichen U20 in 12,47 sec den Vizetitel und Emma Strauß lief über 100m Hürden der wU20 in 15,65 sec auf Rang Vier. Die gleiche Platzierung, nämlich Rang Vier, gelang dem 4x100m Staffelteam der weiblichen U16. In der Besetzung Sinja Rohr, Lina Delbarre, Ada Mafalda Scholten und Jarla Meyer-Kohlhoff sprintete das Quartett zu einer Zeit von 53,26 sec und konnte sich im Ziel auch ein wenig als Sieger fühlen, denn die drei Teams, die vor ihnen ins Ziel kamen, waren allesamt keine reinen Vereinsstaffeln, sondern zusammengestellte Startgemeinschafts-Teams, so dass die Werderanerinnen in der „Vereinswertung“ quasi vorne lagen.

Ebenfalls bei Landesmeisterschaften, allerdings in Rostock und außerhalb der Meisterschaftswertung, am Start war Sebastian Kohlwes. Bremens Top-Läufer nutzte die Startgelegenheit für einen erneuten 5.000 Meter Lauf auf der Bahn unter Wettkampfbedingungen um sich nach und nach wieder an die „schnellen Rennen“ zu gewöhnen. Das gelang recht gut, auch weil er gute Konkurrenten bei sich hatte, die ebenfalls ein schnelles Tempo anschlugen. Im Ziel kam Sebastian als Zweiter in 15:38,46 min an und war angesichts der warmen Temperaturen „auf jeden Fall zufrieden“ mit diesem Rennen, wie er selbst sagte.

Weniger glücklich kehrten die Springerinnen und Springer aus der Gruppe von Roman Fricke zurück vom „Tag der Überflieger“ in Essen. Bei der letzten Chance auf Qualinormen für die Deutschen Meisterschaften wurden die im Vorfeld anvisierten B-Normen leider nicht erfüllt. Finja Damaschke und Keno Krieger, die beide im Dreisprung an den Start gingen, erzielten Ergebnisse von 11,89 Meter bzw. 14,49 Meter, hatten allerdings jeweils mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen, so dass sie ihre volle Leistungsstärke leider nicht unter Beweis stellen konnten. Im Hochsprung, bei Mareike Max und Nico Hesse, lief es ebenfalls nicht rund. Mit übersprungenen 1,73m sowie 1,98m waren beide Werder-Athleten nicht zufrieden, was allerdings auch bei ihnen teilweise auf Probleme an den Sprunggelenken zurückzuführen ist. Lediglich Jannes Wilkens, der im Dreisprung der Männer bei einer Weite von 13,94m landete, trat die Rückreise nach Bremen glücklich an, denn er verbesserte damit seine bisherige Saisonbestleistung deutlich. Trainer Roman Fricke fasste nach dem Wettkampf zutreffen zusammen: „Natürlich herrscht heute größtenteils Enttäuschung, weil es mit den Qualis knapp nicht geklappt hat, aber auch so etwas gehört zum Sport dazu. Heute passte es einfach nicht zusammen. Wir lernen daraus und werden daran wachsen.“

 
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