Round-Up: Twente mit „etwas Glück“ bei Feyenoord
18.10.10

Keinen Zentimeter Raum gaben sich Roberto Rosales und Leroy Fer im hart umkämpften Duell zwischen Twente Enschede und Feyenoord Rotterdam.
Profis
Montag, 18.10.2010 / 10:36 Uhr
Weiterhin ungeschlagen, weiterhin mittendrin im Rennen um die Tabellenspitze der niederländischen Eredivisie befindet sich Werders nächster Champions-League-Kontrahent. Twente Enschede sicherte sich am späten Samstagabend drei wichtige Punkte im Auswärtsspiel bei Feyenoord Rotterdam. Ex-Nationalspieler Denny Landzaat erzielte gegen seinen ehemaligen Verein, den er erst im vergangenen Sommer in Richtung Enschede verlassen hatte, das einzige Tor der Partie und verhalf Twente somit zu einem etwas schmeichelhaften 1:0-Erfolg in „De Kuip“.
Enschede weiter ungeschlagen in der Eredivisie
Gerade sieben Minute war der 34-Jährige auf dem Feld, ehe ihn Mitspieler Douglas bediente und er einen verdeckten Schuss aus 20 Metern zielgenau ins Eck schob (78.). „Das war heute sicherlich nicht unsere beste Leistung, die wir hier gezeigt haben“, gestand Twente-Trainer Michel Preud’homme, „wir hatten uns vorgenommen, besonnen zu agieren. Allerdings haben wir im ersten Durchgang dann zu ruhig gespielt, viele Zweikämpfe verloren, unser Passspiel funktionierte nicht. Erst nach der Pause sind wir besser ins Spiel gekommen.“ Und mit „etwas Glück“ gelang sogar noch die volle Punktausbeute. Immerhin traf Twentes Angreifer Marc Janko in Folge der einzig wirklich vorgetragenen Kombination in Hälfte eins per Kopf die Latte, aber lange Zeit setzte Feyenoord die Akzente, störte früh und beschäftigte den Meister unentwegt. Pech hatten die Hausherren ihrerseits einige Male - unter anderem, als ein verunglückter Klärungsversuch von Gäste-Innenverteidiger Douglas vom Innenpfosten nur auf die Linie sprang und nicht ins Netz kullerte (45.). So jedoch blieb in der Tabelle alles beim Alten. Eindhoven führt mit 21 Punkten, es folgen Ajax (20) und Twente Enschede (19).
Ein wohliges Nest bereitet sich derzeit Tottenham Hotspur in der obersten Region der englischen Premier League. Dank des 2:1-Auswärtssieges im Craven Cottage des FC Fulham festigten die Spurs Rang fünf in direkter Reichweite zur mächtigen Phalanx aus Manchester United, Arsenal London, Manchester City und dem FC Chelsea.
Trainer Harry Redknapp verwies nach Spielschluss noch einmal ausdrücklich auf die Schwierigkeit dieser Mission. „Das hier ist ein äußerst schwieriges Auswärtsspiel, ein äußerst anspruchsvoller Ort, um überhaupt etwas mitnehmen zu können, insbesondere, wenn man in Rückstand gerät.“
Gallas: „Wir wollen dieses Jahr etwas erreichen, also müssen wir oben dranbleiben“
Und genau dieses Szenario war seinem Team in der 30. Minute auch widerfahren. Clint Dempsey mühte sich im Strafraum erfolgreich gegen zwei Spurs-Verteidiger, legte im Fallen quer an den langen Pfosten, wo der vollkommen vergessene Diomansy Kamara aus fünf Metern zur Führung traf. Doch nur 57 Sekunden später geriet der Schock bereits wieder in Vergessenheit. Gareth Bales weite Flanke aus dem Halbfeld nahm Rafael van der Vaart herrlich an, lupfte daraufhin aus acht Metern auf die Latte - ein jeder schlief, außer Roman Pavlyuchenko, der staubte unbehelligt ab. Die Entscheidung fiel dann auf durchaus umstrittene Art und Weise. Zwar gelang Tom Huddlestone voll geballter Entschlossenheit aus gut und gerne 25 Metern eine Augenweide von einem Fernschusstor, jedoch stand der aufgerückte William Gallas dabei einen Schritt im Abseits.
Der Linienrichter signalisierte sogar das Vergehen, Schiri Dean ließ sich in seinem Entschluss jedoch nicht beirren (63.). Für Fulham bedeute es überhaupt die erste Niederlage der laufenden Saison. „Wir wollen in dieser Saison etwas erreichen, also müssen wir auch oben dran bleiben”, sagte William Gallas pragmatisch, „Fulham spielt wirklich guten Fußball, sie sind sehr stark, aber ich denke, wir waren auch stark, vielleicht sogar ein bisschen stärker als sie. Am Ende haben wir uns die drei Punkte gesichert, und das zählt.“
Eto’o so stark, so unheimlich stark...
So stark, so unheimlich stark wie und je präsentierte sich Inter Mailands Weltklasse-Angreifer Samuel Eto’o auch am siebten Spieltag der Serie A gegen Cagliari Calcio wieder. Mit einer grazilen und gleichzeitig explosiven Haken verdutze der Kameruner Gegenspieler Davide Astori, um darauf staubtrocken mit dem linken Fuß aus 17 Metern das 1:0-Siegtor zu vollenden (39.). Es war mit Abstand der sportliche Höhepunkt des Nachmittages, nachdem die Partie schon nach drei Minuten aufgrund gezielter Schmährufe gegen die Inter-Akteure Eto’o, Maicon und Biabiany unterbrochen werden musste. „Drei fundamentale Punkte“ registrierte Mittelfeldspieler Dejan Stankovic zufrieden auf der Habenseite, während Trainer Rafael Benitez hinzufügte: „Es war ein wichtiger Sieg. Wir hatten das Spiel - bis auf ein, zwei Fehler - unter Kontrolle.“ Erst drei Gegentore haben die Nerazzurri in sieben Spielen zugelassen. Ebenso wie Lokalrivale AC Milan fehlen dem Titelverteidiger noch zwei Punkte auf Spitzenreiter Lazio Rom.
von Maximilian Hendel
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