Aus Herkunft wird Haltung: Werder Bremen präsentiert neues Corporate Design

30.07.26 | 4 Min

Werder Bremen schlägt das nächste Kapitel seiner Markenentwicklung auf. Mit Beginn der neuen Saison präsentiert der Verein ein neues Corporate Design – eigene Hausschrift, geschärftes Werder Grün und eine Raute als Ausgangspunkt. Das neue Design System übersetzt 127 Jahre Vereinsgeschichte in die Gegenwart.

Ziel ist kein Neuanfang, sondern ein Auftritt, der die Persönlichkeit des Vereins über alle Berührungspunkte hinweg klarer, charakteristischer und zeitgemäßer sichtbar macht. Ob im Weserstadion, auf Platz 11, in den digitalen Kanälen, auf Merchandise-Artikeln oder in der täglichen Kommunikation: Das neue Design-System sorgt künftig für einen einheitlichen Markenauftritt und macht sichtbar, wofür Werder Bremen seit 1899 steht.

Die grünen Buchstaben „SV“ und „W“ sind vertikal auf einem hellgrauen Hintergrund angeordnet, umgeben von den Zahlen „18“ und „99“ und mit einem kleinen Emblem am unteren Rand.

„Werder entwickelt sich kontinuierlich weiter. Mit dem Campus, Platz 11, neuen digitalen Plattformen und weiteren Projekten entstehen gerade zahlreiche neue Berührungspunkte mit unserem Verein. Genau deshalb war jetzt der richtige Zeitpunkt, unserem Markenauftritt ein Fundament zu geben, das diese Entwicklung verbindet“, betont Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung des SV Werder Bremen.

Identität mit norddeutschen Wurzeln

Die Identität des Clubs wurde nicht neu definiert – sie wird präziser und konsistenter gestaltet. Das neue Corporate Design orientiert sich konsequent an den Markenwerten des Vereins – beherzt, menschlich, bodenständig und plietsch. Sie bilden die Grundlage sämtlicher gestalterischer Entscheidungen. 

Die Raute bleibt, das Werder Grün wird geschärft

Das bekannte Vereinslogo, die Werder Raute bleibt unangetastet. Sie war nicht nur der Ausgangspunkt des Projekts, sondern sein Maßstab: Ihre Klarheit und Zeitlosigkeit wurden zur Vorlage für das gesamte System. Geschärft wurde allein das Werder Grün, satter, ruhiger, hanseatischer. „Tradition ist kein Rückblick, sondern ein Antrieb. Wir haben nicht nach etwas Neuem gesucht, sondern nach dem, was Werder seit jeher ausmacht“, sagt Christian Stoll, Leiter Marke & Marketing bei der SV Werder Bremen GmbH & Co. KG aA.

Der Text „UNSERE FARBEN. UNSERE STADT. UNSER VEREIN.“ auf grünem Hintergrund mit Farbverlauf und dezentem Logo oben und unten.

Farben mit Bremer Herkunft

Die Farbwelt wurde erweitert und systematisiert. Jeder Ton erfüllt eine Funktion und trägt einen Namen, der in Bremen verwurzelt ist: Werder Grün als Hauptfarbe, Werder Weiß als klarer Gegenpol, Werderkern Grün als dunkles Fundament, Wesernebel Grau als kühler, hanseatisch nüchterner Ruhepol und Weserlicht Grün als leuchtendes Signal für Energie und digitale Anwendungen. Hinzu kommt Legenden Gold, reserviert für die Momente und Menschen, die die Vereinsgeschichte geprägt haben.

Eine Schrift nur für Werder

Die neue Hausschrift Bruckmeyer Neue wurde exklusiv für den Verein entwickelt. Sie ist benannt nach Günther Bruckmeyer, dem Gebrauchsgrafiker, der 1924 das erste Werder-W entwarf, den gestalterischen Ursprung der heutigen Raute. Hundert Jahre später trägt die Hausschrift seinen Namen und seine Handschrift: eine Serifenschrift, deren Formgebung von der Geometrie des Werder-W inspiriert ist. Klar, charakterstark, unverwechselbar.

Collage zum Markenauftritt von Werder Bremen: Logos, Spielerbilder, Typografie, grüne Farbpalette sowie Werbeanzeigen für Spiele und Veranstaltungen.

Gemeinsam entwickelt mit Societas

Entstanden ist das neue Corporate-Design-System gemeinsam mit dem Münchner Designstudio Societas. Nach einem mehrstufigen Auswahlprozess mit sechs renommierten Agenturen entschied sich Werder bewusst gegen einen klassischen Kreativpitch.

Statt eines Wettbewerbs setzte der Club auf einen gemeinsamen Entwicklungsprozess. Denn die Überzeugung war klar: Das Ergebnis entsteht nicht in einer Pitchpräsentation, sondern im Dialog.

„Werder ist ein Verein mit einer außergewöhnlich klaren Identität. Unsere Aufgabe war es nicht, diese Identität neu zu definieren, sondern ihr eine visuelle Form zu geben, die ihr gerecht wird. Das war kein Projekt über Design. Es war ein Projekt über Haltung“, erklärt Mirko Borsche, Mitbegründer und Creative Director von Societas.

Rollout über mehrere Jahre

Das neue Corporate Design wird ab der Saison 2026/27 schrittweise eingeführt. Über einen Zeitraum von rund zwei bis drei Jahren werden sämtliche Anwendungen sukzessive auf das neue Erscheinungsbild umgestellt. Bestehende Materialien behalten dabei selbstverständlich ihre Gültigkeit und werden im Rahmen natürlicher Erneuerungszyklen ersetzt.

So entsteht ein nachhaltiger Übergang, der wirtschaftliche Vernunft mit einer konsequenten Weiterentwicklung der Marke verbindet. 

Lebenslang Grün-Weiß. Gestern. Heute. Morgen. Immer.

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