Nelson "Eisverkäufer" Valdez (Club Cerro Porteño)

Dieses Thema im Forum "Ehemalige Werderaner" wurde erstellt von Werderfan4ever, 15. August 2009.

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  1. Ein richtig geiles Tor=) Hat mich gefreut=) Mensch hat der nen Busch obendrauf :lol:
     
  2. Solch einen Stürmer bräuchten wir auch. :( :( :( :( :(
     
  3. Na so oft trifft er auch nich:p Aber Nelson...Owo...Diekmeier...Die Besten geben wir ab!*Ironie aus*:lol:
     
  4. Zidan nicht zu vergessen. :( :( :( :( :/
     
  5. Ohja, wie konnte ich;)
     
  6. War doch ein schöner Kopfball-Lupfer! :)

    Ich freue mich immer für ihn, wenn er ein Tor macht. Außer gegen Werder natürlich!

    Nelson ist echt ein netter Typ. Hab mich immer gerne mit ihm unterhalten (nach dem Training oder beim Trainingslager auf Norderney). :knutsch:
     


  7. Dann hast du ja ein recht trauriges Leben:lol::lol::lol:
     
  8. ich find nelson klasse !!! war immer sympathisch. dass er damals nicht länger die zweite geige bei uns spielen wollte, kann ich ihm nicht verübeln. ob er im endeffekt alles richtig gemacht hat, muss er sich selbst beantworten. gestern das tor gefiel mir sehr gut. in der situation den überblick bewahren und den ball über rost mit dem kopf zu lupfen hatte schon ne gewisse klasse. am liebsten denke ich aber an seinen kopfball damals für uns gegen die hertha, nachdem joe den ball von der torauslinie gekratzt hat und nelson aus 13 metern den ball genau ins eck köpft. und das in der letzten minute. grandios !!! mach deinen weg weiter.
     
  9. baumi6

    baumi6

    Ort:
    1,1km von unserem Wohnzimmer entfernt
    Kartenverkäufe:
    +86

    Wieso? 11 Tore in 85 Spielen ist doch 'ne Menge für'n Stammspieler:lol:
    Nur zur Erinnerung: bei uns hat er in 78 Spielen 21 Tore gemacht. ;)
    Freut mich aber auch für ihn! Gegen den HSV hätten es gerne ein paar mehr sein dürfen:p
     
  10. Interview von reviersport.de:

    "War kurz davor das Handtuch zu werfen"

    Zwei ganze Jahre versuchte BVB-Stürmer Nelson Valdez in Dortmund Fuß zu fassen - vergeblich. Doch bevor er das Handtuch warf, kam mit Jürgen Klopp die Rettung.

    Der 42-Jährige schenkte dem früheren Bremer, der in seiner Heimat Paraguay den Status eines Volkshelden genießt, das Vertrauen, weil er haargenau in Klopps Anforderungsprofil passte. Und so bekannte der Ex-Mainzer vor einiger Zeit im ZDF Sportstudio: „Seitdem ich gesehen habe, wie Nelson mit Bremen in der Champions League gekämpft hat, obwohl er es ständig auf die Knochen bekam, wusste ich, dass dieser Junge von mir alles Vertrauen dieser Welt bekommt, wenn ich ihn mal trainieren darf.“

    Valdez zahlte die Vorschusslorbeeren mit der besten Saison zurück, die er bislang in der Bundesliga absolvierte, und glänzte dabei vor allem als unermüdlicher Arbeiter im Klopp‘schen Pressing-System. Doch auch vor dem Tor verbesserte sich der WM-Teilnehmer von 2006 deutlich - und wurde dafür mit einem neuen Vertrag bis zum Jahr 2012 belohnt.
    RevierSport sprach mit dem Stürmer über seine Entwicklung unter Klopp, persönliche Fehler und das zwiegespaltene Verhältnis zu seiner Heimat Paraguay.

    Nelson Valdez, die Wahrnehmung von Borussia Dortmund hat sich in den letzten Monaten stark verschoben. Man spricht wieder überwiegend positiv vom Klub – auch wenn es, wie am letzten Samstag in Hamburg, Rückschläge gibt. Was hat sich verändert, seit Jürgen Klopp beim BVB angefangen hat?

