Und der Schiedsrichter ist...

Dieses Thema im Forum "SV Werder Bremen - FC Bayern München (DFB-Pokal)" wurde erstellt von Hanodo, 21. April 2019.

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  3. Südstern

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    :tnx: Ich ärgere mich seit Mittwoch abend ungefähr genauso wie vor 4 (?) Jahren, als es zu dem fatalen Freistoß im Relegationsspiel KSC ./. HSV kam. Die Aussage von Drees setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Hoffentlich können die Spieler das irgendwie aus dem Kopf bekommen. Auch wenn es hier nicht wie beim KSC um den Aufstieg ging, hinterläßt so etwas ja Spuren. Die KSC-Spieler damals haben letztlich alle einen Knacks davon getragen, der die ganze kommende Saison ruiniert hat. Ich hoffe, Kohfeldt & Co. leisten bis morgen gehörige psychologische Aufbauarbeit!
     
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  4. Auch wenn in diesem Fall wir die Leidtragenden sind, so hat es doch gute Gründe, warum Spiele nur in seltenen Ausnahmefällen wiederholt werden können. Das wäre nämlich sonst ein Fass ohne Boden.

    Man stelle sich vor jede Woche würden Vereine Proteste gegen Spielwertungen aufgrund von Fehlentscheidungen einlegen und diese Spiele teilweise wiederholt werden.

    Montag: 12 Minuten Wiederholung gegen Mainz nach zu Unrecht gegebenem Elfer.

    Mittwoch: 3 Minuten Nachspielzeit gegen Wolfsburg werden wiederholt, da wurde ein Foul völlig falsch interpretiert.

    Donnerstag: Zum dritten Mal wird das Pokal-Achtelfinale Werder-Schalke ausgetragen, nachdem im ersten Spiel der VAR ein passives Abseits fälschlicherweise strafbar meldete und im zweiten Spiel eine rote Karte im Nachhinein als "viel zu hart" eingestuft wurde.

    Samstag: Nach einem 1:0 im letzten Wiederholungsspiel der Saison ist Bayern München nun doch Deutscher Meister der Bundesliga-Periode 2020-25.

    Wir freuen uns schon auf den nächsten Meisterschaftskampf in fünf bis sieben Jahren!


    Es muss dringend an den Ursachen für solche Fehlentscheidungen angesetzt werden, nicht bei möglichen Entschädigungsszenarien.
     
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  5. Juri

    Juri

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    Das ist das vierte mal, dass Werder gegen Bayern krass benachteiligt wird im Pokal. Naja, das 5., aber die Treibjagd auf Andy Herzog, nach der er Monate verletzt war, hat ja immerhin nicht unseren Pokalsieg verhindert. Das Finale ein Jahr später war gespickt von radikalen Fehlentscheidungen (Salihamidzic gegen Bode, der sagte, er habe da Seiten an seiner Persönlichkeit kenngelernt (vor Wut), die er vorher nicht kannte).
    Prödls Siegtor 2010 - das war eigentlich die klarste Sache, das wäre der Siegtreffer gewesen, und keiner wusste, warum das nicht zählt (sogar Mehmet Scholl im TV-Studio war erbost!).
    2016
    2019
    Eines ist klar, es muss etwas geschehen, das ist ein weiteres Zeichen, dass der Fußball kaputt geht. Videoschiri abschaffen, Bayern abschaffen/boykottieren; Bündnis traditioneller Vereine (der "100%-er") - so etwas muss jetzt her.
     
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  6. *Eisbaer*

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    Richtig, aber es ist eine Frage der Formulierung. Es muss für jedes Spiel gelten, egal ob Finale oder Liga.
    Gleichzeitig darf es aber nicht für jede Fehlentscheidung gelten. Einerseits sollte hier die Relevanz eine Rolle spielen. Macht es einen Unterschied beim Ergebnis? War es ein unbedeutendes Spiel am letzten Spieltag? Fiel das Tor in der ersten Minute oder der letzten? Andererseits sollte es eine Rolle spielen, wie dieser Fehler zustande gekommen ist. War es einfach eine Ermessensfrage oder eine hauchdünne Entscheidung ob Abseits oder nicht, die nur durch hochauflösende Videoaufnahmen in der 100. Wiederholung sichtbar wurde? Menschliches oder technisches Versagen? All das muss berücksichtigt werden.

    Meiner Meinung nach wäre es angemessen, hier ein unabhängiges Komitee entscheiden zu lassen, wenn ein Verein Einspruch einlegt. Schiedsrichter, VAR und beide Vereine müssen Stellungnahmen abgeben und dann wird kurzfristig entschieden. Wenn Bayern gegen Düsseldorf am 2. Spieltag in der Liga in der 12. Minute ein irreguläres 1:0 schießt und danach 7:0 gewinnt, wird der Antrag eben abgelehnt, egal ob der Spielverlauf eventuell was geändert hätte, einfach durch die zu dem Zeitpunkt kaum vorhandene Relevanz UND der Möglichkeit im Spiel und der Saison diese eine Entscheidung unwichtig zu machen. Ein Tor wie am Mittwoch würde aber klar durch eine Wiederholung der letzten 12 Minuten + Verlängerung Pipapo korrigiert werden.

