Ein Fels in der Brandung

07.11.23 von Von Moritz Studer

Jens Stage hilft Werder in einer neuen Rolle

Jens Stage schreit seine Freude nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich in Hoffenheim raus.

Stage bildete in den letzten drei Spielen mit Bittencourt und Schmid eine Achse (Foto: W.DE).

Profis

Dienstag, 07.11.2023 / 16:00 Uhr

Von Moritz Studer

Jens Stage ist aus dem Mittelfeldzentrum des SV Werder nicht mehr wegzudenken. In seinem zweiten Jahr an der Weser begann der Däne in neun von zehn Ligaspielen in der Startformation. Lediglich Mitchell Weiser stand im internen Ranking der grün-weißen Dauerbrenner 35 Minuten länger auf dem Platz. In den vergangenen drei Bundesliga-Begegnungen lief Stage in seiner neuen Rolle als Sechser auf. Insbesondere beim 2:2-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg überzeugte der 26-Jährige als Fels in der Brandung.

Zum ersten Mal in der Saison 2023/24 veränderte Cheftrainer Ole Werner seine Aufstellung im Vergleich zur Vorwoche nicht. Einerseits bereiteten dem Fußball-Lehrer keine weiteren Verletzungen Sorgen, andererseits überzeugte das bestehende Personal auf ihren Positionen. Dazu gehörte auch die Mittelfeldachse um Leonardo Bittencourt, Romano Schmid und Jens Stage. „Leo spielt etwas defensiver, Romano hat die offensivere Rolle“, erklärt Stage, der selbst die letzte Absicherung vor der Abwehr ist. „Das hat zuletzt sehr gut funktioniert, ich versuche meine Stärken miteinzubringen.“

Mit viel Herzblut für die Defensivarbeit verlieh der ehemalige dänische Nationalspieler dem SV Werder viel Stabilität. Der Rechtsfuß führte viele persönliche Duelle und war mit einer Quote von 71,4 Prozent der beste Zweikämpfer auf dem Platz. Dabei muss sich Stage zunächst an seine veränderte Position gewöhnen. „Als Achter kann ich mehr auf die Box zu gehen“, erklärt der gebürtige Højbjerger. „Auf der Sechs muss ich daran arbeiten, mit dem Ball ein bisschen ruhiger zu werden.“

Die Zahlen stellen dem ehemaligen Kopenhagener jedenfalls ein sehr ordentliches Zwischenzeugnis aus. In den vergangenen Partien hat sich der SVW, auch dank der nötigen Kontinuität durch ausbleibende Ausfälle, in der Arbeit gegen den Ball stabilisiert. „Wir arbeiten alle sehr gut, stehen kompakter und ermöglichen dem Gegner weniger Chancen“, sagt Stage, der sich voll in den Dienst seiner Mannschaft stellt. „Für mich ist es schwieriger, auf der Sechs zu spielen, weil ich normalerweise auf der Acht spiele. Ich will aber dort helfen, wo ich gebraucht werde.“

Fels in der Brandung. ????????????

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— SV Werder Bremen (@werderbremen) November 6, 2023