Nach Saisonanalyse: Aufsichtsrat stärkt Clemens Fritz

24.05.26 | 4 Min

Ein Mann mit kurzen Haaren und Bart, der eine schwarze Jacke und ein weißes Hemd trägt, sitzt in einer schwach beleuchteten Umgebung.

Der Aufsichtsrat der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA hat sich in seiner letzten Sitzung mit einem klaren Votum für Clemens Fritz ausgesprochen. Im Anschluss an die Saisonanalyse des Gremiums gab es einen 9:0-Entscheid zugunsten des Geschäftsführers Fußball bei den Grün-Weißen. In folgendem Statement erklärt das Gremium seine Entscheidung, bewertet die Saison und formuliert Erwartungen an Clemens Fritz und die neue Spielzeit:

Wir haben eine schwierige Saison hinter uns, mit der wir nicht zufrieden sein können. Uns als Aufsichtsrat war bewusst, dass diese Saison aufgrund der strategischen Neuausrichtung im Sommer, aufgrund des Trainerwechsels zu Horst Steffen und der Implementierung einer neuen Spielidee starken Schwankungen unterlegen sein würde. Allerdings blieb dieser Saisonverlauf hinter unseren Erwartungen und den formulierten Ansprüchen. Es wurden Fehler in der sportlichen Planung und Umsetzung gemacht, zudem gab es in Teilen Fehleinschätzungen bei der Transferpolitik. Auch der gewünschte Effekt des Trainerwechsels im Sommer zu Horst Steffen ist leider nicht eingetreten.

Diese Fehler wurden von Clemens Fritz klar identifiziert, analysiert und dort, wo es möglich war, bereits während der Saison korrigiert. Clemens Fritz ist es unter massivem Druck gelungen, bei der Trainerentscheidung mit Daniel Thioune in einem kurzfristigen, aber professionellen Prozess die richtige Wahl zu treffen. Daniel gelang eine Stabilisierung der Mannschaft und die Erreichung des Klassenerhalts.

Clemens hat während einer großen Krise Managementqualitäten bewiesen und bereits während der Saison Maßnahmen umgesetzt, um Prozesse und Abstimmungen deutlich zu verbessern. Mit der Verpflichtung von Markus Pilawa als Kaderplaner hat er zudem eine richtungsweisende Personalentscheidung getroffen, um neue Impulse im Bereich Scouting und Kaderplanung zu erhalten. Diese wird gestützt vom Ausbau datenbasierter Analysetools, der eine weitere Professionalisierung vorantreiben wird.

Der Transfer von Mio Backhaus zeigt, dass Werder in der Lage ist, Spieler auf allerhöchstem Niveau auszubilden, Werte zu schaffen und notwendige Transfererlöse für die wirtschaftliche Stabilität unseres Vereins zu generieren. Hier hat Clemens gezeigt, dass er wirtschaftlich verantwortungsvoll und zielgerichtet handelt, zudem hat er mit der Verpflichtung von Karl Hein einen erstklassigen Nachfolger präsentiert. Der Transfer zeigt zudem, dass intensiv an der Kaderaufstellung gearbeitet wird und frühzeitig Weichen gestellt werden. Aufgrund all dieser Maßnahmen, Entscheidungen und der Entwicklung, die Clemens in den letzten Monaten genommen hat, haben wir uns als Aufsichtsrat einstimmig für Clemens ausgesprochen.

Werder Bremen wird den Weg junge, entwicklungsfähige Spieler in die Bundesligamannschaft zu integrieren, Werte zu schaffen und den Verein zu entwickeln, konsequent weitergehen. Hier wurden mit den Verpflichtungen von Kenny Quetant sowie den Top-Talenten Karlo Simic und Darwin Soylu weitere wegweisende Schritte unternommen.

Wir erwarten für die kommende Saison trotz eines deutlich veränderten Kaders eine stabile Entwicklung, Konstanz und offensive Durchschlagskraft. Wir erwarten eine Mannschaft, die wettbewerbsstark zusammengestellt ist und die die Menschen mit einer guten Energie, viel Leidenschaft und einer offensiven Spielweise begeistert. Konkrete sportliche Zielsetzungen und Ambitionen werden definiert, sobald die Kaderplanung für die neue Saison abgeschlossen ist. Entscheidend ist zunächst, die richtigen strukturellen und personellen Voraussetzungen für eine stabile Entwicklung zu schaffen. Wir sind überzeugt, dass wir mit Clemens Fritz als Geschäftsführer Fußball sehr gut aufgestellt und auf dem richtigen Weg sind.

WERDER.TV: Dr. Hubertus Hess-Grunewald im Interview

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