"Das ist sehr wichtig für die Chemie"
24.10.23 von Von Moritz Studer
Milos Veljkovic in der Mixed Zone am Dienstag

Milos Veljkovic ist in der Dreierkette flexibel einsetzbar (Foto: W.DE).
Profis
Dienstag, 24.10.2023 / 16:00 Uhr
Von Moritz Studer
Als Milos Veljkovic am Dienstagnachmittag in der Mixed Zone die Fragen der Journalist:innen beantwortete, war der Fokus zunächst noch auf die zurückliegende 0:1-Niederlage gegen Borussia Dortmund gerichtet. „Natürlich waren wir sehr enttäuscht, dass wir nichts mitgenommen haben“, erklärt Veljkovic. „Der Einsatz war von jedem da - wir müssen in jedem Spiel mehr als 100 Prozent geben, um erfolgreich zu sein.“ Darüber hinaus richtete der 28-Jährige den Blick aber auch auf den kommenden Gegner und seine Rolle in der Mannschaft.
Veljkovic lief beim BVB in der Dreierkette in einer weiteren neuen Konstellation auf der rechten Seite neben Marco Friedl und Anthony Jung auf. Nicht nur beim SVW, sondern auch für die serbische Nationalmannschaft ist der Innenverteidiger in der hinteren Reihe flexibel einsetzbar. „Ich bin es gewohnt, auf verschiedenen Positionen zu spielen - der Trainer entscheidet und ich gebe dann 100 Prozent“, sagt der 27-fache Nationalspieler. „Natürlich ist es schöner, wenn alle Spieler fit sind, dafür haben wir aber genug Alternativen. Wir haben Dortmund von der ersten Minute aggressiv verteidigt, sie vor Probleme gestellt und taktisch sehr diszipliniert gespielt.“ In der Tat verteidigte das neue Trio leidenschaftlich und ließ dem Favoriten nur wenige Torchancen.
Dolmetscher in der Kabine und darüber hinaus

Nach dessen Wechsel kümmerte sich Veljkovic viel um Naby Keïta (Foto: nordphoto).
Weil diese hohe Disziplin alle elf Feldspieler in der Defensivarbeit einspannte, war der Weg selbst zum Tor sehr weit. Schließlich war es der finale Pass, der einen Achtungserfolg beim deutschen Vize-Meister verhinderte. Für das kommende Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin erwarten die Grün-Weißen nun wieder einen anderen Gegner, der sie mit seiner Verteidigungslinie näher an die Gefahrenzone heranlässt. „Nach den letzten Jahren wissen wir, wie sie spielen“, sagt Veljkovic. „Sie sind eine Top-Mannschaft, die kompakt und aggressiv gegen den Ball verteidigt und auf Konter spielt. Deswegen wird es ein hartes Spiel für uns, in dem wir alles daransetzen, dass wir gewinnen.“
Der Serbe weiß worauf es ankommt. Er ist mittlerweile einer der dienstältesten Werderaner, der den Neuzugängen und jungen Spielern gewissenhaft bei ihrem Start an der Weser hilft. Weil der gebürtige Baseler Deutsch, Serbisch, Englisch und Französisch spricht, kann er für die nichtdeutschsprachigen Spieler ein wichtiger Anker sein, der auch außerhalb des Platzes gerne Zeit mit seinen Teamkollegen verbringt. „Das ist sehr wichtig für die Chemie in der Mannschaft und da sehe ich mich in der Verantwortung“, erklärt Veljkovic. „Ich möchte es ihnen so einfach wie möglich machen.“ Die gute Chemie war dem SVW in Dortmund anzumerken, den gleichen Spirit braucht es nun auch gegen Union.
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