Wolfgang Rolff macht auf Kinderarbeit aufmerksam
31.08.06

Werders Co-Trainer Wolfgang Rolff mit den Schülern und Schülerinnen der Klasse 9i des Schulzentrums Findorff.
Profis
Donnerstag, 31.08.2006 / 16:26 Uhr
Werders Co-Trainer Wolfgang Rolff will auf die Kinderarbeit in Afrika, Asien und Südamerika aufmerksam machen. Aus diesem Grund besuchte der 46-Jährige am Donnerstag eine Ausstellung der Klasse 9i des Schulzentrums Findorff im Überseemuseum. Die Schulklasse hatte sich im Rahmen des Projektes "FIES – Forschen In Eigener Sache" mit dem Thema "Kinderwelten – Draußen spielen und arbeiten" auseinandergesetzt. Im Mittelpunkt des Themas stand das Leben von Kindern in Afrika und wie es sich von dem eigenen Leben der Schüler und Schülerinnen unterscheidet. Dabei wurde nicht nur untersucht, wie und mit was die Kinder in Afrika spielen, sondern auch, wie sie bereits im jungen Alter zum Lebensunterhalt der Familien beitragen.
"Wenn man sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt, bekommt man ein ganz anderes Bewusstsein für diese Probleme und geht ganz anders mit ihnen um", erklärte Wolfgang Rolff, der dabei beispielsweise an die Herstellung von Fußbällen denkt: "Es ist unglaublich, dass jemand 700 Stiche benötigt, um einen Fußball zu nähen und dafür nur 40 Cent bekommt. Vor allem, wenn man weiß, für wieviel Geld die Bälle später verkauft werden."
Noch bis zum Sonntag, 03.09.2006, kann die Präsentation der Klasse im Überseemuseum besichtigt werden. Am letzten Ausstellungstag werden auch die Schüler und Schülerinnen vor Ort sein und ihre Ergebnisse an vielen Ausstellungsstücken, Videos und Bildern erklären sowie in einer Ballwerkstatt demonstrieren, wie man Bälle aus verschiedenen Stoffen (z. B. Bananenblättern) herstellen kann. Neben "Kinderwelten – Draußen spielen und arbeiten" umfasst die gesamte Ausstellung des Projektes "FIES" vier weitere Themenkomplexe mit den Titeln "Familie in Japan", "Verliebt sein in anderen Kulturen", "Ist China entwickelt?" und "Kochbuch der Kontinente, Jugend kocht international".
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