"Der Unterschied: Leipzigs Effizienz war besser"

DIE STIMMEN ZUM HEIMSPIEL GEGEN RB LEIPZIG

04.04.26 von Marcel Kuhnt, Fiona John & Moritz Studer | 3 Min

Daniel Thioune spricht im Kreis zu der Mannschaft.

In der Nachspielzeit wuchs die Hoffnung auf einen Punkt nochmal, doch letztlich musste sich der SV Werder Gegner RB Leipzig mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Die grün-weißen Protagonisten waren mit ihrem Auftritt nicht unzufrieden, über das Ergebnis aber umso enttäuschter. Die Stimmen zum Spiel.

Cheftrainer Daniel Thioune: „In der ersten Hälfte waren wir mit einem Top-Team der Liga auf Augenhöhe. Teilweise waren wir sogar besser. Wir haben es in der Phase jedoch mal wieder nicht geschafft, ein Tor zu erzielen. Der Unterschied war dann deutlich zu erkennen: Die Effizienz auf Leipziger Seite war besser, da sie aus einer Chance ein Tor machen. Das zweite Gegentor hat dann etwas für Ernüchterung gesorgt. Unser Anschlusstreffer kam zu spät. Am Ende müssen wir Spiele gewinnen, um in der Liga zu bleiben. Ansonsten wird es schwer. Doch mit den Partien gegen Köln und Hamburg kommen jetzt Teams auf Augenhöhe, wo wir wieder gut spielen und effizient sein müssen.“

Kapitän Marco Friedl: „Wenn ich mir speziell die erste Hälfte anschaue, da waren wir gerade am Ende gut im Spiel. Schade, dass wir mit einem 0:1 in die Pause gehen. Wir schaffen es zwar in Abschlussaktionen zu kommen, doch wir bringen sie nicht konsequent zu Ende. Das Problem hatten wir nicht nur heute, sondern bereits über die gesamte Saison. Nach dem Wechsel haben wir es Leipzig viel zu einfach gemacht. Unser Anschlusstreffer fällt letztlich zu spät, sodass es eine verdiente Niederlage ist.“

Torhüter Mio Backhaus: „Wir machen ein richtig gutes Spiel gegen einen guten Gegner und belohnen uns dann nicht. Wir waren in beiden Boxen nicht effektiv genug – das ist der Schlüssel. Ich kann nicht viele Punkte aufzählen, die wir falsch gemacht haben. Wir haben eine super Mentalität gezeigt und gute Zweikämpfe gewonnen, weswegen ich extrem enttäuscht bin, dass wir am Ende verloren haben.“

Olivier Deman an einem Werder-Mikrofon in der Mixed Zone.
Olivier Deman haderte mit dem Zeitpunkt des ersten Gegentores (Foto: WERDER.DE).

Olivier Deman: „Wir waren in der ersten Halbzeit gut drauf, das Gegentor fällt dann aber zu einem blöden Zeitpunkt. Wir hatten selbst eine gute Chance und zehn Sekunden später liegt der Ball bei uns im Tor. Wir haben viel Druck aufgebaut, die Chancen aber nicht reingemacht. Nach der Pause war das Tempo ein wenig raus und wir machen unser Tor zu spät. Im Moment geht es nicht um die Art und Weise, sondern um Punkte.“

Romano Schmid: "Wir waren nicht effizient genug. Gegen einen Top-Gegner muss man die Chancen nutzen. Wir haben uns aber sehr gut verkauft – das macht Mut für die nächsten Spiele. Dass wir jetzt nicht alles gewinnen können, war von Beginn an klar. Trotzdem hat vieles sehr gut ausgesehen. Den Start der zweiten Halbzeit haben wir verschlafen, das darf uns in der Situation auf keinen Fall passieren. Das müssen wir analysieren und daran arbeiten. Wir müssen viel arbeiten und in den nächsten Spielen wieder Tore schießen. Wir wissen um die Situation, deshalb müssen wir im nächsten Spiel punkten."

Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz: „In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, es aber verpasst uns zu belohnen. Das brauchst du gegen so eine Mannschaft und war im Hinspiel ähnlich. Beim Gegentor sind wir in Überzahl und sie haben eine individuelle Qualität im Abschluss, die uns heute selbst gefehlt hat. Das 0:2 hat uns dann den Stecker gezogen, auch wenn wir dann nochmal gekommen sind und bis zum Schluss intensiv gearbeitet und gekämpft haben. Es ist schade, dass es nicht gereicht hat.“

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