Marco Bode (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Dieses Thema im Forum "Mannschaft" wurde erstellt von Christian Günther, 18. Juli 2009.

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  1. Maternus

    Maternus Guest

    Nunja...ein gesunder Verein....sieht IMO etwas anders aus. Zwar ist das Feld scheinbar bestellt.....aber wie es das Wort "scheinbar" so mit sich bringt, scheint es eben nur so, tatsächlich ist es anders. Nicht nur die Rahmenbedingungen bei Werder sind schlechter als in Vereinen gleicher Kategorie (z.B. finanziell), auch die Mannschaft ist schwächer. Man hat einen Torwart, davor aber mehrere verunsicherte oder maximal begrenzt leistungsfähige Spieler. Dazu ruhen die Hoffnungen auf einem bald 30-jährigen Spielmacher außer Form (was sich zwar korrigieren ließe, aber die Zeitfrage ist unsicher - und inwieweit der Aufschwung die Kollegen mitreißen würde, ist die Anschlussfrage....denn allein kann Kruse nicht alles reißen). Über weitere individuell starke Spieler verfügt Werder eher nicht (Ausnahme evtl. Delaney), Alternativen im Kader? Fehlanzeige.
    Da muss man kein Phantast sein, um einen turnaround nur dann zu sehen, wenn in Bremen alles wieder zusammenkommt. Bis dahin muss man arbeiten, arbeiten und noch mehr arbeiten. Ist in Krisen so, dass Arbeitszeitregelungen dann mal vorübergehend zweitrangig werden. Fängt bei Bode an und hört im Training auf.
     
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  2. Bremen

    Bremen Moderator

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    :tnx:

    Dazu muß man sich nur einmal die u.a. Auszüge des Chanchen- und Risikoberichts aus der letzten bisher veröffentlichen Bilanz aus der Saison 15/16 durchlesen:

    Quelle


    Der "Patient" ist zwar nicht schwer krank, aber gesund sieht definitiv anders aus.
     
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  3. Juri

    Juri

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    Die Rahmenbedingungen sind bei Werder nicht schlechter, sondern besser als bei anderen Vereinen. Maternus, du schreibst "z.B. beim Geld". Das betrifft aber nur das Geld, die Unternehmen in der Umgebung. Alles andere, die Atmosphäre und die Unternehmenskultur, sind besser als anderswo. Nur wer sich nur auf das Geld bezieht, sieht hier alles schwarz. Wie würdest du überhaupt erklären, dass Werder so eine große Geschichte hat? Aus deiner Sicht hat sich Werder ja noch nie positiv gegenüber Fortuna Düsseldorf abgehoben, dort sind die Rahmenbedingungen ja viel besser.
    Dann darf ich darauf hinweisen, dass Werder keine Schulden hat, im Gegensatz zu den meisten. In der Liste oben, die aufzählt, wovon bei Werder zurzeit eine ausgeglichene Bilanz abhängt, steht das Wort "oder". Eine Alternative ist das Erreichen weiterer Pokalrunden. Das ist für diese Saison schon mal abgehakt und darf durchaus eingeplant werden. Die letzten Jahren waren da eine traurige Ausnahme.
    Natürlich heißt das alles auch, dass man die Messlatte für die Verantwortlichen hoch legen darf. Bei Geschäftsführung und Aufsichtsrat ist da aber ein bisschen Geduld angezeigt und Trainer-Entscheidungen sind immer auch eine Glückssache, ist einfach so.
     
  4. Exil-Ostfriese

    Exil-Ostfriese

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    Jo und wenn ich mir die explodierenden Transfersummen der Spieler am Markt anschaue und die Situation so ist wie sie eben ist verstehe ich einfach nicht, warum man nicht in einen TOP Trainer investiert.
    Ist in der Summe günstiger. Kann das Team besser machen, die Spieler somit vom Marktwert steigern und uns endlich wieder gezielt in die internationalen Plätze führen, die ja notwendig sind.
    Ich verstehe die denke dieser Billiglösungen der letzten Jahre einfach nicht.
     
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  5. FatTony

    FatTony Guest

    Warte es doch erst mal ab. Außerdem muss ein TOP-Trainer auch zu einem nicht so ganz TOP-Team wollen....
     
