Wichtig ist auf dem Platz...und daneben!
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Werders Philosophie - Optimale Betreuung für das WERDER Gefühl
Der SV Werder Bremen möchte seinen Talenten ein bestmögliches Lernumfeld schaffen und ihnen die Chance bieten, ihrem Traum ein Stück näher zu kommen. Das Leistungszentrum der Grün-Weißen bietet dafür erstklassige Voraussetzungen: Optimale Trainingsanlagen und Einrichtungen sowie ein gut abgestimmtes schulisches Umfeld. Werder versteht es als Aufgabe, talentierte junge Spieler:innen individualisiert sowohl im sportlichen als auch im persönlichen, schulischen und beruflichen Bereich für die Zukunft auszubilden.
Der Grundgedanke: Vom Spieler aus denken!
Die Grün-Weißen verfolgen dabei den Ansatz der spielerzentrierten und spielorientierten Ausbildung und die daraus resultierenden allgemeinen und altersspezifischen Trainingsprinzipien sowie dazugehörige Vermittlungsmethoden. „Unser Grundgedanke ist, stets vom Spieler aus zu denken und ihm ein Lernumfeld zu kreieren, in dem er sich bestmöglich entwickeln kann“, erklärt Marc Dommer, Leiter des WERDER Leistungszentrums.
Damit sich ein Talent bestmöglich entfalten kann, wird an der Weser großen Wert auf die Art und Weise gelegt, wie der Fußball auf dem grünen Rasen ausgerichtet sein soll und wie der Ausbildungsfußball verstanden wird – für die Mannschaft als Gruppe, aber vor allem auch für jedes einzelne Talent. Der Trainer nimmt dabei eine zentrale Rolle ein, da er die Trainingsprozesse mit der sportlichen Leitung erarbeitet, sie in den Trainingsalltag integriert und letztendlich für das Gelingen verantwortlich ist.
Der Entwicklungsprozess bei den Talenten verläuft dabei völlig unterschiedlich. In einigen Altersstufen gibt es Spieler, die aufgrund ihrer noch fehlenden körperlichen Reife noch keinen großen Einfluss auf das Spiel und Ergebnis haben, aber möglicherweise über eine sehr gute Entwicklungsperspektive verfügen.
Die langfristige Perspektive steht daher beim SV Werder immer im Vordergrund. „Wenn wir vom Potential eines Spielers überzeugt sind, ist es unser Bestreben ihm auch in schwächeren Phasen das Vertrauen zu schenken, ihm Rückhalt zu geben. Wenn wir vom Spieler aus denken wollen, muss uns bewusst sein, dass er nicht in erster Linie Fußballer ist, sondern Mensch. Diesen individuell in seiner Ganzheit zu verstehen, ist notwendig, um Entwicklungsprozesse initiieren zu können“, so Dommer, der unterstreicht, dass Werder nicht nur die Leistung auf dem Platz in die Beurteilung des Entwicklungsprozesses mit einfließen lässt. Was geht in dem Spieler vor? Was treibt ihn an? Wie wirkt sein Umfeld auf ihn? Gibt es kulturelle Besonderheiten, auf die man achten muss? „All diese Faktoren spielen eine Rolle, wenn es darum geht, ob sich ein Spieler wohlfühlt und wir ihm ein leistungsorientiertes Entwicklungsumfeld bieten können“, verdeutlicht Dommer.
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Bilogisches / kalendarisches Alter
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Zwischen zwei 14-jährigen Talenten kann in Bezug auf die biologische Reife und dem kalendarischen Alter ein großer Unterschied herrschen. Kognitiv und körperlich schreitet die Entwicklung ungleich voran und auch die Entwicklung der Persönlichkeit nimmt einen großen Stellenwert ein.
Verschiedene Informationen werden benötigt, um Entwicklungspotenziale auszumachen und in die Trainingsplanung mit einfließen zu lassen. „Es kommt daher nicht selten vor, dass ein U15-Spieler gemeinsam mit einem U13-Talent trainiert, da sie ähnlich weit entwickelt sind.
Das biologische Alter wird auch in den Spielbetrieb integriert, in regelmäßigen Abständen finden daher sogenannte Bio-Banding Turniere statt, um die Perspektiven der Spieler differenzierter einschätzen zu können. Â
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Das soziale Umfeld und dabei vor allem die engste Familie spielen eine große Rolle – nicht nur in der Persönlichkeitsentwicklung, sondern auch in Bezug auf die motorischen Entwicklungsmöglichkeiten. Welche Werte werden dem Spieler in seinem Umfeld vermittelt? Lernt er von seinen Bezugspersonen konstruktiv mit Fehlern und Rückschlägen umzugehen? Kommt der Spieler aus einer sportlichen Familie? Sind die Geschwister sportlich aktiv? Welche sportlichen Interessen werden verfolgt? Sportler, die in ihrer Kindheit und Jugend viele motorische Erfahrungen gesammelt haben, verfügen über bessere Voraussetzungen in der Körperbeherrschung. Kinder, die von ihren Eltern erfahren haben, dass Scheitern keine Schande ist und dass Lernen immer möglich ist, haben gute Voraussetzungen für einen Weg im Leistungssport.
