Die Defensive gewinnt Vizemeisterschaften
DIE ZAHLEN, DATEN & FAKTEN ZUM BUNDESLIGA-ABSCHLUSS GEGEN BORUSSIA DORTMUND
14.05.26 von Fiona John | 4 Min
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Zum letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2025/26 empfängt der SV Werder niemand geringeren als den bereits feststehenden Vize-Meister Borussia Dortmund. Worauf sich die Grün-Weißen am Samstag, 16.05.2026, 15.30 Uhr (live auf Sky, in der DAZN-Konferenz und im Live-Ticker auf WERDER.DE) einstellen müssen und welche BVB-Profis nicht aus den Augen zu lassen sind, verrät ein Blick auf die Zahlen, Daten und Fakten vor dem Duell.
Der Rekord-Vize: Borussia Dortmund machte am vergangenen Spieltag mit dem 3:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt die Vizemeisterschaft perfekt. Der BVB wird damit zum 10. Mal eine Bundesliga-Saison auf Platz 2 beenden. In dieser Hinsicht sind die Borussen gleichauf mit dem FC Bayern: Beide Vereine sind die Rekord-Vizemeister der Bundesliga-Geschichte. Der SVW liegt mit sieben Vizemeisterschaften direkt dahinter und teilt sich Rang 3 mit dem FC Schalke 04.
Beste Saison seit langem? Die Champions-League-Qualifikation haben die Schwarz-Gelben als Tabellenzweiter mit 70 Zählern sicher. 36 Punkte holte der BVB in der Hinrunde, in der Rückrunde 34 bei einem ausstehenden Duell. Mit einem Sieg am letzten Spieltag käme die Borussia auf 73 Zähler, was ihre beste Ausbeute seit sieben Jahren wäre (2018/19 waren es 76). 2023 hätte der BVB am letzten Spieltag auch auf 73 Punkte kommen können und wäre damit Meister geworden. Bekanntlich wurden es nur 71 und punktgleich hinter dem FC Bayern Platz zwei.
Stabile Defensive als Schlüssel: Gregor Kobel behielt in in dieser Saison am häufigsten die Weiße Weste (14) und musste von allen Keepern am seltensten hinter sich greifen. Der BVB lässt von allen Bundesligisten die wenigsten Torschüsse zu (343), lediglich 34 Mal durften die Kontrahenten jubeln. Laut xGoals-Wert wären 40 Treffer zu erwarten gewesen. Zehn der 34 Gegentreffer fielen nach einem ruhenden Ball, was daran liegt, dass die Dortmunder ihren Gegner die Standards größtenteils verwehren. Nur gegen zwei Teams kamen die Kontrahenten zu weniger Ecken als gegen Dortmund (139), dementsprechend gering ist somit die gegnerische Torausbeute auf diese Weise (3). Hereingaben aus dem Spiel werden allerdings genauso vermieden. Lediglich 42 Mal durften die Gegner nach einer Flanke auf das Tor abschließen – Ligabestwert.
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Abwehrspieler mischen vorne mit: Kein Abwehrspieler-Duo erzielte in dieser Spielzeit mehr als die zehn Tore von Ramy Bensebaini und Nico Schlotterbeck. Für Letzteren sind fünf Saisontreffer in der Bundesliga ein neuer persönlicher Rekord. Ein weiterer Defensivspieler macht als Vorlagengeber auf sich aufmerksam. Julian Ryerson belegt Rang 2 in dieser Wertung hinter Bayerns Michael Olise. Der Norweger ist gelernter Außenverteidiger, wird im BVB-System mit Dreierkette aber als Mittelfeldspieler geführt. Ryersons 14 Torvorlagen sind der beste Wert eines Dortmunders seit Jadon Sancho 2019/20 (16).
Klare Rollenverteilung: Mit seinen 14 Vorlagen ist Ryerson zweitbester Scorer der Schwarz-Gelben. Vor ihm steht nur Serhou Guirassy mit 16 Scorer-Punkten. Dabei sind die Rollen der beiden Akteure klar verteilt: Während Ryerson 14 Mal vorlegte, aber selbst in dieser Saison nicht jubeln durfte, sammelte Top-Torjäger Guirassy alle 16 Zähler durch eigene Treffer – ohne seine Mitspieler zu bedienen. Erst Maximilian Beier, der genauso viele Scorer wie sein norwegischer Kollege Ryerson holte, bricht den Bann mit neun eigenen Toren und fünf Vorlagen.
Torgefahr aus allen Lagen: Nur zwei Mannschaften erzielten in dieser Saison mehr Tore als Dortmund (68). Gemessen am xGoals-Wert wären nur 60 Tore zu erwarten gewesen. Besonders ihre Effektivität zeichnet die Borussia in dieser Saison aus: Einzig Bayern benötigte durchschnittlich weniger Torschüsse für einen Treffer als Dortmund (6). Von ihren 48 Großchancen haben Guirassy und Co. 54,2% genutzt. Bei der Verwertung von ruhenden Bällen muss sich der Vizemeister (21) ebenfalls hinter dem Meister (23) einordnen. Dabei präsentieren sich die Schwarz-Gelben als Ecken-Spezialisten: Elf Mal landete der Ball nach einer Ecke im Kasten – Ligabestwert. Und das, obwohl der BVB nur 176 Ecken herausholte (Rang 6). Jedoch nicht nur Standard-Hereingaben sind eine Waffe, sondern auch Flanken aus dem Spiel. 15 Tore nach Flanken sind ebenfalls Spitzenwert der Liga. Ebenso, dass Dortmund nur 23 Flanken zum Jubeln benötigt. Dabei spielt die Torgefahr aus der Luft eine große Rolle: Nur zwei Mannschaften gaben mehr Torschüsse per Kopfball ab als die Borussia (87), von denen 14 im Netz landeten – ein weiterer Ligabestwert.
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