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  6. Exil-Ostfriese

    Exil-Ostfriese

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    Trainerentscheidungen sind auch immer Glücksache, jo ist bei Bremen wie Lotto spielen, einer der "Werderaner" und Billiglösungen wird schon der erhoffte 6er im Lotto sein, irgendwann, man muss nur völlig schmerzfrei sein und weiter wurschteln wie bisher, irgendwann ist ein Glücksgriff dabei. Läuft bei uns.
     
  7. Exil-Ostfriese

    Exil-Ostfriese

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    Hast ja völlig recht! :kaffee:






















    Aber ein bisschen aufregen muss ich mich einfach ich mag einfach absolut kein Kleindenken und Schafmützigkeit. Da bekomme ich Puls. Und soviel fehlt uns ja nicht zu einem Topteam ein guter Trainer gezielte Qualität in der Winterpause und stärkerer Einbau vom Nachwuchs.
     
  8. Eisenfuss57

    Eisenfuss57 Guest

    Heute aus MEIN Werder von Jörg Wontorra:
    Nichts ist unmöglich in der wildbewegten Werder-Welt dieser Tage, und alles ist offen. Oder besser gesagt: Sie lassen sich alles offen in der Kommando-Zentrale am Osterdeich, auch in Sachen Florian Kohfeldt. Welches Etikett steckt denn nun an seinem Revers? Interimslösung? Platzhalter für den unbekannten Retter? Oder doch Erneuerer mit Langzeitperspektive? Die Bosse halten sich noch bedeckt, weil sie dieses Mal besonders sorgfältig umgehen wollen mit der Trainerpersonalie, und das scheint auch gut so nach den beiden letzten Erfahrungen. Aber dennoch muss zügig eine Entscheidung her, damit die Führungsriege die Köpfe frei hat für das große Ganze. Denn da hakt es am meisten: Bremens Vorzeigeklub fehlt es an Visionen und Unternehmergeist, um in einer radikal veränderten Fußball-Landschaft bestehen zu können.

    Werder wie ein Bauchladen

    Innerhalb des hochgezüchteten Bundesliga-Betriebes kommt Werder inzwischen wie ein (zugegebenermaßen sympathischer) Bauchladen daher. Bloß keine Schulden machen, bloß nicht mehr ausgeben als einnehmen, und am liebsten alles intern lösen, weil es sonst zu teuer werden könnte. Um es auf einen Satz zu verknappen: Das ist zu kurz gesprungen. Denn auf Dauer kann so eine Politik sogar eher Geld kosten als Geld bringen.

    Beispiel Trainer: Zweimal wurde auf dieser Position mit Bordmitteln hantiert, zweimal wurden die Verträge sogar noch kurz vor der jeweiligen Trennung verlängert. Und so belasten die Herren Skripnik und Nouri noch länger den Etat. Kein guter Deal! Wohlgemerkt: Die Entlassung von Alexander Nouri war dabei noch absolut folgerichtig. Nicht nur wegen der fehlenden Ergebnisse, sondern weil auch ein Teil des Teams dem Coach nicht mehr bedingungslos folgen mochte.

    Bei einem der letzten Punktspiele sind Profis auf den Gegner zugegangen, und es fiel der Satz: „Könnt Ihr uns heute nicht mal wegschießen, dann sind wir endlich den Trainer los.“ Was sich übrigens nicht gegen den Menschen Nouri richtete, sondern gegen seinen Auftrag. Die Schießbude sollte er schließen, aber einigen kam bei diesem Versuch schlicht der Fußball zu kurz.

    Beispiel Kader: Um die neun Millionen hat Werder in dieser Saison bei Transfers bewegt und sich dabei unter allen Wettbewerbern gerade mal auf Platz 17 eingeordnet. Hauptsache, die finanzielle Bilanz war ausgeglichen. Das Ergebnis: Die Mannschaft hat einen erheblichen Qualitätsverlust erlitten. Gondorf und Belfodil gehen trotz niedriger Ablöse oder geringer Leihgebühr nicht wirklich als Schnäppchen durch, dazu fehlt einfach der sportliche Ertrag. Spieler wie Gondorf oder Belfodil sind aber Sinnbild für die unternehmerische Ausrichtung. Lieber Durchschnitt, bevor sie bei Werder ein Risiko nehmen müssen. Der Verein scheut Investitionen, obwohl sie in der Branche notwendig geworden sind, und ihm ist die Fähigkeit abhandengekommen, groß zu denken. Komischerweise sitzen im Aufsichtsrat erfolgreiche Firmenlenker, die den Vorständen erklären könnten, wie das Prinzip funktioniert. Kurt Zech, einer aus dem Kontrollgremium, hätte immer noch einen kleinen Baubetrieb und wäre nicht global aufgestellt, wenn er nicht mit Wagemut ausgestattet wäre.

