Nachwuchsleistungszentrum (NLZ)

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Bremen, 16. November 2018.

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  1. Das Interview mit Bücking zeigt auf, wo die Probleme liegen KÖNNTEN! Nichts wäre fataler, als wenn Stadt und Verein blauäugig der Idee hinterher rennen würden. Zu berücksichtigen, das bei Überschwemmung nicht nur das NLZ in Mitleidenschaft gezogen würde, sondern die gesamte Infrastruktur umzu auch.
     
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  2. Nicht nur das. Heute lässt sich KDF zum Thema aus und regt u.a. eine Zusammenarbeit mit der Uni Bremen an. Er will synergistische Effekte erzeugen. Wer jemals mit einer Uni zusammengearbeitet hat, weiß um die Problematik. Universitäten sind in D finanziell hart auf Kante genäht. Selbst wenn sie nur Menpower einbringen würden, müssten die aus ihrem Lehrbetrieb herausgelöst werden. Das macht man mal nicht eben so. Da hängen Bundesmittel drin und teilweise EU-Mittel. Selbst wenn man es über Gutachten sich bewilligen lassen will, muss man doch den Zeitfaktor berücksichtigen. Wann soll denn der Baubeginn für das NLZ sein? 2025?
    Was KDF tut, ist nicht anderes als Freies Assoziieren. Natürlich spricht er sich gegen Weyhe aus. KDF & Co haben uns schon diesen wunderbaren Umbau mit dem visionären Businessplan beschert. Das sich ein KDF ohne offizielle Funktion dazu äussert, finde ich unglaublich. KDF meint immer noch, dass er mit Rat und Tat zur Seite stehen könnte.
     
  3. .... nun, ist ihm ja nicht anzulasten. Vielmehr liegt es an den Medien .....;) Hättest du etwas dazu zu sagen, darfst du allenfalls einen Leserbrief absetzen. :D
     
  4. So einfach ist das nicht. Es sitzt nicht KDF am Frühstückstisch und plötzlich kommt der WK vorbei und macht mit ihm ein Interview über das NLZ. Solche Interviews werden redigiert und sollten dem Verein zum Gegenlesen ggf. für Veränderungsvorschläge vorgelegt werden. Für mich ist die eigentliche Schlagzeile, dass KDF seinem im Amt bestätigten Nachfolger in dieser Causa offiziell widerspricht. Ich spekuliere, dass man KDF sein Ausscheiden nahegelegt hat und er bis heute damit nicht klar kommt.
    Intern kann KDF das NLZ in seinem Garten planen, aber es muss intern bleiben.
     
  5. Bremen

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    Korrekt, wobei sich die Vermutung der Blauäugigkeit sich nicht gänzlich von der Hand weisen lässt, denn daß es sich bei Pauliner Marsch um ein ausgewiesenens Hochwassergebiet handelt, sollte eigentlich bekannt sein. Daß jetzt ausgerechnet die topografisch tiefste Stelle als Bauplatz auserkoren wurde, passt in dieses Bild - wobei es letztlich unerheblich ist, denn ein Bau in einem Hochwassergebiet erfordert ohnehin besondere bauliche Sondermaßnahmen, die zusätzlich hohe Summen verschlingen. Das wirkt auf den Betrachter wie ein Kapitel aus "Neues aus Schilda".
     
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  6. ..und der fiele ggf. noch der Zensur zum Opfer.
     
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  7. Bremen

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    Wundert dich das? Mich nicht. denn WL mischt auch ohne offizielle Funktion immer noch weiter munter mit, z.B. wie er sich jüngst mit seiner jüngsten Äußerung "unsere Heimat" für einen Bau des NLZ in der Pauliner Marsch starkmachte. Die alten Kater lassen das Mausen nicht.
     
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  8. Bremen

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    :lol::top:
     
  9. Das ist der Spagat, den man machen muss, um der Meinungsfreiheit genüge zu tun. KDF kann sagen, was er will, nur muß der Verein entsprechend darauf reagieren, derart, das es sich eben um die persönliche Meinung des KDF handelt und sich nicht unbedingt mit der von Werder deckt.
     
