Der nächste Angriff

14.02.24 von Von Moritz Studer

Romano Schmid vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln

Romano Schmid jubelt nach seinem Tor gegen Heidenheim.

Im Heimspiel gegen Heidenheim erzielte Romano Schmid sein 2. Saisontor (Foto: W.DE).

Profis

Mittwoch, 14.02.2024 / 16:00 Uhr

Von Moritz Studer

Romano Schmid kann sich nicht wirklich über sein zweites Saisontor freuen. Zwar sei es für ihn wichtig gewesen, einen seiner vermehrten Laufwege in den Strafraum mit seinem Kopfballtreffer belohnt zu haben, trotzdem blieben die Hände bei der 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim leer. Gleichzeitig macht sich der Österreicher keine Sorgen, dass das Ende der Serie sieben ungeschlagener Spiele, den SV Werder aus der Bahn werfen könnte. „Wir müssen die Freude, Fußball spielen zu wollen, beibehalten“, sagt Schmid vor dem bevorstehenden Auswärtsspiel beim 1. FC Köln im Gespräch mit WERDER.DE. „Uns bringt keiner aus der Ruhe, wir wollen jetzt wieder angreifen.“

Diese Spielfreude und Einsatzbereitschaft legt Romano Schmid immer vorbildlich an den Tag. Immerhin zählt er zu den zehn zweikampffreudigsten Bundesliga-Spielern. „Es gehört zu meiner Spielweise dazu, in Spielen mit vielen Zweikämpfen auf die zweiten Bälle zu gehen und selbst das Eins gegen Eins zu suchen“, erklärt der gebürtige Grazer, der in Köln mit Eric Martel auf einen Gegenspieler treffen könnte, der ähnlich viele persönliche Duelle sucht. „Ich fahre besser damit, wenn ich nicht auf den Gegner schaue, sondern versuche der Mannschaft zu helfen, indem ich mein eigenes Spiel durchziehe.“

"Weiß nicht, ob ich sowas nochmal erleben werde"

Romano Schmid überwindet Effzeh-Keeper Marvin Schwäbe aus spitzem Winkel.

Spitzer Winkel? Kein Problem! Schmid bei seinem ersten Bundesliga-Tor gegen Köln (Foto: W.DE).

Trotzdem erfüllte sich Schmid im Duell mit den Domstädtern im vergangenen Jahr schon einen Kindheitstraum. Zum Ablauf der vergangenen Spielzeit erzielte der siebenfache österreichische Nationalspieler sein erstes Bundesliga-Tor gegen den Effzeh. „Das hätte schon viel früher passieren können“, schmunzelt der Offensivallrounder, um dann den Blick auf die bevorstehende Aufgabe zu werfen. „Köln hat eine gute Mannschaft, vor der wir uns aber nicht verstecken brauchen. Dafür müssen wir das auf den Platz bringen, was uns in den letzten Wochen ausgezeichnet hat: Dass wir jeden Meter verteidigen, jeder für den anderen ausbessert und wir über Phasen im Spiel richtig guten Fußball spielen.“

Freitagabend, Flutlicht, RheinEnergieSTADION – die Rahmenbedingungen werden es den Grün-Weißen bei der bevorstehenden Aufgabe in der Rheinmetropole nicht einfach machen. Sicherlich wird das Heimpublikum versuchen, ihre Mannschaft zu tragen, wovon sich Schmid & Co. aber nicht bremsen lassen wollen. „Abendspiele sind immer cool, ich weiß aber nicht, ob ich in meiner Karriere nochmal sowas erleben werde wie jetzt am Wochenende“, schwärmt Werders Nummer 20 von der Stimmung beim Jubiläumsspieltag. „Trotzdem freuen wir uns sehr auf das Freitagabendspiel und fahren nach Köln, um dort zu gewinnen.“ Der nächste Angriff für eine neue Serie.