Allgemeiner Politik Thread

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von Niedersachse, 15. November 2008.

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  1. Nee, so war das auch nicht gemeint. Klar gibt es welche, die diese Vorschläge gut finden. Meist aber mit dem Tenor: Endlich mal einer, der sich traut, das auch auszusprechen. Für viele "gehört sich" sowas aber nicht. Und das finde ich unmöglich. Einfach den Vorschlag ablehnen und eine andere Meinung zu vertreten, das fände ich ja noch ok. Aber darüber hinaus wird leider oft genug auch noch versucht, den Andersdenkenden im Stile eines Oberlehrers zu belehren. Zumal das Recht auf freie Meinungsäußerung in Deutschland zwar pro forma existiert, manchmal aber seltsame Blüten treibt.
     
  2. gelöscht

    gelöscht Guest

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    ...konnte man heute lesen, der amerikanische Präsident hätte "gewonnen", aber vielmehr ist es doch so, dass die Schuldenuhr unaufhörlich tickt und diese Summen niemals mehr reduziert werden können. Hierbei sind eigentlich nur 4 Szenarien denkbar.

    1. Die Amerikaner stoppen die Neuverschuldung und starten mit dem Abbau der vorhandenen an - unwahrscheinlich

    2. Die Amerikaner einigen sich darauf, dass die nächste Grenze bei 10 Billionen USD liegen soll und verschaffen sich somit ein paar Jahre Zeit (2 - 3 Jahre) - unwahrscheinlich

    3. Der Präsident entscheidet dies per Dekret (quasi diktatorisch) und sort so für weltweite Unruhe - nicht unwahrscheinlich

    4. Das Prozedere geht noch eine gewisse Zeit so weiter, bis der grosse Bang kommt (Reset) und eine weltweite Krise entsteht - sehr wahrscheinlich.

    Ich tendiere zu Punkt 4 und die Verwerfungen werden erheblich sein, andererseits geht das nicht ewig so weiter, das hat die Geschichte bereits gezeigt.
     
  3. 1. scheint mir auch ausgeschlossen - dazu ist Krieg zu führen schlicht zu teuer. Die geben ja in etwa so viel für Rüstung aus wie der Rest des Planeten zusammen. Wahnsinn!

    2. 10.000.000.000.000 haben sie schon längst hinter sich gelassen. Die Grenze, die gerade überschritten wird, liegt bei 16,7 Billionen $.

    3. Wäre das überhaupt formal legal? Ich glaube, er hat sehr viel Macht, kann das kann er meiner Meinung nach nicht. Also ausgeschlosssen.

    4. Das halte ich auch für wahrscheinlich bis unausweichlich. Habe mal folgendes ausgerechnet: Wenn ab genau 16,7 Billionen keine neuen Schulden mehr gemacht werden, und irgendjemand von da ab pro Sekunde einen Dollar ins Sparschwein steckt - ohne Schlafens- oder Pinkelpause, dann braucht er, damit das Sparschwein groß genug ist zum Schuldenabbau auf Null - mehr als 529.000 Jahre!


    Als "Sieger" sehe ich Obama dennoch. Die Republikaner haben ja nicht gesagt: "Das ist Wahnsinn, lasst uns sofort aufhören mit dem Schuldenmachen." Sondern "Wir machen nur weiter, wenn es kein Obamacare mehr gibt." Gerade die Republikaner sind es ja, die den (Teil-)ausweg, sich einen Teil des Geldes von den Reichen und Superreichen zu holen, ja vehemend ablehnen.
     
  4. werderiti

    werderiti

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    Es ist schon richtig das die knappe Mehrheit Obamacare ablehnt weil sie es als Eingriff in ihre Freiheitsrechte sehen auch wenn sehr viele gar nicht wirklich wissen was Obamacare eigentlich bewirkt. Viele glauben Sie müssen in die Obamacare Versicherung obwohl sie bereits krankenversichert sind.

    Die Mentalität ist eine andere das ist richtig. Freiheit vor finanzieller Sicherheit ist stärker ausgeprägt.

    Aber dennoch sehe ich das deutsche Sozialversicherungssystem im großen und ganzen als besser an. Ausgenommen im Bereich der Rentenversicherung sehe ich die Social Security als besser an.
     
