„Auf Platz 11 und die Fans freue ich mich am meisten“
WERDERFRAUEN-NEUZUGANG JULIA MAGERL IM INTERVIEW
02.07.26 von Moritz Studer | 4 Min
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Die WERDERFRAUEN haben mit Julia Magerl die vierte Österreicherin für ihren Kader in der Saison 2026/27 verpflichtet. Die 23-Jährige trifft dabei aber nicht nur auf Landsleute, sondern auf zwei wirkliche enge Freundinnen. Im WERDER.DE-Interview spricht die Abwehrspielerin über die Gründe für ihren Wechsel nach Bremen und verrät worauf sie sich am meisten freut.
WERDER.DE: Moin Julia, willkommen in Bremen. Wie sind die ersten Eindrücke von deiner neuen Wirkungsstätte?
Julia Magerl: Schön. Ich habe bislang zwar nicht so viel gesehen, aber die Plätze und das Stadion sind einfach wunderschön. Ich freue mich schon darauf, dass es losgeht.
WERDER.DE: Wir erkennen ein gewisses Muster – steht irgendwo geschrieben, dass man als Österreicherin für Werder Bremen gespielt haben muss?
Julia Magerl: Nein das nicht (schmunzelt). Aber so viele, wie mittlerweile da sind, sollte man das vielleicht wirklich mal niederschreiben. Österreich und Werder Bremen passt ganz gut zusammen.
WERDER.DE: Mit Mariella El Sherif, Lilli Purtscheller, Chiara D'Angelo und Sarah Gutmann spielen derzeit vier deiner Landsfrauen bei Werder – mit den erstgenannten dreien bist du gemeinsam für Sturm Graz aufgelaufen. Haben die drei Werbung für den Verein und die Stadt gemacht?
Julia Magerl: Sie haben es mir auf jeden Fall erleichtert. Es ist was Schönes, wenn du Leute in deiner neuen Umgebung schon kennst. Mari kenne ich, seitdem zwölf oder 13 bin. Wir sind fast alles zusammen durchlaufen - bei Sturm, in der Auswahl und in der Schule. Mit Lilli auch. Beide gehören zu meinen besten Freundinnen.
WERDER.DE: Sicherlich haben dich auch die sportlichen Gespräche mit den Verantwortlichen überzeugt. Was war dafür ausschlaggebend, dich für einen Wechsel zu entscheiden?
Julia Magerl: Werder man sich Werder in den vergangenen Jahren angeschaut hat, war der Fußball, den sie spielen und die Verbindung im Team schon was ganz Besonderes. Verein und das Familiäre hat mich schon sehr überzeugt.
WERDER.DE: Du hast auch schon das eine oder andere Mal gegen Werder gespielt.
Julia Magerl: Ja, Werder war ein sehr unangenehmer Gegner. Bissig und immer mit dem Willen, zu gewinnen. Das ist schon eine coole Mannschaft, in die ich jetzt reinkomme.
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WERDER.DE: Du selbst bist in der Innenverteidigung zu Hause. Wie würdest du dich selbst als Spielertyp beschreiben?
Julia Magerl: Ich gebe immer 100 Prozent. Ich liebe es, wenn ich den Ball habe und Fußball zu spielen. Ich kann aber auch sehr unangenehm sein, wenn es mal nicht so läuft.
WERDER.DE: In der vergangenen Saison hättest du dir in Leipzig vermutlich mehr Spielzeit gewünscht. Mit welchen persönlichen Zielen kommst du nach Bremen?
Julia Magerl: Ich möchte mich zunächst einleben und das Team und die Stadt kennenlernen. Ich möchte das auf den Platz bringen, was ich kann. Wie du schon angesprochen hast, habe ich letztes Jahr nicht viel gespielt und möchte jetzt wieder Selbstvertrauen bekommen. Natürlich möchte auch jede Fußballerin für ihr Heimatland auflaufen.
WERDER.DE: Mit Bremen ziehst du noch etwas weiter von deiner Heimat entfernt. Was brauchst du, um dich wohlzufühlen?
Julia Magerl: Auf jeden Fall, meine eigene Wohnung zu haben. Ich möchte mich aber auch gut im Team eingliedern und viel mit Freunden machen. Meine Familie ist wie gesagt weit weg und deswegen versuche ich, hier schnell Kontakte zu knüpfen.
WERDER.DE: Auf deinem Instagram-Kanal haben wir gesehen, dass du auch noch einen eigenen Hund mit nach Bremen bringst.
Julia Magerl: Ja (schmunzelt). Er heißt Cooper und ist ein Jahr alt – mit ihm habe ich auch genug zu tun.
WERDER.DE: Da gibt es sicherlich auch gute Möglichkeiten, hier spazieren zu gehen. Nächste Woche geht’s dann auch auf dem Platz wieder los. Worauf freust du dich sportlich am meisten?
Julia Magerl: Auf Platz 11! Bislang habe ich das nur in den Auswärtsspielen miterlebt, aber mit den Fans ist das hier wirklich was ganz Besonderes. Darauf freue ich mich wirklich am meisten.
WERDER.DE: Wir wünschen dir einen guten Start. Vielen Dank für das Gespräch, Julia!
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