    Werders Philosophie verträgt sich nicht mehr mit dem Anspruch, ein anerkanntes Mitglied in der Beletage des deutschen Fußballs zu sein. Und darum sollte Werder umdenken. Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder Ausbildungsverein sein und dann auch mal den Weg des SC Freiburg gehen oder auch mal richtiges Geld in die Hand nehmen und zwei Transfers tätigen, die dem Kader Qualität zuführen.

    Denn eins ist klar: Auch wenn die Spieler jetzt eine Reaktion zeigen, werden sie bis zum Ende gegen den Abstieg spielen. Durch die Sparfuchs-Käufe von Frank Baumann fehlt einfach die Klasse, weil Lidl halt doch nicht Grashoff ist. Und daran wird auch der neue Trainer nicht viel ändern können – egal, ob er Kohfeldt heißt oder Labbadia.
    Ende
    :tnx::top:

    JW ist nun wahrlich nicht mein Freund, aber hier schreibt er zum Thema Zukunft/Investitionen doch ein paar richtige Worte. Im Übrigen
    schreibt er es nicht erst heute.
    Es wird augenscheinlich wo das eigentliche Problem von Werder liegt.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 3. November 2017
  9. beckstown

    beckstown Guest

    Absolut korrekt. Jörg ist damit in meinem Ansehen gestiegen. Guter Text!
    Ja schade das die neuen Leute in den Chefpositionen nicht auch einen neuen Zeitgeist mit gebracht haben, sondern eher im Sinne der Gründungsväter ausschließlich konservieren und verwalten nach Schema F.

    Werder wirkt wie ein 50 Jähriger in der Diskothek, der krampfhaft darauf wartet das endlich wieder "Come on Eileen" gespielt wird, während alle anderen ausgelassen tanzen!
     
  10. Exil-Ostfriese

    Exil-Ostfriese

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    :tnx: Schön beschrieben!
     
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  11. Bremen

    Bremen Moderator

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    Auch wenn JW mir nicht wohlgesonnen ist, so trifft er mit diesem Beitrag den Nagel auf den Kopf,


    Für die Nicht-Bremer: Grashoff ist ein hiesigen Feinkostgeschäft mit Bistro
     
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  12. Exil-Ostfriese

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  13. Torstininho

    Torstininho Guest

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  14. beckstown

    beckstown Guest

    Also auch jetzt mit dem technischen Direktor, man bekommt ja mehr und mehr den Eindruck das Werder sich mit Ehemaligen Werderanern aufbläht. Also brauchen wir die ganzen Posten oder geht's hier um ABM oder Rentenverträge für Ehemalige bzw. Altgediente.....

    Bei einem Abstieg fegt der dann entstehenden finanzielle Wind eh einige Posten wech ...... das ist doch alles Unsinn!
     
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  15. Das tun andere Clubs auch. Nur bei Werder wird die Kompetenzfrage nicht gestellt, sondern mit der ehemaligen Tätigkeit als Spieler gleichgesetzt. Diese Pauschalkritik an den Ex-Spielern im Verein bringt uns nicht weiter. Allerdings einen Tätigkeitsnachweis und Ergebnisse darf man schon erwarten. Genau davor scheuen sie zurück. Ein Eichin hat hier zB angesetzt und einen Harttgen, Dimanski usw die Pistole auf die Brust gesetzt.
    Die Frage bleibt doch, ob es im Falle des Abstiegs überhaupt Sinn macht, hier weiterhin Profi-Fußball von diesen Amateuren darstellen zu lassen?
     
