Überzeugung und Selbstvertrauen wieder erarbeiten

17.05.21

Der erste Trainingstag unter Thomas Schaaf

Thomas Schaaf steht in seinem ersten Training nach seiner Rückkehr.

Thomas Schaaf in seinem ersten Training nach seiner Rückkehr (Foto: WERDER.DE).

Profis

Montag, 17.05.2021 / 15:34 Uhr

Thomas Schaaf hat seine Arbeit als Cheftrainer des SV Werder Bremen aufgenommen. Mit einer Einheit am Montagmorgen im QuarantƤne-Trainingslager in Barsinghausen sind die Grün-Weißen in die Woche vor dem entscheidenden Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mƶnchengladbach gestartet. Für Schaaf geht es jetzt vor allem darum, dem Team wieder ā€žSelbstvertrauen und Überzeugungā€œ zurückzugeben, wie der 60-JƤhrige im Anschluss in der ersten Medienrunde erklƤrte.

Den Druck rausnehmen, einen neuen Rahmen schaffen und mit einer Mischung aus GesprƤchen und intensiver Trainingsarbeit das Selbstbewusstsein stƤrken – mit diesem Credo geht Thomas Schaaf die ā€šMission Klassenerhaltā€˜ an. ā€žMan neigt in dieser Situation dazu, erst einmal das Negative zu sehen, aber wir schauen nicht, was alles nicht funktioniert hat. Es geht darum, sich über Erfolgserlebnisse zurückzuarbeitenā€œ, sagt Thomas Schaaf. Gleich in der ersten Einheit konnten die OffensivkrƤfte mit Torschussübungen daran arbeiten.

Schaaf: "Eine Herzensangelegenheit"

Thomas Schaaf mit ersten taktischen Anweisungen an die Mannschaft im Training in Barsinghausen

Der Cheftrainer mit ersten taktischen Anweisungen (Foto: WERDER.DE),

Für den Fußball-Lehrer heißt es jetzt: anpacken und aktiv sein, auch auf dem Feld. ā€žDie Arbeit besteht aus einem Mix aus GesprƤchen und Training auf dem Platz. Wir haben heute schon in verschiedenen Bereichen gearbeitet. Wichtig ist mir aber auch, die Spieler zu hƶren und ihnen meine Vorstellungen zu erklƤrenā€œ, erlƤutert Schaaf, für den das kurzfristige Engagement als Coach der Grün-Weißen eine emotionale und eine rationale Komponente hat.

Zum einen ist das Einspringen ā€žeine Herzensangelegenheitā€œ für den Double-Sieger von 2004. ā€žDie Überlegung war schon, ob ich mir selbst etwas vorzuwerfen hƤtte, nicht alles versucht zu haben, weil ich mich diesem Verein so verbunden fühleā€œ, so Schaaf. Zum anderen musste für Schaaf ein klarer Plan dahinterstehen, wie er mit dem Team in der kurzen Zeit bis zum Spiel am Samstagnachmittag inhaltlich arbeiten kann. Schaaf: ā€žEntscheidend ist, das Gefühl zu haben, etwas leisten undĀ erreichen zu kƶnnen.ā€œ Dass dieser Glaube da ist, war am Montag vom ersten Moment an zu spüren.