Uwe Waldhaus – der Vielstarter

In Lingen startete Uwe Waldhaus gleich auf drei Distanzen
Leichtathletik
Dienstag, 08.09.2020 / 08:00 Uhr

Olaf Kelterborn

Es ist wahrlich nicht ganz einfach in der „Corona-Zeit“ Laufveranstaltungen ausfindig zu machen, die tatsächlich stattfinden. Einer, der es aber früh geschafft hat wieder auf dem Asphalt dabei zu sein, ist Uwe Waldhaus.

Als es im Juli 2020 nach einer gefühlt ewig langen Pause wieder mit der ein oder anderen Laufveranstaltung losging, wurde der Werder-Läufer Uwe Waldhaus sofort hellhörig, denn nichts war ihm wichtiger als endlich wieder an Straßen- und Bahnläufen teilzunehmen. So startete er Mitte Juli beim Bunert Solo Run, einem Lauf, der sich ein besonderes Hygiene-Konzept überlegt hatte (wir berichteten bereits). Heraus kam eine Zeit von 36:35min über 10 Kilometer, womit er Sechster in der Gesamtwertung sowie Erster seiner Altersklasse wurde. Knapp 14 Tage später stand die Bahneröffnung in Warburg auf seinem Wettkampfplan. Dort ging Waldhaus auf der für ihn kurzen 5.000m Strecke an den Start und legte ebenfalls ein gutes Tempo hin. Im Ziel wurden 18:17 min gemessen, Rang 12 gesamt sowie erneut Rang 1 in der Altersklassenwertung.

Der August entwickelte sich dann zu einem echten „Laufmonat“ für Uwe Waldhaus. Gleich vier Mal startete der Werderaner bei verschiedensten Veranstaltungen auf jeweils unterschiedlichen Distanzen. Los ging es Mitte August über 10 Kilometer beim „Do it fast“-Run in Dortmund. In 38:40min erwischte Waldhaus bei brütender Hitze nicht seinen besten Tag, blieb aber dennoch deutlich unter der 40 Minuten Grenze. Zudem war es eine sehr gute Vorbereitung auf den nächsten Lauf in Werra. Beim dort ausgetragenen und vom Streckenprofil her anspruchsvollen Plesslauf Breitungen ging der Grün-Weiße nämlich auf der selten gelaufenen Distanz von 30 Kilometern an den Start. Das Ziel durchlief Waldhaus als Gesamt 10. (4. Der Altersklasse) in sehr guten 2:18,23.

Nur sechs Tage später stand mit den Senioren Landesmeisterschaften in Zeven gleich das nächste Event an, dieses Mal wieder im Stadion auf der Laufbahn. Über 5.000 Meter verbesserte sich Waldhaus um knapp 10 Sekunden im Vergleich zur Bahneröffnung in Warburg und wurde in neuer persönlicher Bestzeit von 18:08,12 min 12. der Gesamtwertung sowie 3. seiner Altersklasse.

Weiter ging es Ende August mit den Bergmeisterschaften in Wernigerode, einem Naturlauf, der nahezu ausschließlich bergauf ausgetragen wurde. Gestartet wurde, wie derzeit bei fast allen Laufevents üblich, in Kleingruppen, so dass man zwischendurch wenig Orientierung hat auf welchem Platz man sich eigentlich befindet. Waldhaus kam nach guten 15:12 min ins Ziel und wurde damit 9. in der Gesamtwertung, ein durchaus erfreuliches Resultat.

Im September folgte in Lingen beim Bernt-Sterrenberg Sportfest schließlich ein ganz „verrücktes“ Wettkampfprogramm. Uwe Waldhaus hatte auf gleich drei Distanzen gemeldet und er trat tatsächlich auch bei jedem Rennen an. Los ging es mit einem 1.500m Rennen, einer Strecke, die er seit 22 Jahren nicht mehr in einem Wettkampf gelaufen war. In neuer persönlicher Bestzeit von 5:03,75 min distanzierte Waldhaus seine Konkurrenten und landete damit den ersten Erfolg des Tages. Nur 20 Minuten später ging er auf der Meile (1.610m) erneut an die Startlinie. Auch hier schlug er ein hohes Tempo ein, musste jedoch zwei Läufer vor sich ins Ziel kommen lassen, was seiner Freude über die persönliche Bestzeit (5:27,93 min) aber keinen Abbruch tat. Weitere 45min später folgte der letzte Start des Tages, über 5.000 Meter. Es wurde ein Start-Ziel Sieg für den Werderaner, der in 18:26,99 min zwar nicht an die Zeiten der letzten Wochen herankam, was allerdings angesichts des harten Wettkampfprogramms an diesem Tag mehr als verständlich war.

„Viele Läufer sind aktuell am Jammern, dass es keine Events mehr gibt, das stimmt so gar nicht, man muss nur gut suchen“, fasste es Uwe Waldhaus im Rückblick noch einmal zusammen. Man kann also sicher sein, dass irgendwo in Deutschland auch in den nächsten Wochen ein Mann im grün-weißen Trikot an der Startlinie stehen wird.

 
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