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  10. Exakt so ist es. Wir wissen doch jetzt schon, dass im Falle eines Baus dort, die Kosten extrem ansteigen würden, weil plötzlich und unerwartet für uns alle unfassbar aufgrund des Hochwassergebietes Zusatzkosten entstehen würden, die man vorher überhaupt nicht absehen konnte. Finger weg von der Pauliner Marsch.
    Für die Einheimischen ist doch klar, dass man Weyhe in ca 30 min erreichen kann. Das ist vor den Toren Bremens. Und wer weiß, vielleicht gibt das Land Niedersachsen sogar noch etwas dazu, um ein Prestigeobjekt mitzufinanzieren???
     
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  11. Bremen

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    Genau das ist der Casus Knacktus. Denn es kommt Vereinen, Unternehmen, Parteien etc. nicht selten vor, daß einst verdiente Honoration auch nach ihrem offiziellen Ausscheiden noch einen hohen Einfluß auf die Geschicke dieser Institution haben, so daß Entscheidungen in ihrem Sinne gefällt werden, auch wenn die Sachverhalte und/oder die eigenen Überzeigungen der Entscheider dagegensprechen.
     
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  12. Ich wollte da auch nicht gegenreden. Habe nur ein wenig gefrotzelt. Der hat noch immer ausreichend "Seilschaften" um ein solches
    Interview zu platzieren. Ein solches Interview gibt ja wieder eine Gegenrede, also wird es dann gern genommen.
    Ich wollte nur damit ausdrücken, dass wenn du oder ich als Privatperson eine solche "Idee" gehabt hätten, wir in den Bereich
    Leserbriefe gerutscht wären
    Ich spekuliere, dass man KDF sein Ausscheiden nahegelegt hat und er bis heute damit nicht klar kommt.:top:
    ... streiche spekulieren und setze ;)"bin der festen Überzeugung"
     
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  13. Seilschaften .... bis in die Politik.
    Hatten wir schon das Thema.
     
  14. Laut Deichstube soll hinter verschlossenen Türen mit dem Senat vereinbart worden sein, in der Pauliner Marsch zu bauen und der Senat würde 50% der Kosten tragen?! Allerdings müssen die Anwohner dem noch zustimmen.
    Da frage ich mich als Bürger, warum der Senat auf der einen Seite die Kosten für Risikospiele einklagt und auf der anderen Seite einen hohen zweistelligen Mio-Betrag für ein NLZ zur Verfügung stellt? Man kann ja ein paar Kindergärten schliessen oder Schulen, um schlecht bezahlten Nachwuchsfußballern die Karriere zu ermöglichen? Das würde Sinn machen.
    Es sind 2019 Wahlen. So bewerte ich auch diese Aktion.
     
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  15. In Lübeck gibt es einen Konzern, dessen Firmengelände durch eine Strasse getrennt WAR! Entweder, wir bekommen die Strasse dazu oder wir gehen weg aus HL. Wer hat gewonnen?
    In Bremen gibt es ein Werk, dessen Firmengelände durch eine Strasse getrennt WAR! Entweder wir kriegen eine Brücke, welche die Teile verbindet oder wir gehen weg aus HB. Wer hat gewonnen?
    In Bremen gibt es einen Bundesligisten, der sein NLZ vergrößern und modernisieren will. Entweder wir können am Ort bleiben oder wir gehen weg aus HB. Wer wird gewinnen? :D
     
  16. Was hat die Brücke gekostet?
     
  17. Frag mal nach im Senat, k.A. was so'n KIlometer Brücke gekostet hat?
    Außerdem gehts nicht um Kosten, sondern darum, wer letztendlich seinen Willen durchsetzt.
     
