Das Resultat eines intensiven Prozesses

Marco Fuchs, Dr. Florian Weiß und Frank Baumann zur Vertragsverlängerung

Marco Fuchs, Frank Baumann und Dr. Florian Weiß
Marco Fuchs, Frank Baumann und Dr. Florian Weiß am Sonntag (Foto: WERDER.DE).
Profis
Sonntag, 13.02.2022 / 16:29 Uhr

Frank Baumann wird als Geschäftsführer Fußball auch über den Sommer hinaus die sportliche Verantwortung beim SV Werder Bremen tragen. Der Aufsichtsrat hat seinen Vertrag am Sonntag verlängert (siehe Extrameldung). Auf einer Pressekonferenz am Nachmittag gewährten der Aufsichtsratsvorsitzende Marco Fuchs und Aufsichtratsmitglied Dr. Florian Weiß ausführlich Einblick in den Prozess, begründeten die Entscheidung und erläuterten gemeinsam mit Frank Baumann die Ziele für die Zeit bis Sommer 2024.

WERDER.DE fasst die wichtigsten Aussagen der drei Protagonisten zusammen. Die komplette Pressekonferenz kann hier auf WERDER.TV kostenfrei angeschaut werden.

Dr. Florian Weiß zu den Gründen für die Verlängerung: „Die Verlängerung ist für Werder Bremen eine sehr gute Entscheidung. Das sage ich ganz bewusst auch als einer der neuen Aufsichtsräte. Ich hatte mich im Oktober letzten Jahres dieser Mission verschrieben, alles kompromisslos aufzuarbeiten. Insofern bin ich einhundert Prozent überzeugt, dass wir heute einen wichtigen Tag haben für Werder Bremen. Die Frage, die immer im Mittelpunkt stand, war: Wie schaffen wir Strukturen, mit denen Werder nachhaltig erfolgreich ist? Frank hat sich in allen Gesprächen reflektiert und selbstkritisch gezeigt und uns damit absolut überzeugt. Der Prozess hat mehrere Monate gedauert und war sehr intensiv."

Dr. Weiß: "Das gehört zu einem glaubwürdigen Prozess..."

Dr. Florian Weiß zu Alternativkandidaten: „Um den Prozess professionell zu durchlaufen gehört es, sich mit Alternativen auseinanderzusetzen. Das hat stattgefunden, wir haben über andere Namen diskutiert. Wir haben ein klares Kompetenzprofil erstellt und die Anforderungen an den Geschäftsführer sehr intensiv diskutiert. Das heißt, dass wir keine Vertragsverhandlungen mit anderen Kandidaten geführt haben, aber wir uns diese Option offengehalten haben. Das gehört zu einem glaubwürdigen Prozess.“

Frank Baumann zu seinen Zielen bis 2024: „Ich sehe Werder natürlich in der ersten Liga. Unser Ziel ist es, wieder beständiges Mitglied zu sein, wie wir es über Jahrzehnte waren. Wir wollen uns über die Art und Weise unseres Fußballs definieren. Außerdem wollen wir weiter als besonderer Verein wahrgenommen werden, wenn es um gesellschaftliche Verantwortung geht. Wir wollen finanziell und wirtschaftlich wieder stabiler werden. Dafür haben wir ein gutes Fundament gelegt, aber es ist wichtig, dass wir durch sportliche Erfolge, durch Marktwertsteigerungen unserer Spieler und gutes Verhandlungsmanagement wieder Werte schaffen. Auch das Thema Infrastruktur - insbesondere mit dem Nachwuchsleistungszentrum - steht in den nächsten Jahren auf der Agenda.“

Frank Baumann zur Strategie im sportlichen Bereich: „Es gibt drei strategische Schwerpunktthemen in meinem Bereich, an denen wir in den letzten Monaten gearbeitet haben und in denen wir in den nächsten Jahren arbeiten werden. Wir wollen die Spielidee festigen und noch konsequenter umsetzen. Wir wollen die Spielprinzipien messbarer machen. Da sind wir auf einem guten Weg. Aber: Das ist ein sehr dynamischer Markt. Da werden wir sehr viel Arbeit reinstecken. Der zweite Punkt ist die Ausbildung von Experten - Spieler, Trainer und Fachexperten. Hier haben wir viele strategische Weichenstellungen umgesetzt und sind auf einem guten Weg. Und wir wollen die Ausbildung ganzheitlich sehen und uns von anderen Clubs differenzieren. Die Durchlässigkeit zwischen den Ligen weiter zu verbessern zahlt auf sportlichen Erfolg aber auch unsere finanzielle Stabilität ein. Es geht um Kaderzusammenstellung und Kader-Wertmanagement. Drittens: Wir werden uns mit dem Thema datenbasierte Entscheidungen noch intensiver beschäftigen. Es wird die nächsten Schritte geben, um noch bessere Entscheidungen zu treffen.“

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Marco Fuchs über die Bedeutung der aktuellen sportlichen Erfolge für die Verlängerung: „Natürlich sind wir froh, diese Erfolge zu haben. Sie zeigen, dass gute Arbeit geleistet wurde, dass Frank Baumann und Markus Anfang einen guten Kader zusammengestellt haben. Darauf baut die Arbeit von Ole Werner jetzt auf. Wir haben sehr grundsätzlich auf die Frage geschaut, was wir als Werder wollen und worauf es ankommt. Frank hat dabei jeden einzelnen im Aufsichtsrat überzeugt, dass er eine gute Strategie hat, die wir weiterverfolgen.“

Baumann: "Der Verein steht über allem"

Dr. Florian Weiß zu kontroversen Diskussionen im Aufsichtsrat: „Nach einem intensiven Prozess ist es eine Entscheidung, die eine klare Richtung für die Zukunft weist. Ja, das war auch zäh, wir haben sehr kontrovers diskutiert, immer mit der Zielsetzung zu verstehen, wie wir Werder in der Zukunft aufstellen wollen. Da gab es großen Konsens darüber, Strukturen zu schaffen, die Werder langfristig personenunabhängig erfolgreich machen, also Systeme zu bauen, die nicht an die Person Frank Baumann geknüpft sind, sondern an eine klare Vision, mit Strategie und Maßnahmen. Das Ziel ist klar gewesen, aber wir haben viele Diskussionen geführt, wie wir diesen Weg mit Frank weitergehen können. Da musste er uns in vielen Runden überzeugen, das war sicher für ihn nicht einfach.“

Frank Baumann zu den intensiven Gesprächsrunden mit dem Aufsichtsrat: „Ich möchte die Verantwortung auch in den schwierigen Zeiten weiter übernehmen. Meine hohe Resilienz zeichnet mich auch aus und hilft mir, unter Stress und Druck gut zu funktionieren. Mir hat auch meine Spielerkarriere geholfen, auch wenn die Verantwortung in dieser Position eine ganz andere ist. Ich bin sehr offen und selbstbewusst in die Gespräche mit dem Aufsichtsrat gegangen. Solche Gespräche mit dieser inhaltlichen Tiefe habe ich nicht zum ersten Mal geführt. Trotzdem bleibe ich demütig. Das ist etwas, das mich auszeichnet, dass ich mich nicht wichtiger nehme als ich bin. Der Verein steht über allem und ist wichtiger als jeder Spieler, Trainer und Geschäftsführer. Insofern haben wir Gespräche im Sinne des Vereins geführt. Dabei ging es nicht darum, was ist jetzt mein Weg, meine Philosophie ist, sondern was für Werder Bremen wichtig ist und für die nächsten Jahre erfolgsversprechend."

 

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