Erfolgreiches Langlaufwochenende

Rusland Heleta gewinnt 10 km Rennen bei "Wilstedt bei Nacht"

01.06.26 von Olaf Kelterborn

Zu später Stunde wurde Ruslan für seinen Erfolg in Wilstedt geehrt

Am vergangenen Wochenende fanden an zahlreichen Orten wieder tolle Langlaufevents statt, jeweils mit Werder-Beteiligung. Überaus erfolgreich unterwegs war dabei erneut Ruslan Heleta, der in Wilstedt und Emden ganz vorne mit dabei war. Neben den Top-Athleten standen aber auch viele Breitensportler mit großer Freude an den Startlinien.

Ein großes Highlight ist jedes Jahr der Abendlauf „Wilstedt bei Nacht“, bei dem es auf den angebotenen Distanzen von knapp 5 km und knapp 10 km ohne Zeitmesschips im klassischen Volkslaufcharakter in erster Linie um das „Partyerlebnis“ im ganzen Ort geht. In diesem Jahr hatten die Veranstalter besonders damit zu kämpfen, dass knapp eine Stunde vor dem ersten geplanten Start ein großes Unwetter mit Blitz, Donner, Sturm und Starkregen aufzog. Da es im Wetterradar aber absehbar war, dass nach knapp 45 Minuten alles vorbei ist, behielt das Orga-Team glücklicherweise die Nerven und konnte, ganz zur Freude der angereisten Läuferinnen und Läufer, mit nur leichter Verspätung das erste Rennen über 5 km auf die Strecke schicken.

Kurz danach folgte der 10 km Start, wo mit Ruslan Heleta und Steffen Behrens zwei ganz schnelle Werderaner mit dabei waren. Gemeinsam mit Sebastian Kohlwes, der mittlerweile für Hannover 96 an den Start geht, lieferte sich das Trio einen spannenden Dreikampf um die ersten drei Plätze, den letzten Endes Ruslan für sich entscheiden konnte, gefolgt von Sebastian und Steffen. Platz 1 und 3 auf dem Siegerpodest gehörten also den Grün-Weißen.

Neben den Top-Läufern (es waren noch weitere Athleten aus dem A-Team dabei) gingen aus der „Fun-Gruppe“ von Trainer Olaf Kelterborn auch zahlreiche Aktive an den Start, einige davon über 5 km und andere über 10 km. Alle genossen den Lauf und absolvierten ihn in dem jeweils machbaren Tempo. „Die Stimmung an der Strecke durch die Anwohner, die Musik durch die Bands und der Einlauf auf dem Sportplatz, wo viele andere Athleten anfeuern und warten macht es einem leicht diesen Volkslauf zu absolvieren. Die Atmosphäre muss man einfach mal selbst erlebt haben, dann weiß Jeder wovon wir sprechen“, so Olaf Kelterborn nach dem Lauf.

Das Feuerwerk nach dem Lauf gehört jedes Jahr zu einem der Highlights

Abgerundet wurde der Abend mit dem traditionellen Höhenfeuerwerk, auch das in jedem Jahr ein absoluter Höhepunkt bei „Wilstedt bei Nacht“. Spätestens danach sind sich alle sicher: wir kommen wieder im nächsten Jahr.

Nur einen Tag nach dem Lauf in Wilstedt stand Ruslan erneut an einer Startlinie, dieses Mal in Emden bei der 34. Auflage des Matjeslaufes. Dieser Lauf hat die Besonderheit, dass ein 2,5 km langer Rundkurs mehrfach zu durchlaufen ist, die Zuschauer bekommen also jederzeit und öfter mit, wie das Renngeschehen gerade aussieht. Ruslan lieferte sich auch hier ein spannendes Rennen um den Tagessieg, musste sich im Ziel dann allerdings knapp, mit lediglich 7 Sekunden Rückstand, dem Sieger, David Valentin aus Hamburg, geschlagen geben. Der Werderaner Ruslan lief mit einer ebenfalls sehr starken Zeit von 33:18 min als Zweiter über die Ziellinie. Auf den Drittplatzierten hatte das Siegerduo fast zwei Minuten Vorsprung.

Im niedersächsischen Umland, genauer gesagt in Nienberg, wurde mit der 21. Auflage des Spargellaufes ebenfalls ein Lauf-Event ausgetragen. Die Werder-Farben vertrat dabei Jan Leßmann, der bei sommerlichen Temperaturen und einer Rekordteilnehmerzahl von mehr als 2.200 über alle Wettbewerbe die 10 Kilometer lief.

Der Lauf ging auch hier, wie in Emden, über vier Runden je 2,5 Kilometer rund um die Nienburger Altstadt, an der Weser und dem Steinhuder Meerbach entlang. Jan blieb mit seiner Zielzeit von 41:47 Minuten erstmals unter 42 Minuten und gewann damit die M50 Altersklassenwertung. In der Gesamtwertung reichte seine sehr gute Zeit für den 13. Rang.

Uwe Waldhaus startete in Stockholm gleich bei zwei Laufevents

Deutlich weiter entfernt, nämlich in Schweden, verbrachte Uwe Waldhaus 10 schöne Tage. In diese Zeit fielen insgesamt zwei Laufevent, bei denen der Werderaner mit am Start war. Los ging es mit dem „ShakeOut Run Stockholm“, einem 5,2 km langen Vorbereitungslauf auf den Marathon, der einen Tag später stattfand. Uwe lief ein kontrolliertes Tempo und kam nach 22:17 min als Zweiter seiner Altersklasse im Olympiastadion von 1912, welches das Ziel war, an.  

Einen Tag später stand der Stockholm Marathon an, der zu einem echten „Hitze-Lauf“ werden sollte. Uns das, obwohl die Strecke schon schwierig genug für die Läuferinnen und Läufer ist, denn sie hält eine ganze Menge Steigungen bzw. Wellen bis kurz vorm Ziel im prall gefüllten Olympiastadion bereit. Für Uwe ging es in seinem, nach eigenen Worten, „vorletzten Stadtmarathon“ einfach nur darum, die Besondere Stadt und das Laufevent insgesamt zu genießen. Die ersten 10 Km führten vom Stadion durch die City, an Gamla Stan sowie dem Regierungsviertel vorbei zurück bis kurz vor das Stadion. Der zweite Abschnitt ging nach Djurgarden hinaus und zurück durchs Hafenviertel nach Södermalm.

Nach und nach forderte die Sonne dem Körper der Läufer alles ab. Ab Kilometer 32 etwa bildeten Uwe mit einem schwedischen Läufer ein Duo, welches bis ins Ziel Bestand hatte. Dort stand letzten Endes eine Zeit von 4:14,25 auf der Uhr. Unter den über 25.000 Teilnehmern erreichte Uwe damit als 5.849 das Ziel beim größten jemals ausgerichteten Stockholm Marathon.

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