Junges Team, erwachsener Auftritt Zum Spielverlauf: Zum Solo von Niklas Moisander vor dem 2:0: Zu den beiden Siegen vor Weihnachten: Das Neuste rund um die Bundesliga-Profis:

23.12.20 von Notiert von Yannik Cischinsky

Die Stimmen zum Weiterkommen im DFB-Pokal

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Gegen Hannover legte Tahith Chong den Treffer zum 3:0 auf (Foto: nordphoto).

Profis

Mittwoch, 23.12.2020 / 23:40 Uhr

Notiert von Yannik Cischinsky

Drei Tore erzielt, keins kassiert, eine Runde weitergekommen und einige Premieren gefeiert. Werders letztes Pflichtspiel 2020 im Pokal gegen Hannover 96 konnte nicht nur mit 3:0 gewonnen werden, es bot auch noch einige Geschichten. Manuel Mbom erzielte sein erstes Pflichspieltor für den SVW, Eren Dinkci gab sein Debüt im Pokal und Ilia Gruev überhaupt in einem Pflichtspiel für den SV Werder. "Wir hatten eine junge Mannschaft auf dem Feld, die sehr erwachsen aufgetreten ist", resümierte Cheftrainer Florian Kohfeldt nach dem Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals. "Ich würde heute Abend schon von einem gelungenen Jahresabschluss sprechen."

WERDER.DE fasst die Stimmen des Abends zusammen.

Maximilian Eggestein: „Ich denke entscheidend war, dass wir einen guten Plan hatten und den gut umgesetzt haben. Wir wussten, was Hannover machen wird und wie sie anlaufen. Insbesondere in der 1. Halbzeit hat das bei uns sehr gut funktioniert und wir hätten die Partie schon vor der Pause entscheiden müssen. Nach dem Seitenwechsel hatten wir ein, zwei Szenen – gerade nach Standards – die wir nicht gut verteidigt haben. Insgesamt ist der Sieg aber völlig verdient.“

Theodor Gebre Selassie: „Es war wichtig, dass wir die Tore gemacht haben und hinten eigentlich keine große Chance zugelassen haben. Das war eine gute Leistung von uns. Wichtig war für uns auch, dass wir zu Null gespielt haben. Vorne hätte ich zwei Tore machen können. Ich hatte die Situation vor dem 1:0, wo ich es nicht geschafft habe, den Ball zu kontrollieren. In der zweiten Situation war ich richtig fokussiert, habe einfach versucht den irgendwie aufs Tor zu bringen und das hat geklappt. Viel wichtiger ist aber, dass wir weitergekommen sind.“

Florian Kohfeldt: „Der DFB-Pokal hat einen sehr hohen Stellenwert bei uns. Das betonen wir immer wieder und ich glaube, das sieht man auch an unseren Auftritten. Wir wollten unbedingt eine Runde weiterkommen und daran haben wir heute keinen Zweifel aufkommen lassen. Wir hatten in jeder Spielphase die richtige Antwort. Anfang der zweiten Halbzeit wurde es etwas hektisch, aber wir haben ehrlicherweise schnell den Deckel draufgemacht. Obwohl wir so viele junge Spieler auf dem Feld hatten, gerade zum Schluss, haben wir heute erwachsen gespielt.“

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Niklas Moisander legte das 2:0 sehenswert auf (Foto: nordphto).

Maximilian Eggestein: „Das hat mich gar nicht gewundert, das macht er häufig. Ehrlich gesagt war das ein klassischer Niklas.“

Florian Kohfeldt: „Ich habe schon in der Kabine zu ihm gesagt, dass wir sein Trikot umbeflocken müssen und er die Zehn bekommt. Ich habe Hochachtung vor Niklas, wie er die Situation annimmt. Er hat seine ganze Karriere nicht auf der Bank sitzen müssen und in den letzten Wochen nur wenige Einsätze gehabt. Er hat einen Moment gebraucht, um die Situation für sich zu akzeptieren und sich dann als wahrer Kapitän und starker Charakter gezeigt. Ich bin sehr froh, ihn zu haben.“

Theodor Gebre Selassie: „Es war unser Ziel schon vor dem Mainz-Spiel, beide Spiele zu gewinnen. Das haben wir geschafft. Jetzt können wir diese beiden Siege ein paar Tage genießen und dann geht es auch schon weiter.“