Deutsche Meisterschaften 2026

Werder Trio mit eigenen Leistungen unzufrieden

27.07.26 von Olaf Kelterborn

Friedelinde Petershofen übersprang 4,30 Meter und wurde damit gute Vierte

Am vergangenen Wochenende wurden in Hannover bzw. Bochum/Wattenscheid die nationalen Titelkämpfe der Erwachsenenkonkurrenz ausgetragen. Mit von der Partie waren auch drei Werder-Athleten, die leider allesamt ihr bereits in dieser Saison gezeigten Potenzial nicht ganz ausschöpfen konnten.

Los ging es am letzten Freitag. Im Rahmen der „Finals“ in Hannover wurde auf dem Opernplatz in Hannover vor zahlreichen Zuschauern das Finale im Stabhochsprung ausgetragen. Mit dabei war auch Friedelinde Petershofen, die nach der überraschenden Goldmedaille 2025 als Titelverteidigerin in den Wettkampf ging. Als Favoritin galt sie allerdings nicht, um die Medaillen wollte sie aber dennoch so gut es ging mitspringen.

So kam es dann auch, es entwickelte sich ein spannender Wettkampf um die Bronzemedaille, mittendrin auch Fredi, die, genau wie ihre Konkurrentinnen, 4,30 Meter im ersten Durchgang überspringen konnte. Leider waren die im Anschluss aufgelegten 4,40 Meter an diesem Tag zu hoch „und dann wurden für mich die zwei Fehlversuche bei 4,20 Meter ein wenig zum Verhängnis“, gab sie später zu Protokoll. In der Tat führten diese Fehlversuche dazu, dass sie in der Endabrechnung nicht auf dem Bronzerang, sondern auf dem vierten Rang landete. Eine wirklich gute, aber dennoch etwas ärgerliche Platzierung für die Werderanerin.

Die Silbermedaille ging in diesem Jahr mit 4,40 Meter und neuer persönlicher Bestleistung an Anna Hiesinger aus Ludwigsburg und Gold völlig verdient mit 4,55 Meter an Anjuli Knäsche aus Stuttgart.

Für Noah Olabisi war auf der 100 Meter Strecke bereits nach dem Vorlauf Schluss

Einen Tag später standen in Bochum/Wattenscheid die weiteren Bahnwettbewerbe der Leichtathletik auf dem Programm. Über die 100 Meter Sprintdistanz der Männer stand der frischgebackene norddeutsche Meister und Bremer Landesrekordler Noah Olabisi im Fokus, denn er hatte sich mindestens eine Halbfinalteilnahme vorgenommen. Mit seiner vor zwei Wochen erzielten Zeit von 10,24 sec ein durchaus realistisches Ziel.

Wie schnell es auf der kurzen Sprintstrecke aber auch vorbei sein kann, erlebte Noah an diesem Wochenende. Im Vorlauf lief er nicht ganz so gewohnt locker und wollte es ein wenig zu sehr erzwingen. Die Uhr stoppte deshalb leider erst bei 10,70 sec, zu wenig für eine weitere Runde. Als Halbfinalteilnehmer hätte eine Zeit von 10,55 sec erzielt werden müssen. Dementsprechend enttäuscht verließ der Werder-Sprinter die Bahn des Lohrheidestadions, denn in ihm steckte deutlich mehr, das hatten die norddeutschen Meisterschaften 2026 bereits gezeigt.

Carolin Evers erwischte nicht ihren besten Tag und landete auf Rang 13

Ähnlich unzufrieden war am Sonntag auch Carolin Evers im Hochsprung der Frauen. Wenige Tage vor ihrer Anreise zur U20-WM nach Eugene (USA), stellte die Deutsche Meisterschaft eine sehr anspruchsvolle Generalprobe für die Werderanerin dar. Carolin, die in dieser Saison bereits 1,83 Meter überspringen konnte, zeigte sich bei ihrem Debüt im Erwachsenenbereich nach den Worten ihres Trainers Roman Fricke „leider von den Menschenmassen und den prominenten Athletinnen und Athleten im Stadion etwas zu sehr beeindruckt. Dementsprechend hat sie nicht das zeigen können, was eigentlich in ihr steckt, aber mit der Erfahrung von heute kann sie gestärkt zur WM reisen, um ihr Potenzial auf einer ähnlich großen Bühne dann wieder zu zeigen.“

In Bochum/Wattenscheid übersprang Carolin 1,65 Meter und scheiterte anschließend drei Mal an den aufgelegten 1,70 Meter. In der Endabrechnung belegte sie damit Rang 13.

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