Linne fährt zur EM

Fabian Linne wird bei der U20 EM in Schweden über 200 Meter und 4x100m dabei sein © Jörg Großmann
Leichtathletik
Montag, 01.07.2019 // 08:24 Uhr

Olaf Kelterborn

Es war ein im wahrsten Sinne des Wortes „heißes“ Wochenende. Bei Temperaturen von bis zu 38 Grad kämpften Werders Leichtathleten bei verschiedenen Meetings und Meisterschaften um gute Resultate. Richtig gut lief es dabei für Fabian Linne und Philip Kass.

Der Kurzsprinter Linne, der in dieser Saison bereits mehrfach mit großartigen Leistungen für Furore sorgte, trat bei der hervorragend besetzten Junioren Gala in Mannheim über 200 Meter und mit der Deutschen U20 Staffel über 4x100 Meter an. Auf der 200 Meter Einzeldistanz bestätigte der Athlet aus der Trainingsgruppe von Andriy Wornart seine tolle Form in dieser Saison und kam als drittschnellster deutscher U20 Athlet nach 21,07 sec ins Ziel. Damit festigte er auch seine Ansprüche auf einen Platz in der ersten 4x100m Staffel des Deutschen Leichtathletikverbandes.

Das Quartett trat in Mannheim in der Besetzung Lucas Ansah-Peprah (Hamburger SV), Fabian Linne, Elias Goer (Sprintteam Wetzlar) und Simon Wulff (Dresdner SC 1898) an. Die vier Sprinter ließen bei ihrem Staffelrennen die gesamte europäische Konkurrenz hinter sich und blieben in 39,86 sec als einziges Quartett unter der 40-Sekunden Marke. Direkt im Anschluss an den Wettkampf sickerte bei Linne und seinem Heimtrainer Andriy Wornart die frohe Botschaft durch, dass der Bundestrainer Sprint den Werderaner definitiv für die U20 Europameisterschaften im schwedischen Boras nominieren wird. „Darüber freuen wir uns riesig. Die EM in Schweden wird ein Highlight in Fabians noch junger Karriere sein“, freut sich sein Coach.

Joshua Olabisi gewann den norddeutschen Meistertitel der U20 © Jörg Großmann

Dort angetreten wäre sehr gerne auch Stabhochspringer Philip Kass. Der beste Bremer Springer aller Zeiten hätte dazu bis zum Ablauf der Qualifikationsfrist eine Höhe von 5,40m überspringen müssen, was ihm, wie bereits in den letzten Wochen berichtet, leider nicht gelang. An diesem Wochenende war es dann allerdings soweit. Beim Flutlichtspringen in Köln setzte Kass im Wettkampf genau das um was „wir im Training regelmäßig schon gesehen haben“, so sein Vater und Trainer Leszek Kass. Unter dem Beifall der vielen begeisterten Zuschauer überquerte Philip Kass die persönliche Bestleistung und neue Bremer Landesrekordhöhe von 5,41m und scheiterte im Anschluss daran nur hauchdünn an den aufgelegten 5,51m. „Für die EM ist es zwar zu spät, aber ich habe ja noch einige Highlights in dieser Saison vor mir, zum Beispiel die Deutschen Meisterschaften, und da freue ich mich schon sehr drauf“, so Philip Kass nach dem Wettkampf.

Hoch im Norden, in Hamburg, fanden derweil die norddeutschen Meisterschaften der U20 und U16 statt. Auch hier konnten Werders Leichtathleten sich mehrfach positiv in Szene setzen und einige Medaillen erreichen, darunter einmal Gold. Im Stabhochsprung der männlichen U20 war einer der Aufsteiger der Saison, Joshua Olabisi, von seinen norddeutschen Konkurrenten nicht zu schlagen. Der Werderaner meisterte alle Sprungversuche von 4,30m bis einschließlich 4,50m im ersten Versuch und stand damit als Sieger des Wettbewerbes fest. Die 4,60m, die er anschließend noch auflegen ließ, waren an diesem Tag zu hoch, aber auch nebensächlich, denn den Titel des Norddeutschen Meisters konnte ihm Niemand mehr nehmen.

Tim-Ole Silze meldete sich nach Verletzungspause mit einer Silbermedaille zurück © Jörg Großmann

Ebenfalls aufs Podest sprang nach längerer verletzungsbedingter Pause Tim-Ole Silze im Weitsprung der U20. Im dritten Durchgang flog er schon sehr nah an die „magische“ 7-Meter-Marke heran und landete bei einer Weite von 6,91m. Noch weiter sprang an diesem Tag nur der Hannoveraner Athlet Thorben Hast, der mit 7,03m den Titel nach Niedersachsen holte. Silze und sein Trainer Roman Fricke freuten sich derweil über die Silbermedaille, die „man nicht unbedingt erwarten konnte“, so Fricke. Es sollte nicht der einzige Erfolg für die Springer von Roman Fricke bleiben, denn auch im Dreisprung der U20 gab es eine Silbermedaille zu bejubeln. Keno Krieger steigerte sich in nahezu jedem Versuch und landete im fünften Durchgang bei seiner Tagesbestweite von 13,86m.

Im U16 Bereich machte Tom Graap auf der 300 Meter Distanz auf sich aufmerksam. Im schnellsten der zwei Zeitläufe musste er lediglich dem Hildesheimer Jan Niclas Kaluza den Vortritt lassen und sprintete in hervorragenden 37,67 sec zur ersten Silbermedaille. Eine weitere sollte gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen Jan Luca Wilkening, Björn Seibke und Bastian Lanitz über 4x100 Meter folgen. In einem spannenden Staffelrennen kämpfte das grün-weiße Quartett bis zuletzt mit den VfL Stade um Rang 2 und hatte an Ende drei hundertstel Sekunden Vorsprung (47,33 sec). In der Altersklasse der weiblichen U16 konnte sich Collien Oliviera Stubbe mit einer Medaille belohnen. Über 300 Meter Hürden blieb sie als eine von vier Athletinnen in 46,76 sec unter der 47-Sekunden-Marke und gewann damit Bronze. Neben diesen Podestplatzierungen gab es eine ganze Reihe weiterer positiver Ergebnisse, zum Teil neuen persönlichen Bestleistungen und Endkampfteilnahmen für Werders Leichtathleten.

Keno Krieger gewann die Silbermedaille im Dreisprung der U20 © Jörg Großmann

Zu guter Letzt noch ein Blick nach Köln, wo die Sprinterinnen Sandra Dinkeldein und Rahel Rüdel beim 3. Leichtathletik-Meeting des LT DSHS Köln über 200 Meter auf sich aufmerksam machten. Dinkeldein, die bereits in den letzten Wochen ihre Klasse unter Beweis stellte, demonstrierte auch in Köln, dass sie besonders über 200 Meter stark ist. In 23,90 sec lief sie allen Konkurrentinnen davon und durfte sich als Tagessiegerin feiern lassen. Rahel Rüdel sprintete in 25,03 sec derweil zu einer neuen persönlichen Saisonbestzeit.

 

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