Werder Drei bleibt in der Spur

Oberliga Nord West

Max Weidenhöfer
Schach
Montag, 04.12.2023 / 20:57 Uhr

Stephan Buchal

Mit einem deutlichen 5,5:2,5-Erfolg konnte Werders Dritte ihrer Favoritenstellung gegen den SK Ricklingen letztlich gerecht werden und die gute Ausgangsposition in der Oberliga Nord West festigen.

Dabei gestaltete sich die Mannschaftsaufstellung vor diesem Wettkampf ausgesprochen schwierig: Am Donnerstag kam die erste krankheitsbedingte Absage und am Samstagabend musste auch der zweite Spieler mit Erkältung und Fieber passen – und konnte nicht mehr kurzfristig ersetzt werden, da auch die 4. und 5. Mannschaft nur mit Müh und Not ihre Teams für Sonntag zusammenbekommen hatten. Also musste Werder Drei mit nur 7 Spielern an den Start und lag somit 0:1 hinten. Und dann fiel auch noch der Schiedsrichter coronabedingt aus ... aber die Ricklinger hatten mit Jörg Witthaus einen erfahrenen Referee in ihren Reihen. Der Kampf verlief völlig fair und ohne jeden Streitfall.

Nach meinem höchst subjektiven Eindruck sah es anfangs für das dezimierte grün-weiße Team gar nicht gut aus: eine kampflose Niederlage, etwas schlechtere Stellungen in den Schwarzpartien von Olaf, Peter und David, auch Hannes hatte höchstens Ausgleich, Max verbrauchte viel Zeit und kannte sich in dem „Kalashnikov-Sizilianer“ offenbar nicht so gut aus. Das Diagramm zeigt die Stellung nach 12… Sb4. Die weiße Stellung sieht kritisch aus, aber Max findet nach längerem Nachdenken die beste Verteidigung: 13.Ld3 Td8 14.Sc4 mit Ausgleich.

Auch meine Stellung gab wenig her und mir fehlte leider ein guter Plan. So gesehen war das frühe Remisangebot meines Gegners durchaus verlockend, aber angesichts des schwierigen Wettkampfs keine Option.

Aber dann drehte sich das Geschehen abrupt – insbesondere kam gute Kunde von unseren beiden Spitzenspielern, die schon vor 14 Tagen in Braunschweig den Kampf zu unseren Gunsten entschieden hatten: Peter Lichman übernahm nach der Eröffnung die Initiative, sein Gegner verpasste den richtigen Zeitpunkt, seinen König in Sicherheit zu bringen und Peter gewann nach nur 21 Zügen eine Figur und damit auch die Partie.

Hannes Ewert stand gegen Ralf-Axel Simon, immerhin deutscher Senioreneinzelmeister 2021, anfangs etwas kritisch und konnte nur mit Mühe das Gleichgewicht aufrecht erhalten. Aber Ralf-Axel geriet wie so oft ins Grübeln und verbrauchte massenhaft Bedenkzeit. Diesmal war er wohl zu langsam und überschritt schon im 20. Zug in ausgeglichener Stellung die Bedenkzeit!

Mittlerweile hatte sich auch meine Partie langsam vorteilhaft entwickelt und bei beginnender Zeitnot unterlief meinem Gegner ein grober Fehler, der bald zur Niederlage führte, 3:1.

Olaf Steffens hatte nie so richtig in die Partie gefunden, wurde durch den sehr schnell spielenden Hannoveraner auch tüchtig unter Druck gesetzt, wehrte sich erfinderisch, aber konnte schließlich die Niederlage nicht abwenden. So gelang den Ricklingern durch Andreas Herrmann der Anschlusstreffer zum 2:3.

Dafür steuerte Max Weidenhöfer den vierten vollen Zähler für die Grün-Weißen bei. Er fand in der schwierigen Eröffnungsphase immer die besten Züge, hielt die Partie jederzeit im Gleichgewicht und kam langsam, aber sicher in Vorteil. Das günstige Endspiel gewann er souverän, eine wirklich gute Leistung unseres großen Talents!

Fast zeitgleich gewann Maria Efimenko, in dieser Saison zum ersten Mal in der Dritten im Einsatz, eine sehr schöne Angriffspartie gegen Thomas Spiess und stellte damit den Mannschaftssieg sicher! Das Diagramm zeigt die Stellung vor dem entscheidenden 20.Sxf7!

Zum Schluss trennten sich David Kardoeus und Benjamin Schmidt in einer hochkomplizierten, wilden Partie leistungsgerecht Remis – obwohl David in heftiger Zeitnot dem Sieg sehr nahe war.

Mit 5:1 Punkten liegt Werder 3 jetzt in der Spitzengruppe der Oberliga gemeinsam mit den Favoriten SK Kirchweyhe 2 und SK Nordhorn-Blanke. Zumindest haben wir jetzt „Luft nach hinten“ und sind gut gerüstet für die kommenden Aufgaben.

Am Sonntag haben zum ersten Mal vier Werder-Mannschaften (Werder 1,2,3 und 5) im Weserstadion gemeinsam gespielt. Es war ein tolles Erlebnis, im wunderbaren Ambiente des VIP-Clubs Nord gemeinsam mit den zahlreichen Titelträgern der 1. und 2. Bundesliga Schach zu spielen!

Besonders hat mich gefreut, dass auch viele Schachfreunde des SK Ricklingen die Atmosphäre im Weserstadion genossen und gewürdigt haben und den Sonntag trotz der Niederlage in guter Erinnerung behalten werden.

 

 

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