Spielerische Qualität der WM 2010

Dieses Thema im Forum "Fußball Weltmeisterschaft 2010" wurde erstellt von 32_Kugelblitz, 15. Juni 2010.

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  1. Mittlerweile ist da vieles gut anzusehen. Der Schnitt von Toren am 2. Spieltag ist noch gut.
     
  2. Biju

    Biju

    Ort:
    Rehburg-Loccum und Osnabrück
    Kartenverkäufe:
    +14
    Der Torschnitt sagt ja nichts über die spielerische Qualität aus, wenn beispielsweise fast alles Elfmetertore gewesen wären. Aber man kann es schon als Richtwert nehmen, da viele Tore ja zumindest immer ein "Spektakel" bedeuten. Trotzdem bin ich weiterhin von der Qualität der Spiele sehr enttäuscht, das ist eher was für Taktikfüchse.
     
  3. Spielerisch liegt doch vieles im Argen.

    Aber zu pauschal darf man natürlich auch nicht sein. Nur die Unterschiede sind schon gravierend. Südafrika, aber auch England waren spielerisch unterste Schublade. Algerien dagegen richtig gut, zumindest teilweise. Slowenien eine Halbzeit gut, und dann?

    Es kommt vielleicht auch darauf an, von welcher Mannschaft man was erwartet. Frankreich steht doch auch für eine andere Qualität, als für das, was die dort gebracht haben.

    Und die Unseren waren gegen Serbien auch einfach spielerisch schwach. Gegen Australien sind sie einfach auch viel zu hoch gelobt worden, weil das kein ebenbürtiger Gegner war.

    Mit dem zunhemenden Druck, sich qualifizieren zu müssen, muss ja nicht jedes Spiel besser werden, aber kämpferischer und spannender wird es allemal. Und das ist immerhin etwas!
     
  4. Also mannschaften deren spielweise und allgemein deren spiele mir bis jetzt gut gefallen sind: Uruguay, Mexiko, Argentinien, Kamerun, Basilien, Chile und Schweiz.
    Allgemein gesehen missfallen mir das viele fallengelasse, die vielen karten, die wenigen tore und oft auch der müde kick der mannschaften...hab schon in dem ein oder anderen spiel weggeschalten um nicht einzuschlafen:(
     
  5. Tyson81

    Tyson81

    Ort:
    Marl
    Bislang haben mich nur die asiatischen Mannschaften überzeugt bzw. haben gezeigt, dass man sich dort sehr stark entwickelt hat. Technisch einwandfrei und auch taktisch sowie spielerisch stellenweise sehr gut. Südkorea und Japan vor allem aber auch Nordkorea macht keine schlechte Figur. Wobei die afrikanischen Mannschaften einfach nicht den nächsten Schritt gemacht haben sondern stagnieren, trotz guter Erfolge in den Jungjahrgängen usw.

    Insgesamt finde ich bis auf einige Ausnahmen die WM als sehr zähe Kost.
     
  6. Was ist das eigentlich für eine WM? Erst fallen bei den Top-Teams etliche Stars aus, dann droht vielen Favoriten das vorzeitige WM aus.
    Frankreich ist schon ausgeschieden, Spanien hat sich im ersten Spiel gegen die Schweiz blamiert und für Teams wie England, Deutschland oder auch Titelverteidiger Italien sieht es nicht unbedingt rosig aus in Sachen Achtelfinale.
     
  7. Also ich fand die WM2010 hier in D schon vorher fragwürdig. (Nominierungen)

    Aber das andere Länder auch solche Probleme haben ist ja wirklich merkwürdig.
     
  8. wenn ich dieses brasilien-spiel wieder sehe, wünsche ich mir entweder den 19. august und den beginn der bundesliga oder dass ts nationaltrainer von 32 nationen wird.
    dieses risikolose mauergebolze schadet dem fußball mehr als dass er ihm hilft. außenverteidiger, die stur hinten bleiben, eine 1-stürmer-taktik, die bei noch keiner mannschaft positiv aufgegangen ist, ein fußball, der nur von risikolosem spiel geprägt ist - das macht kaum spaß.
    auch an dieser stelle kann ich der bundesliga und vor allem werder uns ts nur nochmal "DANKE!!!" sagen, dafür, dass für es für sie beim fußball um tore und nicht ums verhindern von toren geht.
     