  16. Hier kommt mir eine Sache zu kurz, wobei die auch nicht unbedingt in diesen Thread gehört. Ich möchte gerne wissen, ob die Aussage von den Spielern stimmt, dass sie den Gegner gebeten haben," sie mal richtig abzuschießen", damit man den Trainer los sei. Wenn diese Aussage stimmt, ist das in meinen Augen ein absoluter Skandal und wirft ein bezeichnendes Licht.auf Teile der Mannschaft. Dann darf man sich auch nicht wundern, wenn die Mannschaft unten steht und da sind mir auch alle finanziellen Nachteile und Fehltransfers scheißegal. Wenn dem so ist, hätte man entweder Nouri viel früher feuern MÜSSEN oder den betreffenden Spieler in die Wüste schicken. Lieber letzteres, solche Kotzbrocken mit einer solcherart unprofessionellen Einstellung will ich nicht im Werdertrikot sehen. Pfui Deibel! Mir auch egal, wer es ist: RAUS aus dem Kader, Trainingsgruppe C und tschüs! So was Ekliges will ich hier nicht!
     
  17. Wenn das übrigens der Plan war, hat Rantanplan Recht. Keiner hat dem armen Pavlenka das richtig übersetzt und der hat alles getan, um Nouri zu halten und diesen Plan zu vereiteln.
     
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  18. Maternus

    Maternus Guest

    Ist die Frage nicht eher, ob der Profifußball von "diesen Amateuren" überhaupt auf BuLi-Niveau dargestellt und gehalten werden kann? Danach sieht es im Moment nämlich nicht aus. Weder scheint Bode über die erforderliche intellektuelle Schärfe zu verfügen (obwohl er doch insgesamt einer der Clevereren zu sein schien....aber eben doch nicht clever genug).....noch scheint Baumann das zu haben. Ansonsten wäre solche Fehlentscheidungen mit gegenseitiger Abstimmung nicht machbar gewesen. Unerschütterlicher Glaube in die Fähigkeiten von ehemaligen Mitläufern ist ersichtlich das falsche Mittel, um die aktuelle Situation zu lösen.
    Deshalb will ich von Schaaf gar nicht erst anfangen.....da sehe ich auch nur Werder-Vergangenheit und Teilhabe an Erfolgen als Kompetenz.....er wäre IMO der falsche TD. Aber allein schon der Gedanke zeigt, dass Werders Triumvirat hartnäckig daran arbeitet, die Bundesliga-Vergangenheit Werders einzuleiten.

    Wie man auch in München sehen kann: Nerlinger und Salihamdizic sind IMO auch typische Vereinstreue-Kandidaten, die das erforderliche Niveau nicht mitbringen, auf dem Level zu bestehen. Salihamdizic hat ja angeblich Pläne.....man wird sehen, wie lange er im Amt bleibt. Ende OT.
     
  19. Exil-Ostfriese

    Exil-Ostfriese

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    Die Frage stellt sich mir garnicht, ich habe die zweite Halbzeit mit eigenen Augen gesehen, Einwurf Theo zum Gegenspieler, offensives weglaufen und Abstand halten wenn der Gegner Anlief.
    Peinlich fürs Team, da ein hundsmiserabler Charakter vom grossteil der Mannschaft zum Vorschein kam.
    Auch wenn sie es als letzte Maßnahme gesehen haben, einfach nicht schön eine Werdermannschaft so zu sehen.
    Ein Moisander hatte schon Recht: Die Spieler sind es nicht würdig das Werdertrikot zu tragen.
    Bin auf den Auftritt heute und die nächsten Spiele seeehhr gespannt, alleine ob mich mein Bauchgefühl mal wieder nicht getäuscht hat.:popcorn:
     
    mezzo19742, Torstininho und beckstown gefällt das.
  20. Maternus

    Maternus Guest

    @mezzo19742:#
    Zu Deiner Theorie der Spielerverweigerung:

    Ist die Frage. Wenn das stimmen sollte, hat der betreffende Spieler vielleicht doch entscheidende Eindrücke über die Zusammenarbeit mit Nouri gehabt, die den Entscheidungsträgern gefehlt haben - und das ist dann wohl der Grund, weshalb die Nouri-Entscheidung so lange verschleppt wurde. Es klingt natürlich schräg, wenn von der "Basis" so etwas vermeldet wird.....aber man kann in einem System nicht ein Modell auf die Leute stülpen, wenn die Mitarbeiter das nicht mitmachen. Das funktioniert in keinem Betrieb. Und wenn das der Grund gewesen sein sollte, ist es nicht verwunderlich, dass es in Bremen auch nicht funktioniert hat.