Der Prozess
DER NACHBERICHT ZUM BUNDESLIGA-AUFTAKT IN FREIBURG
31.08.26 von Moritz Studer | 4 Min
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Den Bundesliga-Start hat sich der SV Werder anders vorgestellt. Letztlich gelang es den Grün-Weißen bei der 1:4-Niederlage beim Sport-Club Freiburg nicht, Zählbares mit auf die Heimreise zu nehmen. Die Erkenntnisse aus dem Auftaktspiel im Breisgau sind mehrschichtig. Ein Nachbericht.
Die Anfangsviertelstunde war noch vielversprechend, als der SVW griffig agierte und in gute Umschaltbewegungen fand. Nicht immer gelang es den Grün-Weißen, diese auszuspielen, sodass nur ein Flachschuss von Marco Grüll auf dem Chancenzettel landete (10.). „Ich war positiv überrascht, wie schnell es uns gelungen ist, diese Energie auf den Platz zu bringen“, sagt Cheftrainer Daniel Thioune in einer Medienrunde am Montag beim Spielersatztraining. „Negativ war, in welche Passivität wir danach verfallen sind. Im tiefen Block hat uns die Intensität gefehlt.“
Freiburg übernahm zunehmend das Kommando und schnürte die Grün-Weißen im letzten Drittel ein. Schließlich war es der vierte Beste-Eckball, den Yuito Suzuki über die Linie drückte (29.). Kurz vor der Pause nutzte Igor Matanovic nach einem guten ersten Kontakt den Freiraum, um wuchtig für die Hausherren zu erhöhen (45.). „Es war offensichtlich, dass die Schere auseinander ging und wie weit Freiburg ist“, sagt Thioune. „Sie haben den Kader lange zusammen und können andere Entscheidungen treffen auf den Markt.“
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Nach dem Seitenwechsel war es Matchwinner Suzuki, der mit zwei weiteren Treffern die Partie früh entschied. Erst wurde der Japaner von Scherhant mit etwas Glück in Szene gesetzt (48.), anschließend legte Matanovic uneigennützig quer (55.). „Wir wissen schon, in welchem Teich wir schwimmen“, sagt Thioune nach der 1:4-Niederlage, bei der Dariusz Stalmach nach einer Ecke das erste Tor der Werder-Saison erzielte (76.). „Vielleicht ist Freiburg aktuell nicht unser Maßstab, aber unser Anspruch ist, dass wir möglichst nah rankommen.“
Der Auftakt in Freiburg war eine harte erste Standortbestimmung, bei der der Gegner durch die UEFA Conference League-Qualifikation schon zwei Pflichtspiele mehr bestritten hat. Werder ist hingegen auf diesem Weg noch nicht so weit. "Es ist erkennbar", so Thioune, "dass wir im Prozess sind.“ Bei diesem sollen nach dem schmerzhaften Ausfall von Jens Stage auch weitere Neuzugänge helfen. Thioune bestätigte, dass Werder in finalen Gesprächen mit Youri Regeer (Ajax Amsterdam) sei. Samuel Mbangula und Julian Malatini könnten den SVW noch verlassen.
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