Dr. Hess-Grunewald verzichtet auf erneute Kandidatur als Präsident

10.08.26 | 4 Min

Dr. Hubertus Hess-Grunewald auf dem Podium bei der Mitgliederversammlung.

Nach zwölf Jahren an der Spitze des SV Werder Bremen hat Dr. Hubertus Hess-Grunewald entschieden, bei der Mitgliederversammlung im November 2026 nicht erneut für das Amt des Präsidenten zu kandidieren. „Ich gehe diesen Schritt bewusst und voller Überzeugung. Ein Werder-Präsident sollte selbst entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, Verantwortung weiterzugeben. Für mich ist dieser Zeitpunkt jetzt erreicht“, erklärt der 65-Jährige. Sobald das Präsidium einen neuen Vertreter oder eine neue Vertreterin entsandt hat, wird Werders Ehrenmitglied anschließend auch als Vorsitzender des Aufsichtsrats der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA ausscheiden.

„Ich habe das Präsidentenamt in den vergangenen zwölf Jahren voller Stolz und mit der nötigen Demut vor der großen Verantwortung ausgefüllt. Im Hinblick auf die kommenden Jahre habe ich mir immer wieder eine Frage gestellt: Was ist das Beste für Werder? Denn nichts und niemand ist größer als der Verein. Nach reiflicher Überlegung und intensiven Gesprächen in der Familie und meinem Umfeld bin ich zu dem Entschluss gekommen, mich nicht wieder zur Wahl nominieren zu lassen. Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen. Aber sie ist die richtige für unseren SV Werder“, erklärt Dr. Hubertus Hess-Grunewald.

„Es liegen spannende Herausforderungen für den Verein und auch als Mehrheitseigner der KG an. Dazu gehören vor allem weiterführende Strukturveränderungen wie die Zunahme der Demokratisierung und Anforderungen der Partizipation der Mitglieder. All das kann nur ein Kandidat angehen, der die volle Amtszeit ausfüllen wird. Dies wäre bei mir nicht der Fall gewesen, nach über 30 Jahren Vereinsarbeit sind die Energiespeicher langsam leer. Ich hätte mich nur noch zwei Jahre im Amt des Präsidenten gesehen. Zudem werden frische Impulse, neue Perspektiven und neue Energie dem Verein und der KG guttun. Führung bedeutet für mich nicht nur, Verantwortung zu übernehmen. Führung bedeutet auch, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, Verantwortung weiterzugeben.“

Diese Verantwortung übergibt Dr. Hubertus Hess-Grunewald besten Gewissens: „Werder hat schwierige Jahre bewältigt, steht wirtschaftlich wieder stabiler da, wächst als Mitgliederverein und hat wichtige Zukunftsprojekte angestoßen. Zusammen haben wir den Verein durch schwierige Zeiten geführt und wichtige Weichen gestellt. Auf das gemeinsam Erreichte können wir stolz sein. Ein Wechsel sollte erfolgen, wenn eine neue Führung auf einem tragfähigen Fundament aufbauen kann. Diese Konstellation ist gegeben.“

Den SV Werder wird Dr. Hubertus Hess-Grunewald jedoch auch nach seinem Ausscheiden weiterverfolgen: „Ich durfte über ein halbes Jahrhundert die Entwicklung des SV Werder Bremen hautnah miterleben und mehr als 30 Jahre davon sogar aktiv mitgestalten. Dieses Amt ausüben zu dürfen, war für mich eines der größten Privilegien meines Lebens. Um mit dem großen Pico Schütz zu sprechen: Ich bin und bleibe Werderaner!“

Dr. Hubertus Hess-Grunewald ist bereits seit 1970 Mitglied des Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V., war von 2003 bis 2014 Vize-Präsident und wurde anschließend zum Präsidenten gewählt. Seit 1999 sitzt der promovierte Anwalt zudem im Aufsichtsrat des e.V. und seit 2003 der KG, dessen Vorsitz er seit 2023 ausübt. Von 2005 bis 2014 war er bereits stellvertretender Vorsitzender dieses Gremiums. Von 2015 bis 2022 war er Teil der Geschäftsführung der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA.

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