Gutes Zwischenfazit, aber die Erfahrung mahnt
14.11.22 von Von Moritz Studer
Frank Baumann blickt im signify VIP-Talk auf das Sportjahr zurück

Frank Baumann ist mit der bisherigen Werder-Saison zufrieden (Foto: nordphoto).
Profis
Montag, 14.11.2022 / 12:35 Uhr
Von Moritz Studer
Ein langes, emotionales Sportjahr liegt hinter dem SV Werder Bremen. Als Tabellensiebter der 2. Bundesliga sind die Grün-Weißen ins Jahr 2022 gestartet, um es im Mittelfeld des Oberhauses abzuschließen. „Die Mannschaft hat den Schwung des Aufstiegs gut mit rüber genommen“, resümierte Geschäftsführer Sport Frank Baumann am Samstagabend im signify VIP-Talk am Mikrofon von Stadionsprecher Arnd Zeigler. Dennoch mahnt die Vergangenheit, dass das gemeinsame Ziel noch nicht erreicht ist.
Baumann sprang für das interessierte Publikum im VIP-Bereich als Vertretung von Niclas Füllkrug ein, der sich aufgrund einer Behandlung und dem engen Terminplan vor der Abreise zur Nationalmannschaft entschuldigen ließ. Dass die sportliche Nominierung des Torjägers auch eine Auszeichnung für den Gesamtverein ist, bestätigte auch Baumann.
„Es ist keine Selbstverständlichkeit als Aufsteiger einen Spieler in der Nationalmannschaft zu haben – zu Mal er hier im Internat gewohnt und in unserem Leistungszentrum gespielt hat“, lobte Baumann, der selbst 28 Länderspiele bestritten hat. „Neben seinen fußballerischen Fähigkeiten spricht es auch für seinen Charakter, dass er nach seiner Verletzung 2019 so zurückgekommen ist.“
"Wir haben erlebt, dass wir bis zum Ende Gas geben müssen."

Frank Baumann (r.) und Clemens Fritz beim Training. (Foto: nordphoto).
Trotz der 1:2-Niederlage gegen Leipzig ließ sich Baumann seine insgesamt gute Laune nicht trüben. Der ehemalige Bundesliga-Profi attestierte der Mannschaft eine gute Moral, die einen Zähler verdient gehabt hätte. „Die Jungs haben tolle Leistungen und Moral gezeigt und auch verdient diese 21 Punkte geholt“, sagte der gebürtige Würzburger. „Die Mannschaft kann stolz darauf sein, was sie in diesem Jahr mit tollem Fußball und Leidenschaft erreicht hat.“
Gleichzeitig ist aber auch klar, dass diese Zwischenbilanz nicht für die gemeinsamen Ziele reicht. Die Erfahrung mit dem Bundesliga-Abstieg 2021 lässt keine dauerhafte Zufriedenheit zu. „Wir haben erlebt, dass wir bis zum Ende Gas geben müssen und erst gerettet sind, wenn es auch auf dem Papier feststeht“, erinnerte sich Baumann. „Wir haben jetzt eine lange Pause vor uns, in der wir uns erholen können. Danach bin ich optimistisch, dass wir unser Ziel, den Klassenerhalt, erreichen.“
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