    +Präzedenzfälle
    Ist einmal etwas durchgewunken worden, muss es auch bei vergleichbaren Situationen durchgewunken werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. April 2019
  7. CK82

    CK82

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    Mannheim
    Kampka ist natürlich jetzt das Bauernopfer, als 4ter Offizieller kann er eh nicht viel machen außer ein paar Mal ein Täfelchen hochhalten und mit den Trainer quatschen (außer er grätscht den Hauptschiri beim warm machen oder in der Kabine um). Vermutlich will man ihn aber auch nicht vor die Bremer Bank treten lassen, aus Angst man könnte nochmal unangenehme Fragen stellen...

    Siebert sollte mal einige Ehrenrunden in zweiter und dritter Liga drehen bevor der wieder in der Bundesliga ran darf...
     
  8. Das ist alles richtig, aber selbst bei strengsten Kriterien käme es zu einer Flut an Anträgen als letzte Chance. Und das in einem bereits jetzt überfüllten Spielplan.

    Wiederholungsspiele sollen nach Fifa, Uefa und DFB grundsätzlich vermieden werden. Einzige Ausnahmen wären zb Spielabbrüche durch unbespielbare Plätze, Angriffe auf Spieler, oder ähnliches.

    Selbst Phamtomtore führen heute nicht mehr zu einer Wiederholung (Kießling).

    Es zieht ja bereits ein Chaos nach sich, wenn Spiele nur verlegt werden, und bei einer Wiederholung: Straffe Zeitpläne geraten durcheinander, Fans können nicht mehr zum Spiel, oder sollen nur für 10 Minuten zurückkommen?

    Was wenn die exakten Aufstellungen nicht mehr verfügbar sind, darf dann gewechselt werden?

    Die Uhr lässt sich nun mal nicht zurückdrehen, das ist nicht praktikabel.

    Einziger Weg ist, diese Fehler gleich im Spiel zu vermeiden.
     
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    Es muss ja nicht immer ein Wiederholungsspiel sein. In der Liga kann man das auch viel einfacher korrigieren, in dem das Tor halt entweder hinzugefügt oder abgezogen wird, siehe Wahretabelle. Wie man das bei Elfmetern macht, gut...kann man kreativ sein und einfach einen Elfmeter auf neutralem Boden ausführen lassen oder so. :D Im Ernst, muss man sich was überlegen. Wiederholungsspiel ist eigentlich nur bei Pokalspielen wirklich notwendig, da dort kein Unentschieden möglich ist. Und dort auch nur, wenn es eine Relevanz für das Ergebnis hat.
     
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  10. Also das Tor einfach hinzufügen, oder abziehen ist ja noch willkürlicher ;)

    Die Wahretabelle ist dann doch eher ein nettes Spielzeug ohne echte Aussagekraft. Ein nicht gegebenes Tor bedeutet ja nicht bloß ein anderes Ergebnis auf der Anzeigetafel, sondern ein komplett eliminierter möglicher Spielverlauf.

    Wir geraten hier im Grunde schon in ein Zeitreiseparadoxon. Man kann kein einzelnes Element des bekannten Spielverlaufs "A" ändern und davon ausgehen, dass man einen um den Fehler korrigierten Spielverlauf "A*" erhält.

    Stattdessen erzeugt man einen völlig unbekannten Spielverlauf "B". Da kann man Tore und Punkte auch gleich auswürfeln :beer:
     
  11. *Eisbaer*

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    Man muss halt irgendwo eine Grenze ziehen.
    Bei einem 3:2 ist eine klare Benachteiligung nachweisbar, bei einem 7:0 kaum.
     
    janstoike gefällt das.
  12. Jetzt hab ich mir erst das Gesicht genauer angeschaut. Bin hauptsächlich mit dem Handy am posten.

    Monster, Mumien, Mutationen.

    Joa Servus
     
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  13. Exil-Ostfriese

    Exil-Ostfriese

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    91 km bis zum Weserstadion
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    Der Sievi, trägt nicht nur sein Fussball Herz eben am rechten Fleck und mal ganz entspannt ein Kommentar von ihm ohne flatternde Stimmbänder. :top:
     
  14. :tnx:

    Diese Häufung an Fehlern - ausgerechnet immer in wichtigen Spielen/Momenten gegen die Bayern - ist nicht wegzudiskutieren. Das ist auch statistisch sehr auffällig. Wenn das kein Bayern-Bonus ist ... was denn sonst.

    Am ärgerlichsten:
    1. Auch im Fußball gibt es keine objektive Gerechtigkeit - da zieht der Fußball mit dem anderen/richtigen Leben gleich.
    2. Wann kommt wieder einmal die Gelegenheit auf einen Finaleinzug?
    Ein Finale und noch mehr ein Pokalsieg geht positiv in die Geschichte eines Vereins ein (und das ist noch eine Understatement-Formulierung) und prägt die Entwicklung eines Vereins national und international gleich mit.
    Das ist nicht einfach ein Fußballspiel.
    3. Da für die Meisterschaft eigentlich ein Dauerabo für die Bayern besteht (maximal der BVB und RB können hier aktuell mal für Verwirrung unter den Bayern-Bossen sorgen) besteht im Pokal die beste Möglichkeit auf einen Titel. Werder kann eigentlich Pokal und hat das wieder bewiesen: Die Bündelung aller Kräfte auf diese Momente ist wieder gelungen und die Bayern waren am Mittwoch schlagbar - ja sie waren am Rande einer Niederlage - bis dann ...

    Mehr sage ich dazu jetzt erstmal nicht mehr, aber das mußte raus.