    Vieles. Ich glaube, dass seine Handschrift mittlerweile sehr deutlich geworden ist. Wir sind selbstbewusster und hungriger als früher, und machen uns nicht mehr in die Hose, wenn es schwer wird. Natürlich hatten wir in der letzten Saison zu viele Unentschieden, aber in diesen Partien waren wir häufig stärker. Wir wollen unbedingt etwas erreichen. Und jeder Spieler ruft mittlerweile besser sein Potenzial ab.

    Würden Sie sagen, dass Sie das beste Beispiel für das sind, was Klopp in Dortmund bewegt hat?

    Das weiß ich nicht, das müssen andere beurteilen. (lacht)

    Können Sie denn konkret beschreiben, was sich für Sie persönlich geändert hat, seit Klopp da ist?

    Es hat sich fast alles geändert. In meinen ersten zwei Jahren beim BVB war niemand zufrieden, ich am allerwenigsten. Seit Klopp hier arbeitet, habe ich wieder auf den richtigen Weg gefunden. Meine Art und Weise, wie ich spiele, kommt endlich rüber. Ich habe immer geackert, seitdem ich beim BVB war. Aber das fällt jetzt stärker auf und wird stärker honoriert, weil auch alle anderen zehn Spieler kämpfen. Das ist jetzt unsere Art zu spielen. Und das kommt mir sehr entgegen.

    Nach zwei schweren Jahren beim BVB, in der die Fans Sie teilweise als Sündenbock ausgemacht hatten, sind Sie mittlerweile richtig angekommen. Erfüllt es Sie mit Genugtuung, wenn Sie heute von Sprechchören gefeiert werden?

    Natürlich macht mich das stolz, denn es gab eine Zeit, in der ich kurz davor war, das Handtuch zu werfen. Meine Familie ist deshalb auch sehr stolz auf mich, weil ich geblieben bin und gekämpft habe. Es war natürlich gut, dass mit Jürgen Klopp ein Trainer kam, der mich gefördert hat. Er hat mir sofort versichert, dass er mit mir plant. Das hat mir großes Selbstvertrauen gegeben, und ich denke, dass ich in der letzten Saison ein wenig Wiedergutmachung für die ersten Jahre betreiben konnte. Aber es liegt in dieser Beziehung in den nächsten drei Jahren immer noch viel Arbeit vor mir.

    An vergebenen Chancen sind Sie früher häufig verzweifelt. Können Sie damit inzwischen besser umgehen?

    Das war in der Vergangenheit sicher ein Problem – und ist es zum Teil heute auch noch. Aber ich versuche, solche Dinge während der Partie schnell abzuhaken, hinterher kann ich mich schließlich immer noch darüber ärgern. Übung macht auch hier den Meister. (lacht)

    Stürmern wird oft vorgeworfen, sie seien egoistisch. Wenn es einen Vorwurf gibt, den Sie sich noch nicht anhören mussten, dann den, oder?

    Das stimmt. Ich denke, das ist eine Familien- und Erziehungssache. Ich musste früh Verantwortung für meine Familie übernehmen und sorge heute natürlich noch mehr für sie. Ich habe früh gelernt, dass man nicht nur an sich selbst, sondern an sein gesamtes Umfeld denken muss. Und das übertrage ich auch auf mein Spiel. Da geht es nur um den Erfolg der ganzen Mannschaft. Als ich nach der HSV-Partie nach Hause gekommen bin, hat mich unser Kindermädchen gefragt, warum ich denn so traurig aus der Wäsche gucken würde, ich hätte doch schließlich ein Tor gemacht. Aber so bin ich nun mal. Es bringt mir nichts, wenn ich treffe und wir verlieren. Dann kann ich nicht in den Spiegel schauen.

    Egoisten müssen Ihnen demnach völlig gegen den Strich gehen.

    Natürlich ärgert man sich darüber. Vor allem, wenn man so eine Mannschaft ist, wie es der BVB ist. Wenn ein Ronaldo bei Real Madrid einen Alleingang macht, weil er meint, er müsse sein Ding durchziehen, dann ist das vielleicht noch okay. Aber unsere Stärke ist die Geschlossenheit. Hier ist jeder für den anderen da, vom Busfahrer bis zum Stürmer. Das ist für mich Borussia Dortmund. Einen Tennisspieler, der nur auf sich achtet, können wir nicht gebrauchen.