  9. Naja, Frankreich ist nur favorisiert gewesen, weil sie sich in solch einer schlechten Gruppe befinden. Die haben ja auch die Quali nur im Nachsitzen und durch die Hand-Gottes entschieden.

    Die Italiener werden für ihre Taktik bestraft. Wenn sie gegen Neuseeland in Führung gehen, spielen sie das locker 1,2 - 0 runter. Wenn sie aber zweimal in Rückstand geraten, fällt es einer solch defensiven Mannschaft eben schwer, sich gegen Mauerteams durchzusetzen. Die Italiener werden quasi mit ihren eigenen Mitteln geschlagen.

    Enttäuscht bin ich aber von England. Die müssten locker das Potential haben, die Gruppenspiele zu dominieren und guten Fußball zu bieten
     
  10. Ich spiele erst seit Kurzem wieder auf grossen Plätzen und bekomme gesagt, als AV spiele man den Ball sicher zum nächsten freien Mann, der dann entweder eine Anspielstation im MF findet weil der Gegner falsch verschoben hat, am Gegner vorbeikommt oder zu mir zurück spielt. Meist wird Letzteres passieren. Diagonale Pässe ins DMF sind zu risikoreich, da der Gegner den Pass erlaufen könnte oder mein DMF gedeckt ist und sich sofort in einer 1gg1-Situation behaupten muß. Nach vorne darf ich auch nicht, obwohl man als RV+RM/LV+LM mit Passspielskills im Normalbereich zumindest Anspielstationen im OM freikriegt. Mit meinem Kapitän will ich da keine Diskussion anfangen, bin immerhin neu im Club, aber Spass geht anders.

    Bei der WM sehe ich aber auch, dass selbst die Verteidiger sofort unter Druck geraten, wenn sie eine Anspielstation suchen. Dass die auf Sicherheit gepolt sind, ist verständlich.
    Zu wenig Bewegung im OMF? Kann mir dieses Geschiebe nicht anders erklären.
     
  11. Hier sind schon einige Faktoren beschrieben worden, ich werfe mal noch ein paar neue Thesen in den Topf:

    mangelndes und/oder fehlendes Teamgefüge: Es werden Spieler ausgewählt, die sich nicht grün sind. Siehe z.B. Frankreich, da gibt es Cliquen / Grüppchen / usw. die nicht miteinander können. Das macht sich im Spiel bemerkbar. Das Problem hat m.E. auch England und einige andere Mannschaften.

    Fehlervermeidungstaktik Auffällig ist, das kaum ein Spieler das Herz in die Hand nimmt und versucht was zu bewegen, so nach dem Motto: "Mach ich keinen Fehler kann mich die Fachpresse nicht zerreissen und ich werde persönlich nicht angegriffen." Also spielen sie vorsichtiger um ja keinen Fehler zu machen.

    Verein / Nationalmannschaften Im Verein Top - in der Nationalmannschaft Flop, bei den Vereinen sind sie Stars - in der Nationalmannschaft nur einer von vielen. Das scheint bei einigen Spielern enorm problematisch zu sein. Hier wäre Deutschlands Kießling das beste Beispiel. Bei anderen Nationen spielen solche Spieler und man merkt es ihnen an, das sie irgendwie gehemmt werden.

    Schiedsrichterleistung Eventuell wird absolut kleinlich gepfiffen oder extrem laufengelassen. Diese mangelnde Konstanz in der Schiedsrichterentscheidungen führt auch zu Verunsicherungen bei den Spielern. Sicherlich macht das nur einen kleinen Teil aus. Ich habe Leistungen gesehen, die dürften damit nicht mal in der Bundesliga pfeiffen.

    Die letzte Chance Gerade bei den älteren Spielern der Topnationen hat man den Eindruck, "Es ist die letzte Chance auf einen Titel" und das wirkt eher wie ein Mentalanker und nicht wie eine Mentalitätsbelebung.

    Es gibt keine kleinen Nationen mehr Die kleinen Nationen kämpfen, freuen sich, haben nichts zu verlieren, haben dazu gelernt wollen was erreichen, haben sich vorgenommen was zu erreichen etc. Die Grossen wirken satt, hochnäsig, wenig begeistert (verdienen wohl im Verein mehr als in der Nationalmannschaft).

    Nur absolut geringe Fanunterstützung Jede Choreographie, jeder Fangesang, jede Aktion der Fans geht in diesem elefantenähnlichen Paarungsrufen unter. Wie soll den eine Mannschaft unterstützt werden, wenn alles aber auch einfach alles untergeht.

