Starker Saisonabschluss: Werder gewinnt in Leverkusen

STARKE NERVEN BEIM 33:32-KRIMI

01.06.26

Foto: Bayer 04 Leverkusen/J. Dembinski

Der SV Werder Bremen hat die Spielzeit 2025/2026 in der 2. Alsco Handball-Bundesliga Frauen mit dem sechsten Sieg in Folge beendet. Bei Bayer 04 Leverkusen setzte sich die Mannschaft von Trainerin Renee Verschuren mit 33:32 (17:16) durch.

Obwohl bereits vor der Partie feststand, dass die Grün-Weißen in der Abschlusstabelle Rang sieben belegen und damit die beste Platzierung seit ihrer Liga-Zugehörigkeit erreichen würden, ließ das Team von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, dass die Siegesserie auch am letzten Spieltag nicht enden sollte. Dabei trafen sie allerdings auf einen Gegner, der nach ebenfalls fünf Erfolgen in Serie den gleichen Plan verfolgte.

So entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, bei der der SV Werder in der siebten Minute erstmals eine Zwei-Tore-Führung herauswarf (5:3). Leverkusen glich jedoch schnell wieder zum 5:5 aus. Die Gäste hatten im gesamten ersten Durchgang leichte Vorteile. Doch auch nach der 12:8-Führung (18. Minute) stellte Bayer beim 13:13 (24.) wieder den Gleichstand her.

Nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild: Werder erhöhte die 17:16-Pausenführung durch Treffer von Malin Pods und Leni Ruwe schnell auf 19:16 und lag auch nach 48 Minuten mit 29:26 vorn. Drei Bayer-Treffer in Folge zum 29:29 (52.) läuteten dann jedoch eine spannende Schlussphase ein. Zwar legten die Grün-Weißen immer wieder vor. Das 33:31 durch Luise Albert drei Minuten vor dem Abpfiff war jedoch der letzte Werder-Treffer der Saison. Da Bayer wenig später den Anschluss schaffte und Emma Ruwe 30 Sekunden vor Schluss mit einem Siebenmeterwurf scheiterte, bekamen die Gastgeberinnen noch einen Angriff, bei dem Linksaußen Dana Gruner jedoch am Pfosten scheiterte. Auch Bayers direkter Freiwurf nach der Schlusssirene ging übers Tor.

„Leverkusen war der erwartet schwere Gegner. Wir haben mit einer sehr reifen und abgeklärten Leistung über die gesamten 60 Minuten dagegengehalten und dürfen sehr stolz darauf sein. Leverkusen hat nur einmal beim 8:7 geführt. Wir haben auch in der spannenden Schlussphase die Ruhe bewahrt und uns diesen Sieg verdient“, resümierte Werder-Trainerin Renee Verschuren und zog ein positives Fazit der Spielzeit: „Wir haben über Monate sehr stabil gespielt und uns kaum wirkliche Schwächephasen erlaubt. Die lange Serie ungeschlagener Heimspiele und der klare Sieg gegen Meister HC Leipzig waren nur zwei von mehreren Highlights. Das Tempospiel und unsere sehr ausgeglichenen Mannschaftsleistungen waren die größten Trümpfe.“

Die Statistik belegt die Einschätzung Verschurens eindrucksvoll: Nur drei Teams warfen mehr Tore als die Grün-Weißen (915). Mit Emma Ruwe, Leni Ruwe und Luca Schumacher erzielten drei Spielerinnen mindestens 100 Treffer – nur bei den Füchsen Berlin und bei Bayer Leverkusen schafften dies vier Spielerinnen. Gleich neun Werderanerinnen trafen 50 Mal oder mehr. Auch hier weisen mit Meister HC Leipzig und Mainz 05 nur zwei Teams einen besseren Wert (zehn) auf.

Für den SV Werder Bremen spielten: Yasmin Friesen, Wioleta Pajak – Malin Pods (5), Luca Schumacher (5), Leni Ruwe (4), Emma Ruwe (4/3), Luise Albert (3), Meike Becker (3), Farina Meyer (3), Mara Birk (3/3), Anna Lena Bergmann (1), Tessa Budelmann (1), Lara Niemann (1), Lisa Munderloh, Benita Zemke

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