  18. Ach, was. Die Anwohner entscheiden zu aller erst. Wenn nur Einer dagegen stimmt, ist es schon vorbei. Der wird zu 100% dabei sein. Dadurch ist es durch, bevor es angefangen hat.
    Wie will zudem der Bremer Senat das seinen treuen SPD-Wählern vermitteln? Auf der einen Seite klagen sie gegen das Großkapital der DFL/DFB wegen der Risikospiele, die nun wirklich im Vergleich zu anderen Bundesländern kaum ins Gewicht fallen, und auf der anderen Seite wollen sie ein NLZ für angehende Millionäre mitfinanzieren. Es ist auch nicht so, dass an diesem Projekt tausende von Arbeitsplätzen hängen, wie in Deinen anderen Beispielen. Die Arbeitnehmer können problemlos selber per PKW fahren und sogar den ÖPNV benutzen. Vielleicht gibt es einen anderen Standort in Bremen? Sonst eben Niedersachsen. Wo liegt das Problem? Die Argumente wie Werder Bremen sind doch nicht stichhaltig. Haben wir überhaupt einen Bremer im Kader? Sind doch alles Auswärtige.
     
  19. Bremen

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  20. Bremen

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    In punkto NLZ ist in den letzten Monaten (vermutlich wegen der Bürgerschaftswahlen) nichts nach außen gedrungen und nach Abschluß der Koalitionsverhandlungen wird die neue Regierung vermutlich für die Allgemeinheit wichtigeren Baustellen als Werders NLZ angehen. Die Linken haben sich Anfang des Jahres jedenfalls gegen ein NLZ in der Pauliner Marsch ausgsprochen; wenn die ihren Standpunkt unverändert lassen wird es (sofern das NLZ nicht schon ein Teil der Koalitionsverhandlungen sein sollte) noch ein zähes Ringen innerhalb der möglichen rot-grün-roten Regierung um die Standortfrage geben, bei der es sehr wahrscheinlich nur dann ein Ja für die Pauliner Marsch dann geben wird, wenn ein trag- und finanzierbares Konzept für den Hochwasserschutz sowie etwaiger Folgekosten bei Hochwasserschäden vorliegt.


    :tnx:
    Richtig, nur hat HHG ja schon im November 2018 durchsickern lassen, daß er eine Finanzierung über die Stadion GmbH bevorzugt. Das lässt das Fazit zu, daß der Verkauf von KGaA-Anteilen auch 20 Jahre nach der Entscheidung, die rechtlichen Möglichkeiten für eine solche Akquise von finanziellen Mitteln zu schaffen, nach wie vor ein Tabu-Thema bleibt.

    Doch wie steht die designierte Regierung bzw. deren Partien dazu, daß die SteuerzahlerInnen die Hälfte der anberaumten 32+x Mio. € (wobei das x bei einem Bau in der Pauliner Marsch deutlich höher ausfallen würde) berappen soll? Die Linken werden trotz ihres Hangs zur Neuverschuldung wohl wenig Bereitschaft für eine Teilfinanzierung aus Steuermitteln zeigen und bei den Grünen ist nicht auszuschließen, daß die eigentlich fortschrittliche Partei-Spitze hier wie schon bei der Entscheidung für Koalitionsverhandlung vor der vergleichsweise links stehenden Basis einknickt; d.h., daß im worst case
    nur noch die mit Werder eng verbändelten Sozialdemokraten trotz einiger Vorbehalte für eine Teilfinanzierung aus Steuermitteln stehen könnten. Doch das ist keine beschlussfähige Mehrheit, so daß Werder die Kosten für einen Bau in der Pauliner Marsch oder wo auch immer in Bremen somit alleine zu stemmen hätte - es sei denn, die Gemeinde Weyhe lockt mit einem lukrativen Angebot für einen Bau innerhalb deren Grenzen.


    In dieser Angelegenheit sind noch so viele offene Fragen zu klären, so daß es schon einem kleinen Wunder von der Weser gleichkäme, wenn im Jahr 2020 der erste Spatenstich für das NLZ erfolgen könnte.