Unter Berücksichtigung dieser Informationen wird die Persönlichkeits- und Leistungsentwicklung unserer Spieler regelmäßig subjektiv und objektiv eingeschätzt und das Lernumfeld entsprechend ausgerichtet. Die subjektive Einschätzung bezieht sich auf definierte Talentkriterien wie Bewegungsfluss, Technik, physische Voraussetzungen im biologischen Altersvergleich, Persönlichkeitseigenschaften und kognitive Fähigkeiten. Die Einschätzung der objektiven Leistungsentwicklung erfolgt über Sprint-, Technik- und Kognitionstests. In höheren Altersstufen kommt eine qualitative Beurteilung auf der Ebene von Spieldaten hinzu (bspw. gegnerüberwindende Aktionen, Zweikämpfe oder die Qualität der Torabschlüsse).
Der Trainer - ein entscheidender Player
Wie bereits deutlich wurde, sehen wir den Trainer als einen entscheidenden Faktor in der Talententwicklung des SV Werder Bremen an. Ihm soll es gelingen, ein Umfeld zu erschaffen, in dem die Talente ihre Potenziale bestmöglich entfalten können. Der Trainer hat die Aufgabe eine Gruppe von Individuen neben der reinen Fußballausbildung werteorientiert zu führen und eine Höchstleistungskultur zu prägen. Gleichzeitig trägt er die Verantwortung für die physische und psychische Gesundheit der ihm anvertrauten Spieler mit.
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Werder-Trainer leiten ihre Schützlinge nicht permanent an, sondern stellen Aufgaben, lassen die Spieler selbst Lösungen finden, geben Feedback und Hilfestellungen, verstärken positiv und kritisieren konstruktiv. Entwicklung und Wachstum, sowohl als Fußballer als auch als Persönlichkeit, stehen im Mittelpunkt allen Trainerhandelns.
Die Beziehungsebene zu seinen Spielern soll von Ehrlichkeit, Klarheit, Vertrauen und aufrichtiger Zuwendung geprägt sein. Empathie, Einfühlungsvermögen und Überzeugungsfähigkeit sind neben der Fachkompetenz die zentralen Eigenschaften, um Werder-Trainer sein zu können. Unsere Trainer sind begeistert von Talentförderung, sie möchten Potenziale zur Entfaltung kommen lassen und junge Menschen auf ihrem Weg unterstützen und begleiten.
Dementsprechend wird die Trainerentwicklung in unserem LZ großgeschrieben. Regelmäßige Feedback- und Reflexionsprozesse, interne und externe Fortbildungen, sowie Mentorenprogramme sind Teil unseres Weiterbildungsprogrammes.
Die kurzen Wege bei Werder begünstigen dies. Alle hauptamtlichen Trainer, die sportlichen Leiter und einige Scouts und Analysten sitzen in der Ostkurve des Weserstadions nur wenige Meter auseinander. So ergibt sich ein natürliches Umfeld zum Austausch.
Gezielte Feedback-Gespräche ermöglichen es, Potenziale auszumachen und Entwicklungsprozesse anzustoßen. Grundsätzlich geht es auch bei den Trainern jederzeit darum, die Leistung zu optimieren und zu überlegen, wie mit Hilfe von Inhalt, Kommunikation, Körpersprache und Auftreten noch ein paar Prozentpunkte herausgeholt und Trainer die beste Version ihrer selbst werden können.
Beispielsweise werden im Rahmen von Reflexionswochen alle hauptamtlichen Cheftrainer eine Woche im Jahr mit zwei Kameras gefilmt – in Besprechungen, Trainingseinheiten und auch während des Spiels. Das Material werten Trainer und sportlicher Leiter anschließend gemeinsam aus. In diesem Zuge werden Inhalte, Organisation, Lehrverhalten aber auch die Reaktionen und das Verhalten der Spieler analysiert und Optimierungsmöglichkeiten identifiziert.
Somit ergeben sich auch für Trainer individuelle Entwicklungspläne auf der Basis ihrer Performance in Bezug auf Spielerentwicklung, Trainings- und Spieltagsgestaltung, Vermittlungsmethodik und Umsetzung der Trainerrolle.
Maßnahmen zur Trainerentwicklung
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