Familienmensch: Pizarros Vorfreude aufs Wochenende

12.09.08

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Claudio Pizarro und Ehefrau Carla haben drei Kinder: Claudio jun., Antonella und Gianluca.

Profis

Freitag, 12.09.2008 / 15:02 Uhr

Auf die Wochenenden freut sich Werder-Stürmer Claudio Pizarro ganz besonders. Einerseits weil Fußball gespielt wird, andererseits weil die Familie dann meistens aus London nach Bremen kommt. "Wir planen, dass sie jedes Wochenende hier ist. Leider spielen wir aber nicht jedes Wochenende zu Hause", erzählt der Stürmer im ausführlichen WERDER MAGAZIN-Interview, das unter anderem den Familienmenschen Pizarro näher vorstellt. Ein Thema, dass beim 29-Jährigen ganz hoch im Kurs steht. "Ich vermisse meine Familie zwar sehr, aber so wie wir es jetzt machen, ist es dennoch am besten", sagt der Peruaner und verrät, dass die Gründe für die momentane räumliche Trennung vor allem zum Wohl der Kinder sei.

"Als wir nach London gezogen sind, mussten die Kinder viele Freunde zurücklassen. Antonella hat sich in London sehr schnell mit einem argentinischen Mädchen angefreundet. Aber Claudio hat seine Münchner Freunde sehr vermisst, die Zeit in London war für ihn am Anfang nicht sehr schön. Jetzt hat er sich gut eingelebt. Und es wäre wirklich hart gewesen, wenn er schon wieder in eine andere Schule hätte gehen sollen", berichtet der Stürmer.

Nach Bremen holt er seine Kinder dennoch gern, um sie auch auf ihre Wurzeln hinzuweisen. Claudio junior und Tochter Antonella sind schließlich an der Weser geboren. "Als meine Familie nach Bremen zum Spiel gegen Schalke kam, waren alle total begeistert. Natürlich waren die Kinder damals noch sehr klein, aber ich habe ihnen erzählt, dass sie hier geboren wurden. Leider konnten sie erst zwei Tage hier sein und nicht so viel von Bremen sehen."

Claudio Pizarros jüngster Sohn ist dagegen ein echter Münchner. Doch er ist nicht die einzige Verbindung nach Bayern. Der jüngere Bruder des Werder-Stürmers, Diego Pizarro, spielt in den Juniorenteams des FC Bayern. "Er hat sicher das Zeug, ein europäischer Spitzenspieler zu werden. Mittlerweile spiel er seit drei Jahren bei Bayern München, derzeit in der A-Jugend. Und mit den Profis war er zum Beispiel bereits zum Testspiel in Thailand. Er ist auf einem guten Weg. Und ich wünsche ihm alles Gute. Vielleicht spielen wir ja bald in der Bundesliga gegeneinander." Es scheint so, als könne sich der Peruaner vorstellen, sich über einen längeren Zeitraum in Deutschland auf die Wochenenden zu freuen als nur dieses eine Jahr bei Werder.

Auch über dieses Thema sowie über die abgekühlte Freundschaft mit Ailton oder den Vergleich zwischen Werder und Chelsea spricht Claudio Pizarro im großen WERDER MAGAZIN-Interview. Das Heft ist ab sofort im Zeitschriftenhandel, aber auch beim Heimspiel am Wochenende für 1,50 Euro erhältlich.