Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Joga Bonito, 3. August 2008.

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  1. Juri

    Juri

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    Ich denke, dass sich die Option "kein Investor" bzw. "100%-er bleiben" bewährt hat. Und man sollte überlegen, sich das als Besonderheit auf die Fahne zu schreiben. Denn das sind Merkmale, die Freiburg, Union, Gladbach, Werder von anderen abheben.
    Eine weitere Option ist es, verschärft darauf zu gucken, ob andere sich überhaupt an die Regeln halten. Z.B. bei RB Leipzig, wo es 1.000 Euro kostet Mitglied zu sein und es keinen Traditionsbestand an Mitgliedern gibt, womit 50+1 pervertiert wird.
     
  2. liam

    liam

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    was viele nicht wissen, Union hat schon seit Jahren einen Investor, den Rechtehändler Michael Kölmel. Der bleibt aber im Hintergrund und es scheint für beide Seiten eine win win Situation zu sein.

    https://www.funk.net/channel/manu-t...-wahrheit-ein-kultiger-investorenklub-1812983

    https://www.berliner-kurier.de/hert...hnet-union-zeigt-hertha-wie-es-geht-li.219252
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Oktober 2022
  3. Ehm...Leverkusen und Wolfsburg sind keine Investorenklubs sondern Werksvereine. Borussia Dortmund ist kein Investorenklub sondern ein Unternehmen das deutschem Börsenrecht untersteht. Die können eben gerade NICHT 300mio € in die Hand nehmen, weil ein Investor das so will. In Deutschland gibt es Investorenklubs, wobei der erfolgreichste, Bayern München, auch nicht vergleichbar ist mit den "Originalen". Ständiges Nachschießen von Geld, das haben die Investoren beim HSV gemacht, in Berlin, bei Augsburg, bei 1860 München, in Hannover. Daimler in Stuttgart wäre noch zu nennen, wobei das auch so ein regionales Ding ist was eben nicht überall geht. Der weitverbreitete Glaube es stünden die Firmen Schlange wenn man sich nur bemühen würde, ist am Ende des Tages naiv. Das funktioniert nur, wenn man die Bundesliga in einen Spielplatz für Superreiche verwandelt und dann bekommt man sowas wie die PL. Ob das nun aber wünschenswert ist, das darf jeder für sich selbst entscheiden. Problem an der Bundesliga ist am Ende des Tages, dass kein chancengleicher Wettbewerb besteht und das nun schon über längere Zeit. Da auch kein Interesse daran besteht, hier was zu verändern,wünsche ich fast schon Leipzig (Werksverein, kein Investorenklub) den maximalen Erfolg denn nur ein Angriff auf Bayern wird am Status Quo etwas verändern.
     
  4. Bremen

    Bremen Moderator

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    Diese Option hat sich bewährt, ja. Allerdings in der Vergangenheit. Doch die Gegenwart ist eine andere. Der Fußball hat sich noch mehr zu einem Geschäft entwickelt. und die Verwässerung der 50+1 den "100%ern" einen Wettbewerbsnachteil verschafften. Dementsprechend stehen jetzt sie am Scheideweg. Passen sie sich den Veränderungen, die der Markt für den Erhalt des Wettbewerbsfähigkeit auf hohem Niveau erforderlich ist, an, oder verharren sie auf ihren ideellen Vorstellungen mit dem Risiko, den wirtschaftlichen Anschluss auch an die Clubs zu verlieren, die zwar noch "100%er" sind, sich jedoch bereits mit der Akquise von Investoren beschäftigen?

    Dies ist einer der Fälle, in denen die DFL Ausnahmen von der 50+1-Regel durchgewunken hat. Wieso sollte man jetzt verschärft darauf gucken, dass diese Regeln eingehalten werden? Das ergibt doch keinen Sinn.
     
  5. Bremen

    Bremen Moderator

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    Bezüglich des Wordings hast du selbstverständlich Recht. Es ist jedoch mühselig, die unterschiedlichen Arten von Clubs, die sich nicht zu 100% in Eigenbesitz befinden, in der Debatte wiederholt gebetsmühlenartig einzeln aufzuzählen, wodurch kilometerlange Referate entstünden ;)
     
  6. Die Mühe muss man sich schon machen wenn man denn die finanzielle Wahrheit verkünden will ;)
     
  7. Bremen

    Bremen Moderator

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    Oder im Sinne des Aküfi künftig Cdsnz100%iEb schreiben. ;)
     
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  8. Juri

    Juri

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    Da müssen wir aber auch genauer sein. Leverkusen ist ein Werksverein. Da war ein eingesessenes Unternehmen, da haben Leute gearbeitet, und für diese Mitarbeiter wurde ein Sportverein gegründet. Das ist etwas anderes als ein Ufo, das in einer eher zufälligen Stadt landet. Aber die Spieler von RBL haben nicht vorher bei Red Bull gearbeitet, das ist der Unterschied.
     