    Wie oft haben Sie sich denn mittlerweile verflucht, weil Sie damals die Zahl „15“ in den Mund genommen haben, als Sie zum BVB wechselten?

    (lacht) Ich glaube so oft, dass ich nie wieder in meiner Karriere irgendeine Zahl nennen werde. Das war auch das erste, was ich Lucas Barrios gesagt habe, als er hier ankam. Aber er ist sowieso ein ruhiger Typ und ein sehr netter Kerl. Er hält sich aus der Öffentlichkeit heraus und macht sich so nicht noch mehr Druck. Das habe ich damals leider anders gemacht.

    War es für Sie selbstverständlich, dass Sie sich um ihn kümmern, weil Sie dieselbe Sprache sprechen?

    Spätestens nachdem ich wusste, dass seine Mutter ursprünglich aus Paraguay stammt, war es klar für mich. Aber im Ernst: Natürlich war es selbstverständlich für mich, denn ich kenne die Situation selbst, wenn du in einem fremden Land bist und dich niemand versteht. Ich kümmere mich gerne um ihn, weil er ein wirklich netter Typ ist. Wenn er ein Blödmann wäre, wäre das sicherlich schwieriger.

    Wie hat man sich damals in Bremen um Sie gekümmert, als Sie aus Paraguay nach Deutschland wechselten? Stand Ihnen auch ein Dolmetscher zur Seite?

    Das wäre schön gewesen, aber es lief leider anders. Ich war gerade 17 Jahre alt und froh, wenn ich endlich den Weg zum Trainingsgelände gefunden hatte. Ich habe damals alles selbst in die Hand genommen, habe die Sprache im Alltag und durch Zeitungen gelernt.


    Wie wichtig war diese Zeit für Ihre persönliche Entwicklung?

    Sehr wichtig, da muss ich nur an meinen kleinen Bruder denken. Er wird bald 19 Jahre alt und hatte das Talent, ein großer Fußballer zu werden. Aber ihm fehlte der nötige Hunger. Ich habe damals sicher auch Fehler gemacht, weil ich schon in Europa gespielt und Geld verdient habe. Ich habe ihm alles gekauft und ihn sehr verwöhnt. Das hat ihn satt gemacht. Meine Schwester ist da zum Glück ganz anders. Sie spielt auch Fußball und ist mittlerweile sogar für die U17-Nationalmannschaft nominiert worden. Sie wird ihren Weg gehen, weil sie sehr ehrgeizig ist. Und aus dem Fehler, den ich mit meinem Bruder gemacht habe, konnte ich auch etwas lernen. Meine eigenen Kinder werde ich sicherlich nicht so verwöhnen. Sie sollen lernen, dass man im Leben arbeiten muss.

    Sie scheinen von Ihrer Mentalität sehr gut ins Ruhrgebiet zu passen.

    Das kommt aus meiner Heimat und von meiner Familie. Aber ich wusste deshalb auch, dass ich eigentlich gut hierhin passen würde. Ich bin froh, dass man das mittlerweile auch sieht.

    Mussten Sie sich in Ihrer Heimat eigentlich auch schon Vorwürfe wegen Ihrer Torquote anhören?

    Nein, dort weiß jeder, dass ich nicht der große Torjäger bin, sondern derjenige, der bis zum Umfallen kämpft. Die Leute honorieren das anscheinend, sonst wäre ich nicht dreimal hintereinander zum beliebtesten Promi des Landes gewählt worden. Das macht mich natürlich sehr, sehr stolz und glücklich. Denn das zeigt mir, dass meine Art zu spielen nicht so falsch ist.

    Wie fanatisch verfolgen Ihre Landsleute Ihren Sport?

    Es gibt bei uns nur Fußball, nichts anderes. Wenn die Nationalelf spielt, gibt unser Präsident dem ganzen Land frei, damit uns jeder zusehen kann. Deshalb wäre es das Größte für uns alle, wenn wir es noch einmal zur WM schaffen würden. Die Chancen stehen ganz gut. Wir brauchen noch vier Punkte aus den letzten vier Partien. Das sollte bei drei Heimspielen möglich sein.

    Planen Sie, nach Ihrer Karriere wieder nach Paraguay zurückzugehen?

