Norddeutsche U20-Meisterschaften: Borna Bujdo stellt neue Bestzeit auf

15.07.24 von FRANK BÜTER

Nummer eins in U20-Rangliste

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So schnell wie derzeit kein anderer Hürdenläufer seiner Altersklasse: Borna Bujdo.

Leichtathletik

Montag, 15.07.2024 / 21:45 Uhr

von FRANK BÜTER

Quelle: Weser-Kurier SPORT 15.07.24, S. 23

Borna Bujdo hat ein dickes Ausrufezeichen gesetzt: Mit einer Zeit von 52,88 Sekunden sicherte sich der 19-Jährige am Sonnabend über 400 Meter Hürden den Titel bei der norddeutschen Meisterschaft der Leichtathleten in Lübeck. 52,88 Sekunden bedeutet nicht nur eine neue persönliche Bestzeit f��r den Athleten des SV Werder Bremen, es ist aktuell auch die schnellste Zeit eines deutschen 400-Meter-Hürdenläufers in der U20-Rangliste.

Bujdo hat also im Lübecker Stadion Buniamshof einmal mehr sein großes Potenzial unter Beweis gestellt. Dreizehn Hundertstel fehlen ihm jetzt noch, um die DLV-Norm für die U20-Weltmeisterschaft Ende August in Lima/Peru zu erfüllen. "Das macht er noch", sagt Werders Sportwart Andrei Fabrizius. Dieser Lauf habe die letzten Zweifel beseitigt, "es war ein deutliches Signal, dass es in die richtige Richtung geht". In zwei Wochen findet nun in Koblenz die deutsche Meisterschaft in diesem Altersbereich statt. "Wir werden uns gut darauf vorbereiten – und dann soll es klappen", sagt Fabrizius. Klappen mit dem Titelgewinn und der WM-Norm.

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Auch Sandy Sakyi sicherte sich den Titel in Lübeck.

Die Norm für Lima bereits erfüllt hat derweil Bujdos Vereinskameradin Sandy Sakyi. Mit 13,69 Sekunden hat die 100-Meter-Hürdenspezialistin bei der Junioren-Gala in Mannheim im Juni den U20-Landesrekord verbessert und die vom DLV geforderte Zeit unterboten. Um aber für Lima nominiert zu werden, muss die 18-Jährige bei der anstehenden DM Erste oder Zweite werden. Zurzeit buhlen immerhin acht Athletinnen um das WM-Ticket, "das Niveau ist hoch", sagt Sportwart Fabrizius. In Lübeck lief Sakyi in 14,16 Sekunden erwartungsgemäß zum Titel, bei der Zeit war eine Woche nach ihrem Ausstieg bei der U23-DM in Mönchengladbach indes noch Luft nach oben. "Für Sandy ging es in erster Linie darum, wieder in den Rhythmus zu kommen und zwei saubere Läufe hinzulegen", sagt Andrei Fabrizius. "In Koblenz gilt es jetzt."