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  9. Bremen

    Bremen Moderator

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  10. Ich packs mal hier rein

    Werder hat wegen Verstoßes gegen die Kapitalauflagen eine Strafe von über einer Million Euro von der DFL erhalten. Am Donnerstag wird bei der DFL-Vollversammlung ein Antrag des SVW bzgl der Strafe verhandelt, der durchaus Aussicht auf Erfolg habe.
    deichstube
     
  11. Werder scheitert mit dem Antrag bei der DFL.
    Nun droht eine Millionenstrafe.
    Sky Sport
     
  12. Ich bin nicht überrascht. Warum sollten die anderen Vereine, die Bremer damit durchkommen lassen? Nur wundere ich mich, dass viele Clubs in der Vergangenheit Kapriolen geschlagen haben, ohne dass es Konsequenzen gehabt hätte. Ich sehe das Problem nicht allein bei Werder und dem FC Nürnberg aktuell. Ich schaue mit meinem bebrillten Blick nach Berlin, wo die Hertha Ende 2023 40 Mio€ Plus erwirtschaften muss/soll/kann/darf!
    Wenn man dann noch die Risikospiele und die alleinige Zahlung seitens Werder von der DFL mit einpreist, konnte dieser Antrag nicht genehmigt werden. War dem Herrn Filbry das alles nicht bekannt gewesen? Ist er nicht zu blauäugig an das Problem herangetreten?
     
  13. Kann man ungerecht finden oder nicht. Aber die Frage ist: Hätte ein Finanzvorstand das nicht wissen können bei der "Gestaltung" der Bilanzen?
     
  14. Wo ist das Problem? Es wird sich schon ein Geldgeber finden lassen, der diesen Unsinn gegen ein paar Euro Zinsen oder sonstige Boni ausgleicht. Gibt hier ja kein Risiko, es muss nur die Bilanz bis Jahresende an blödsinnige Statuten angepasst werden.
     
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  15. Eben... deswegen "Gestaltung"...:D
     
  16. Macht er dann halt jetzt. Aber vielleicht wäre es leichter gegangen. Am Ende wäre hier noch gemotzt worden, dass der Herr Filbry es nicht mal versucht hat ;)
     
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  17. Motzen? Im Forum?? Wiebidde? :XD:
     
  18. @syker1983 Gefällt mir (hier geht wieder nur die Hälfte)

    Was sind schon 2,5 Mio. Euro (+/-)? Alles Peanuts, die Antwort liest man dann unter #2874 Fat Tony. Was kostet die Welt, erinnert mich u. a.
    an die Bremer Haushaltsführung. Keinen Poscher auf der Tasche und dann 2,5 Mio. plus Zinsen, wenn man dann einen Geldgeber findet,
    verbrennen. Habe ich was überlesen, kein Risiko? Strafe hat doch noch immer die Bedeutung die sie haben sollte, oder?
    Geld verbrennen hat hier ja Tradition. Außerdem werden die handelnden Personen auch noch dafür abgefeiert, indem man darauf abhebt,
    dass er es zumindest versucht hat.

    Vielleicht hätte er mit ein wenig nachdenken, den Geldgeber vorher gesucht und gefragt, um die Bilanzen im Vorfeld zu regulieren, denn er
    wusste ja was auf ihn zukommt.
    Wenn man auf dieser Ebene so abgeklatscht wird, sollte man seine nächsten Schritte wohl wirklich überlegen. Vielleicht bei, nächsten Mal
    HGG fragen, der geht ja bald in die Politik, der sollte wissen wie man Mehrheiten schafft bzw. die Chancen eines solchen Antrags ein-
    schätzt. Seine Bilanz für die JHV kann er jetzt auch neu schreiben.
     
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  19. Juri

    Juri

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    Ich denke, es war so gemeint:
    Laut Kicker kann die Bilanz des Halbjahres noch bis zum 31.12. positiv gestaltet werden. Dann würde die Vertragsstrafe nicht fällig. Normalerweise wohl unmöglich, aber - das war der Vorschlag - mit etwas Kosmetik noch machbar.
    Ich bin leider nicht sicher, wie es zu verstehen war: War es gefordert, dass die Bilanz zweimal hintereinander nicht negativ ist (dann wäre es zu spät), oder nur dass man nicht zweimal in Folge eine negative Halbjahresbilanz hat (dann sollte man FatTonys Vorschlag folgen).
     
  20. Bremen

    Bremen Moderator

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    Kommt letztlich darauf an, in wie weit die jeweiligen Kapriolen gegen die Lizenz-Bestimmungen verstießen.

    Möglich, dass er zu blauäugig war. Aber wäre das verwunderlich? Schließlich war die im März 2020 auch Europa überziehende Corona-Pandemie für den gesamten Vorstand die geeignete Hängematte, um das eigene Missmanagement bis einschließlich der Winter-TP 2019/20 zu kaschieren. Und somit hätte die nun fälligen Millionen-Strafe diese Hybris Filbry & Co. eingeholt.