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich wieder zurück nach Paraguay gehe. Ich könnte mir auch gut vorstellen in Deutschland zu bleiben oder nach Mallorca zu ziehen. In Paraguay ist es eher problematisch. Ich laufe immer mit fünf bis sieben Bodyguards durch die Straßen. Das Problem ist, dass es dort in den letzten zehn Jahren viele Entführungen gegeben hat, deshalb muss ich meine Familie schützen. Zwei Bodyguards wohnen das ganze Jahr über auf dem Gelände meiner Familie. Das ist das Negative, wenn man in Paraguay berühmt ist. Privatleben gibt es dann nicht mehr. Wenn ich einkaufen gehe, belagern gleich 50 Leute den Ausgang.


    Würden Sie dennoch noch von Heimat sprechen?

    Das ist schwer zu erklären. Vor drei Jahren hätte ich noch gesagt, dass Paraguay für mich zu 100 Prozent meine Heimat ist. Jetzt sehe ich das aber mit anderen Augen, weil meine Sicherheit und die der Familie einfach nicht gewährleistet sind.


    Trotzdem besuchen Sie regelmäßig Ihr Heimatdorf und unterstützen die Leute dort, wo Sie können. Ist es selbstverständlich für Sie, die Privilegien, die Sie als Fußballprofi genießen, weiterzugeben?

    Selbstverständlich will ich nicht sagen, weil nicht alle, die Geld haben, immer helfen. Ich bin aber so erzogen worden, dass man teilen muss, wenn einer mehr hat. Das Problem ist aber, dass man nicht immer allen helfen kann. Wenn du von zehn Leuten sieben hilfst, sagen die anderen drei, dass du arrogant bist.

    Haben Sie deshalb inzwischen einen Mittelsmann dazwischen geschaltet, der die vielen Anfragen kontrolliert?

    Ja, ich habe gerne geholfen. Aber irgendwann war es einfach zu viel. Jeder hat mich angerufen, wollte Hilfe. Immer wurde nur mein Name genannt. Jetzt habe ich etwas Ruhe.

    Was machen Sie denn konkret in Ihrem Heimatdorf?

    In diesem Jahr habe ich eine Stiftung zur Kinderhilfe gegründet, damit die Kinder zur Schule gehen können und genug zu Essen bekommen. Zudem spiele ich seit fünf Jahren den Weihnachtsmann, versorge die Kinder mit Süßigkeiten und Spielzeugen. Den Besucher-Rekord hatten wir im vergangenen Jahr. Da kamen 1700 Leute in mein Dorf. Ich wusste gar nicht, wo die alle herkamen. Bisher haben wir immer auf einem Sportplatz gefeiert. Der ist aber zu klein geworden Jetzt müssen wir uns einen neuen Ort suchen.

    http://www.reviersport.de/91838---bvb-nelson-valdez-interview.html
     
  11. Heute wieder getroffen. 2. Saisontor im 3. Spiel.
     
  12. svw&rwe

    svw&rwe

    Ort:
    Kölner Rheinland
    Kartenverkäufe:
    +26
    hat gerade ein tor gegen die gauchos gemacht.. hochachtung wie er bis hier her spielt!!!
     
  13. Traumhaft herausgespielt.
     
  14. Herzlichen Glückwunsch zur Quali an Nelson und Paraguay!
     
  15. Super!! Freut mich für Nelson...

    Was soll eigentlich der Staatsfussball Argentinien bei einer WM?

    Wie mich das freut, das man vielleicht merkt, das das Maradonna auch nur ein Mensch ist...:D
     
  16. Valdez hat mit Einbrechern zutun:

    http://www.bild.de/BILD/sport/fussb...erjagt-autoknacker-mercedes-fast-geklaut.html
     
  17. woher kommt eigentlich sein spitzname "eisverkäufer"?
     
  18. svw&rwe

    svw&rwe

    Ort:
    Kölner Rheinland
    Kartenverkäufe:
    +26
    das hat er selber mal gesagt... kurz vor seinem wechsel zum bvb..
     
  19. "Ich will im Sommer nach Dortmund. Mit der Borussia bin ich mir bereits einig, auch wenn noch nichts unterschrieben ist", sagte der Torjäger der "Syker Kreiszeitung". "Ich muss an mich denken. Einem Profi bleibt nur eine kurze Zeit, um für das weitere Leben vorzubeugen. Ich habe keine Lust, später als Eisverkäufer durch Paraguay zu reisen."