Dreifacherfolg für Wiebke Oelgardt

Werders Mehrkämpferin toppt bei den Landesmeisterschaften in Hannover im Speerwurf ihre Bestleistung
Werders Männer- und Frauenstaffel über 4x100 Meter
Leichtathletik
Montag, 14.09.2020 / 14:58 Uhr

Niklas Golitschek / Weser Kurier 14.09.2020 (Seite 25 / Sport)

Drei Starts, drei Siege – besser hätten die Leichtathletik-Landesmeisterschaften im Erika-Fisch-Stadion in Hannover am Wochenende für Werder-Mehrkämpferin Wiebke Oelgardt nicht laufen können. Im Staffel-Sprint, im Speerwurf und im Weitsprung holte sie jeweils den ersten Platz und untermauerte damit ihre starke Form.

Dass sie ihre persönliche Bestleistung mit dem Speer noch einmal toppen würde, hätte Oelgardt selbst kaum gedacht. Die Marke von 47,09 Metern hatte sie erst eine Woche zuvor bei den Deutschen Meisterschaften der U 20 in Heilbronn aufgestellt und Bronze geholt. Nun legte sie mit 49,77 Metern noch einmal gut zweieinhalb Meter drauf. Umso mehr freute sich das Multi-Talent über das Resultat. „Das war richtig schön, ich habe die Technik noch besser ausgebaut“, bilanzierte Oelgardt zufrieden. Den Speerwurf habe sie unter der Woche kaum trainiert. Dabei hätten ihr schon die 43,74 Meter aus dem zweiten Versuch zum Titel gereicht, nachdem sie den ersten nicht richtig getroffen hatte.

Oelgardt steigerte sich jedoch mit jedem weiteren Wurf, bis sie im fünften ihre neue Bestweite erzielte; im sechsten trat sie über. Bereits mit den 47,09 Metern war sie eigentlich überaus zufrieden. „Alles was dazukommt, ist Zugabe“, merkte sie an. Sie habe ihre Technik im Verlauf des Wettkampfs immer mehr perfektioniert. Ohnehin lerne sie unter solchen Bedingungen am meisten – und die seien in Hannover perfekt gewesen. Mit dem Weitsprung krönte sie dann einen perfekten Sonntag. 5,81 Meter reichten zum klaren Sieg mit 35 Zentimetern Vorsprung. Den letzten Versuch setzte Oelgardt dann aus, um sich für die U 20-Landesmeisterschaften am kommenden Wochenende in Oldenburg zu schonen.

Am Staffel-Sieg (47,43 Sekunden) war Oelgardt bereits am Vormittag beteiligt gewesen. Dieser Erfolg bedeutete für Sprinterin Sandra Dinkeldein den einzigen Titel in Hannover. Über 100 Meter verteidigte sie ihren Titel zwar nicht. Mit einer Zeit von 11,62 Sekunden setzte sie dafür zum Finale ihre Saisonbestmarke. Angesichts dieses Erfolges rückte der zweite Platz in den Hintergrund. „Gegen die U 20-Vize kann man verlieren“, zeigte sich Dinkeldein sportlich. Siegerin Talea Prepens (TV Cloppenburg) hatte erst in der Vorwoche bei den Deutschen U 20-Meisterschaften in Heilbronn mit einer Finalzeit von 11,41 Sekunden geglänzt und sicherte sich nun in 11,59 Gold auf Landesebene. Ohnehin legte die Werderanerin den Fokus mehr auf ihre Leistung. „Ich freue mich, dass ich endlich eine gute Zeit in diesem Jahr habe“, sagte sie nach der Steigerung um mehr als eine Zehntelsekunde. Beim Aufwärmen und in den Vorläufen habe sie schon ein gutes Gefühl gehabt, bilanzierte Dinkeldein – doch das sei in den vergangenen, enttäuschenden Wochen auch schon so gewesen. „Dann bleibt die Saison nicht ganz so schlimm im Gedächtnis“, sagte sie.

Auch über die 200 Meter musste sie Prepens den Vortritt lassen. In 24,26 Sekunden teilte sich Dinkeldein den zweiten Platz mit Lea Ahrens (VfL Eintracht Hannover). Ebenfalls zeitgleich ins Ziel kamen Fabian Linne und Rene Rumpf nach 21,53 Sekunden über 200 Meter. Trotz der Dominanz hatte ihnen der vorherige Staffellauf noch in den Beinen gesteckt. „Bei uns beiden sind die Muskeln komplett fest“, sagte Linne. Rumpf merkte an: „Ich bin froh, dass mein Bein heil ist.“

Ebenfalls zu Silber kam Vereinskollege Nico Hesse im Hochsprung. Nur knapp verpasste er die Marke von 2,02 Metern. Die 1,99 Meter hatte er nach einem Fehlversuch ausgelassen, sodass am Ende 1,96 Meter zu Buche standen – ein Zentimeter weniger als sein Meldewert. „Die Spannung war da“, resümierte er. Doch habe das Zusammenspiel aus Anlauf und Absprung nicht optimal geklappt. Erschwerend hinzu kamen immer wieder Windböen. „Das darf aber nicht daran liegen“, relativierte Hesse, der auch ein Lob an die Ausrichter in der niedersächsischen Landeshauptstadt richtete: „Gut, dass der Wettkampf noch stattgefunden hat. Ich habe nicht damit gerechnet.“ Wegen des Hygienekonzepts durften Zuschauer nur außerhalb der Stadionzäune das Geschehen beobachten.

Hochspringerin Mareike Max schaffte mit 1,75 Metern eine neue Saisonbestleistung und sicherte sich den Titel. „Da waren ein paar gute Sprünge bei“, freute sie sich. Für Werder-Trainer Andrei Fabrizius bedeuteten die Ergebnisse ein rundum gelungenes Wochenende. „Wir haben viele gute Leistungen gesehen“, bilanzierte er.

 
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