Mit Kontinuität und Zweikampfstärke
22.08.23 von Von Moritz Studer
Zahlen, Daten & Fakten zum Duell mit dem SC Freiburg

Maximilian Eggestein trifft mit Freiburg zum dritten Mal auf seine alte Liebe (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 22.08.2023 / 17:35 Uhr
Von Moritz Studer
Nachdem der SV Werder Bremen zum Auftakt das Heimspiel gegen Bayern München verlor, sind die Grün-Weißen heiß darauf, ihre ersten Zähler einzufahren. Gleichzeitig ist der Mannschaft von Cheftrainer Ole Werner bewusst, dass das Duell am Samstag, 26.08.2023 um 15.30 Uhr, mit dem SC Freiburg eine ähnlich große Herausforderung ist. Nicht nur vom 2:1-Auftaktsieg der Breisgauer gegen die TSG 1899 Hoffenheim gibt es Zahlen, Daten & Fakten, die zum kommenden Gegner ins Auge fallen.
Der Auftakt: Beim 2:0-Erfolg über den Oberligisten SV Oberachern im DFB-Pokal tat sich der SC Freiburg lange schwer und wusste vor dem Bundesliga-Auftakt noch nicht wirklich, wo er steht. Im Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim präsentierten sich die Breisgauer jedoch in einer sehr guten Form und fuhren einen 2:1-Erfolg ein. Ein Schlüssel zum Erfolg war der Wille, die persönlichen Duelle für sich zu entscheiden. Die Mannschaft von Cheftrainer Christian Streich gewann starke 59 Prozent ihrer Zweikämpfe und stellte damit die restliche Bundesliga-Konkurrenz deutlich in den Schatten.
Neue Gesichter: Die Freiburger bauten in ihrer Kaderplanung in erster Linie auf Kontinuität. Am 1. Spieltag kam für die Streich-Elf kein einziger Neuzugang zum Einsatz. Stattdessen setzte der Fußball-Lehrer mit Torhüter Noah Atubolu und Mittelfeldspieler Merlin Röhl auf zwei Spieler, die zunächst über die eigene Drittliga-Mannschaft aufgebaut wurden. Atubolu wird die Nummer 1 zwischen den Pfosten sein, Röhl geht als einer der Gewinner aus der Sommervorbereitung hervor. Nachdem Top-Neuzugang Junior Adamu (RB Salzburg) verletzt ausfällt, hat der SCF mit Maximilian Philipp (VfL Wolfsburg) einen Rückkehrer ausgeliehen, der im letzten Halbjahr noch für den SVW auflief.
Willkommen zurück, Milli! ????❤️
Der #SCF hat Maximilian Philipp vom VfL Wolfsburg verpflichtet.
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— SC Freiburg (@scfreiburg) August 21, 2023
Die Abläufe passen: Die Freiburger harmonieren als Mannschaft sehr gut und glänzten gegen Hoffenheim mit einer Passquote von 85,8 Prozent in der gegnerischen Hälfte. Lediglich Stuttgart (90,5) und Bayern (89,9) kamen auf einen höheren Wert. Trotz einer Anzahl von 24 bzw. 19 Pässen in der Hälfte des Gegenübers leisteten sich Vincenzo Grifo (95,8 Prozent) und Maximilian Eggestein (94,7) kaum einen Fehler. Der SCF kreierte gegen die Hoffenheimer fünf Großchancen und damit spieltagweit die meisten.
Standardstark und schnell am Abzug

Christian Streich ist seit elf Jahren Cheftrainer des SC Freiburg (Foto: nordphoto).
Die ruhenden Bälle: In der abgelaufenen Spielzeit war der SC Freiburg das Nonplusultra nach Standardsituationen. Die Breisgauer haben nicht nur kopfballstarke Abnehmer wie Matthias Ginter, Philipp Lienhart oder Michael Gregoritsch, sondern auch zwei Experten für den ruhenden Ball. Vincenzo Grifo verwandelte in der Saison 2022/23 sieben Elfmeter und zwei Freistöße, die Ausführung der Eckbälle teilt er sich mit Kapitän Christian Günter. Insgesamt erzielte der SCF 21 seiner 51 Tore aus Standards.
Den Fuß am Abzug: Kein Bundesliga-Spieler schoss in der letzten Saison häufiger auf das Tor als Marvin Ducksch. Bei der Niederlage gegen spieldominante Bayern kam Werders Nummer 7 hingegen nicht zum Torabschluss. Michael Gregoritsch nutzte die Gunst der Stunde, um in dieser Kategorie schon einmal vorzulegen. Der Österreicher schoss acht Mal auf den Kasten von Ex-Freiburger Oliver Baumann. Ein Torerfolg war dem 29-Jährigen allerdings missgönnt, denn entweder parierte der Schlussmann, der Versuch verfehlte das Ziel oder Verteidiger Ozan Kabak rettete auf der Linie.
Schwieriges Pflaster: Der SC Freiburg hat sich in den vergangenen Jahren in der Bundesliga-Spitzengruppe etabliert. Deswegen tritt der SV Werder als Underdog im Europa-Park-Stadion an und möchte dort im zweiten Anlauf seinen ersten Dreier einfahren. Auch wenn die Grün-Weißen in den letzten vier Duellen mit den Freiburgern sieglos blieben, gibt es ein gutes Omen: Der letzte Siegtorschütze (2020) gegen den SCF steht mit Leonardo Bittencourt noch im aktuellen Werder-Kader.
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