    Verbandsquerelen Viele Nationen haben schon vorher durchsickern lassen das der Trainer geht (Italien, Frankreich u.a.) oder erst im letzten halben Jahr einen neuen Trainer geholt (Elfenbeinküste, Nigeria u.a.) die nicht mehr oder noch nicht mit der Mannschaft sich verstehen.

    Noch ein Kommentar zu der Jungendarbeit die ein paar Posts vorher angesprochen wurde, die afrikanischen Mannschaften haben hier oft gut abgeschlossen. Nicht weil besser organisiert sind, sonderen die schwarzafrikaner einen deutlichen körperlichen Vorteil haben gegenüber z.B. europäischen Jugendmannschaften. Dieser Vorteil schwindet und nachher (ca. mit 20 bis 22) sind sie wieder gleich. Diese Jugendtitel sind also m.E. meist nur Augenwischerei.

    Fazit: Wenn man diese weichen Faktoren, bei einigen mehr, bei anderen weniger, mit den bereits beschriebenen Taktischen Spielen kombiniert, erklärt das bei einigen dies schlechtere Leistungen der Mannschaft. Es sind nicht nur die 90 Minuten im Spiel sondern auch die zwei drei vier Wochen die diese Mannschaften bereits aufeinander hocken.
     
  12. Bei wieviel Troen sind wir mittlerweile? hat da jemand nen Link für ;)?

    Finde das die Qualität immer besser wird. Man muss sich auch lösen von der Mystifizierung gewisser Mannschaften und Spieler. Ich finde, dass wenn man einen möglichst unvoreingenommenen Blick auf die Spieler wirft, diese durchaus zu überzeugen wissen.

    Vielleicht hat es bei diesem Tunier auffällig lange gedauert, bis die Mannschaften "drin" sind. Aber mittlerweile habe ich immer mehr das Gefühl und freue mich auch mehr auf die Spiele bzw. habe die Hoffnung das was passiert.

    Die Diskusionen um den Ball, Uweseelers etc. finde ich Schwachsinn. Vielleicht leidet die KOmmunikation unter den Spielern wegen dem Lärm, aber das sie in Trance Zustäden kommen...naja.

    Bin gespannt wie es weiter geht, blicke optimistisch auf die nächsten Wochen.
     
  13. Kurioses Tor: Chr. Ronaldo :D

    Höchste Führung der WM2010 =7:0 Portugal - Nordkorea
    :applaus::applaus::applaus:
     
  14. Jau!
     
  15. Was für ein unsäglicher Blödsinn
     
  16. Y!M-Dude

    Y!M-Dude

    Ort:
    NULL
    Alex Ferguson wird immer mehr zum Udo Lattek. Muss wohl am Alter liegen. :rolleyes:
     
  17. Absolut. Zumal die Qualität doch mittlerweile auf einem guten Level ist.

    Man ist übrigens bei 2,09 Toren pro Spiel. Sollte der 3. Spieltag ähnlich ertragreich werden wie der 2. ist man in der Kategorie "im Soll".
     
  18. Was ist nun so falsch an seinen Aussagen?:confused:
    In ein ähnliches Horn hat auch TS bereits gestoßen, was die Belastung angeht.
    Und was bis dato qualitativ bei der WM geboten wurde, war nun auch eher dürftig, auch wenn es seit kurzem besser wurde. Was insgesamt auffällig ist, sind diverse Fehlpässe und "verunglückte" Flanken, die auch bei den Topteams reihenweise im Niemandsland landen. Besonders Bei Seitenwechseln ist mir aufgefallen, wie oft Bälle den Mitspieler nicht erreichen sondern teils 3,4 Meter neben ihm ins Seitenaus springen. Ob das mit dem fragwürdigen Ball zusammenhängt weiß ich nicht.
     
  19. el_ben

    el_ben

    Ort:
    Hinterm Mond gleich links
    Kartenverkäufe:
    +26
    Dann sollen die Engländer halt die Anzahl der Mannschaften in den Ligen verringern. Dann haben sie auch Zeit für ne Winterpause.

    Aber generell sind die Spiele doch in der 2. Runde besser geworden, möglicherweise auch dadurch das einige Mannschaften schon etwas unter Zugzwang standen und dadurch nicht mehr soo defensiv gespielt haben
     
  20. Oder einfach mal auch ENGLÄNDER spielen lassen!^^ Dann wird's auch besser.