Die letzte Konsequenz abrufen Clemens Fritz über... Das Neuste rund um die Bundesliga-Profis:

09.12.20

Clemens Fritz im Gespräch zu den Themen der Woche

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Clemens Fritz ist überzeugt von den Qualitäten der Werder-Mannschaft (Foto: nordphoto).

Profis

Mittwoch, 09.12.2020 / 14:32 Uhr

Nachdem die Werder-Profis zwei Tage Zeit hatten, um die bittere Heimniederlage gegen Stuttgart zu verdauen, steht heute das erste Mannschaftstraining der Woche auf dem Plan. Aus diesem Anlass blickt Leiter Scouting und Profifußball Clemens Fritz, der am Montag seinen 40. Geburtstag feierte (zum Geburtstagstext), wie üblich auf die Themen der Woche. „Wir wollen jetzt nicht mehr zurückschauen und den Blick nach vorne richten“, so Fritz in der virtuellen Medienrunde.

...das Personal: „Die Belastungssteuerung ist aktuell wichtig, weil wir vor zwei englischen Wochen stehen. Daher absolvieren einige Spieler heute nur einen Teil der Trainingseinheit. Maxi Eggestein hat einen Schlag auf die Wade bekommen und trainiert heute nicht mit – das ist aber nur eine Vorsichtsmaßnahme. Gleiches gilt für Jiri Pavlenka.“

...das Stuttgart-Spiel: „Wir waren anfangs gut drin im Spiel, haben im letzten Drittel aber viele Fehler gemacht. Es hat die letzte Konsequenz vor dem Torabschluss gefehlt. Wir wissen, dass wir diese Basics auf den Platz bringen müssen, um erfolgreich zu sein. Die Mannschaft war sehr enttäuscht, wir reden uns da auch nichts schön. Aber wir wollen jetzt nicht mehr zurückschauen und den Blick nach vorne richten.“

...die aktuelle Saisonphase: „Wir haben unsere Mannschaft verjüngt, sind bewusst diesen Weg gegangen und sind überzeugt davon. Es war klar, dass es Höhen, aber auch Tiefen geben wird. Wichtig ist, dass jeder Einzelne weiß, dass wir ans Limit gehen müssen. Uns hilft es weiter, dass wir intern eine klare Kommunikation haben und die Fehler ansprechen.“

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Clemens Fritz im Mediengespräch am Mittwoch (Foto: WERDER.DE).

...die Stimmung in der Mannschaft: „Wir sollten nicht immer zurückschauen auf die letzte Saison. Es bringt uns nichts, über die Vergangenheit zu reden – wir müssen nach vorne blicken. Das ist auch wichtig für die Mannschaft. Keiner der Spieler war zufrieden, aber man spürt auch die Energie, das verändern zu wollen. Und dieser Zusammenhalt in der Mannschaft ist das Wichtigste.“

...den kommenden Gegner: „Wir werden am Samstag in Leipzig auf eine hervorragende Mannschaft mit Selbstvertrauen treffen. Es ist entscheidend, was wir an dem Tag auf den Rasen bringen. Wir müssen trotzdem keine Angst haben – wenn wir unsere Kompaktheit und Konsequenz abrufen, bin ich überzeugt, dass wir Leipzig vor eine Herausforderung stellen können und werden.“

...die Corona-Lage: „Man macht sich natürlich Gedanken darüber. Ich glaube, dass jeder Einzelne sich mit der Situation beschäftigt. Wir tun alles dafür, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Die Gesundheit steht jedoch über allem, wir können uns nur darauf konzentrieren, die Hygienevorschriften bestmöglich umzusetzen. Natürlich hoffen wir, dass wir die Saison ohne Unterbrechung spielen können.“

...Davie Selke: „Er war ein sehr belebendes Element in unserem Spiel am Wochenende – hat Bälle festgemacht und war sehr aktiv. Er gibt immer Gas im Training, will Spiele gewinnen und ist extrem unangenehm als Gegenspieler. Und er bringt vieles mit, was uns weiterbringt.“

...Tahith Chong: „Über die Elfmeterszene am Wochenende müssen wir nicht sprechen, das ärgert Tahith selbst am meisten. Wir sehen bei ihm eine Entwicklung: Er hat sein Defensivverhalten verbessert und ist durch seine Schnelligkeit sowie sein 1-gegen-1-Verhalten sehr gefährlich und wichtig für uns. Man darf nicht vergessen, dass er ein junger Spieler ist und erst sein drittes Spiel von Anfang an gemacht hat. Da kann nicht sofort alles funktionieren.“