"Ein Spiel, was man nicht so schnell vergisst"

23.05.25 von Von Fiona John und Marcel Kuhnt

Die Stimmen zum historischen DFB-Pokalerfolg der U19

Die Mannschaft jubelt vor der Kurve mit dem Pokal

Der SV Werder Bremen gewinnt erstmals den DFB-Pokal der Junioren (Foto: W.DE).

Junioren

Freitag, 23.05.2025 / 23:39 Uhr

Von Fiona John und Marcel Kuhnt

Emotional, beeindruckend, unglaublich: Der 2:0-Finalerfolg im DFB-Pokal der Junioren des SV Werder Bremen über den Karlsruher SC ist vieles gewesen. In erster Linie jedoch historisch. Noch nie konnten die Grün-Weißen diesen Wettbewerb für sich entscheiden, was den Sieg vor über 8.000 Zuschauer*innen im Karl-Liebknecht-Stadion so besonders macht. „Sie können stolz auf sich sein“, beschreibt Clemens Fritz, Geschäftsführer Fußball, das Gefühl, was ihn und alle Werder-Fans nach diesem Match erfüllt.

Zum Spiel

Zweikampfszene aus dem Spiel Werder - KSC

Das Spiel war über 120 Minuten ein Fight (Foto: W.DE).

Cédric Makiadi, U19-Cheftrainer: "Ich bin einfach glücklich, dass wir es geschafft haben nach so einer tollen Saison den Pokal in die Höhe zu hieven. Das hätte man nicht besser schreiben können. Als nach 90 Minuten feststand, dass wir in die Verlängerung gehen, kam schon der Gedanke 'schon wieder', aber es war kein negativer Gedanke, eher der Gedanke, dass wir das ja schon kennen und dann nehmen wir es an. Das haben wir gemacht."

Patrice Covic, Torschütze zum 1:0: "Wir haben über 120 Minuten gekämpft und daran geglaubt. Ich fand, dass wir schwer in die Partie gekommen sind. Nach zehn, fünfzehn Minuten waren wir besser drin. Letztlich haben wir uns für eine großartige Teamleistung belohnt und auch aus meiner Sicht verdient gewonnen. Es war der pure Wille."

Geburtstagskind Karim Coulibaly: "Es ist ein tolles Geschenk. Ich freue mich hier zu sein, die Mannschaft hat das verdient. Wir haben 120 Minuten gekämpft und uns belohnt. Es war ein verdienter Sieg. Am Anfang war es aber schwer, Karlsruhe hatte viel den Ball und hat Druck gemacht, wir haben aber gegengehalten. Dann haben wir gezeigt, was wir können. Was wir die ganze Saison schon bewiesen haben, haben wir wieder geschafft."

Kapitän Wesley Adeh: "Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich bin sehr stolz auf das ganze Team. Wir haben 120 Minuten gekämpft. Wir haben Geschichte geschrieben. Wir haben den KSC genauso erwartet. Nach der Videoanalyse haben wir schon gewusst, dass uns sehr viel Kampf, sehr viel hin und her erwarten wird. Wir haben das bis zum Ende gut gemeistert. Wir wissen, dass wir unsere Leistung auf lange Zeit hochhalten können, das haben wir schon gegen Köln und Frankfurt bewiesen. Das können andere Teams nicht so wie wir."

Clemens Fritz, Geschäftsführer Fußball: "Die Jungs haben Historisches geschafft. Sie können stolz auf sich sein. Es war sicherlich nicht das beste Spiel von uns. Doch sie haben puren Willen gezeigt sowohl auf dem Platz als auch von der Bank. Alle wollten diesen Erfolg unbedingt und haben ihn sich auch verdient."

Zum Tor

Patrice Covic jubelt über seinen Treffer im Pokalfinale

Reine Ekstase: Patrice Covic traf zum 1:0 gegen den KSC (Foto: W.DE).

Cédric Makiadi: "Das 1:0 ist herausragend rausgespielt. Arda, der reingekommen ist und uns gute Energie gebracht hat, schlägt eine super Flanke, Patrice wuchtet sich da rein. Der war schon fix und fertig. Trotzdem hat er die letzte Energie aus sich rausgeholt. Dann macht er das Tor und musste kurz danach ausgewechselt werden, weil er schon im Spiel in der Verlängerung schwere Beine hatte. Da nochmal das Letzte aus sich herauszuholen zeigt, dass die Jungs von der Mentalität alles geben. Es war ein Vulkanausbruch nach dem Tor, das wir alle gefeiert haben."

Patrice Covic: "Ich habe gerufen, doch er musste mich gar nicht sehen. Der Ball war perfekt gespielt, so dass ich nur den Fuß reinhalten musste. Danach hat sich mein Kopf nur noch gedreht. Die Fans, die Mannschaft, alle haben geschrien. Einfach nur Emotionen."

Clemens Fritz: "Patrice war sinnbildlich für das gesamte Team. Wie er in der Verlängerung mit Krämpfen alles reingeworfen hat, war beeindruckend. Alle haben sich auf dem Platz aufgeopfert. Daher ein riesiges Kompliment an alle Beteiligten."

Zur Kulisse

Cédric Makiadi: "Ich fand den Rahmen diesem Spiel angemessen. Es ist, in Anführungszeichen, nur ein U19-Spiel und trotzdem hast du so zahlreiche Fans, die am Freitagabend von Bremen hierherreisen und unser Team unterstützen. Riesengroßen Dank und Kompliment an die Fans, wie sie unsere Jungs lautstark nach vorne gepeitscht haben. Chapeau."

Patrice Covic: "Wir kamen ins Stadion und wussten, dass uns viele Werder-Fans begleiten werden. Das es so viele wurden, ist einfach nur der Wahnsinn. Sie haben uns 120 Minuten gepusht und nur noch Gänsehaut. Ich hoffe, dass wir mit dem Sieg den Fans auch etwas zurückgeben konnten. Es bleibt ein Spiel, dass man nicht so schnell vergessen wird und in Erinnerung bleibt."

Wesley Adeh: "Es war eine unglaubliche Kulisse. Die Werder-Fans haben uns von der ersten bis zur letzten Minute angefeuert und nie leise gemacht. Sie haben ihren Teil dazu beigetragen, dass wir gewonnen haben. Einen großen Dank an die Fans."

Clemens Fritz: "Die Kulisse war unglaublich. Es gab im Spiel Situation, wo das Team die Unterstützung von den Rängen gebraucht hat. Und unsere Fans waren mal wieder fantastisch. Den Jubel nach dem Spiel mit der Kurve haben sich alle verdient."

Die U19 steht im Kreis, im Hintergrund sind die Werder-Fans

Über 2.500 Werder-Fans waren beim Finale dabei (Foto: W.DE).

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