  5. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Der grund für die Ablehnung liegt darin, dass Obamacare zu weiten Teilen ein Flickenteppich und schlechte Politik ist. Die allgemeine Gesundheit wird extrem teuer und die Versicherungswirtschaft, Obamas Hauptsponsor im letzten Wahlkampf, profitiert. Das kommt eben bei denen, die bereits eine Krankenversicherung selbst abgeschlossen haben, schlecht an.

    Wenn ich sehe, was die gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland alles zahlen, woran sich die deutsche Pharmaindustrie gesund stößt, bis hin zur Irrlehre der Homöopathie, dann bin ich von unserem System auch extrem unbegeistert. Sollen die Leute doch ihr Globuli im Supermarkt oder in der Drogerie kaufen, für die Preise, die das realistisch kosten würde, wenn man es neben Doppelherz stellen würde.
     
  6. Wie sagten sie in der heute show doch neulich so schön: "Wenn auf dem Schulhof ein Kind ein anderes Kind mit einer automatischen Waffe niederschießt, dann ist das Freiheit. Wenn dieses Kind dann im Krankenhaus kostenlos behandelt wird, dann ist das Kommunismus!"
     
  7. werderiti

    werderiti

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    Emsland
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    Die allgemeine Gesundheit wird nicht extrem teuer... sie ist es längst mit oder ohne Obamacare. Die Kosten von Behandlungen oder gar Operationen sind auf einem gewaltig hohen Niveau.

    Was Homöophatie angeht bin ich ganz bei dir. Die lehne ich völlig ab und halte ich für reine "Geldschneiderei" der deutschen Pharmaindustrie. Da gäbe es erhebliche Einsparpotenziale.

    Leider führt das in meiner Familie zu erhebliche Auseinandersetzungen mit meiner esoterisch angehauchten Mutter:wild:
     
  8. gelöscht

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    Bei mir nicht. Meine Mutter ist Ärztin.
     
  9. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Stimmt, ich hatte auch eigentlich 30 Billionen schreiben wollen, gestern waren sie bei 16,9 Billionen.


    Das Haushaltsrecht liegt zwar beim Kongress, aber für unmöglich halte ich das nicht.

    Eben, unmöglich die Schulden zurückzuführen, Reset wird kommen (müssen). Damit verbunden wäre ein globaler Kollaps und mindestens 10 - 15 Jahre Depression.

    Ich denke, dass der Aufhänger "Obamacare" nur vorgeschoben ist und ein weltweiter Kollaps letztendlich provoziert werden soll. Man konnte vor einigen Tagen lesen (Handelsblatt oder FAZ), dass die Chinesen offen von einer neuen Weltordnung mit einer Weltwährung gesprochen haben und die Fed gerne die Hand darauf hätte - das wäre die Weltmacht für immer (bis ein Komet einschlägt).
     
  10. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Unser Sozialversicherungssystem hat ja bereits seit langem ein Problem. Die Rentenversicherung, damals unter Otto von Bismarck eingeführt, ist ein umlagefinanziertes System, was auf Dauer schon aufgrund der Alterspyramide unfinanzierbar sein wird. Ich möchte gar nicht auf die hohen Steuerzuschüsse und die Leistung an Menschen die niemals eingezahlt haben ins Spiel bringen, aber in Zukunft werden wir hohe Altersarmut haben. Da hier nur gebastelt, aber nichts Entscheidendes zur Umgestaltung getan wird, wird es hierzu kommen. Hinzu kommt die Rentenkürzung aufgrund der Arbeitszeitverlängerung - bald werden wir wohl die 70 hören - die natürlich bestimmte Berufe niemals werden erreichen können.
     
  11. gelöscht

    gelöscht Guest

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    ...aus dem Leitartikel von Jörg Bremer "Lampedusa" FAZ vom 10.10. spricht Empathie und das ist gut so. Den durch die Katastrophe aufgeworfenen großen Fragen kommt man aber mit Empathie nicht bei, vielmehr ist kritische Vernunft geboten. Hinter den sich wiederholenden und verschärfenden Flüchtlingsfragen stehen die beiden Grundprobleme des afrikanischen Kontinents:

    Eine sehr schlechte Governance der meisten Staaten bis hin zum gänzlichen Ausfall staatlicher Funktionen und ein ungezügeltes Bevölkerungswachstum. Die Zahl der Menschen in Afrika hat sich in den letzten 50 Jahren auf 1,1 Milliarden vervierfacht und wir nach der

    UN-Bevölkerungsprognose bis 2100 auf über 3 Milliarden Menschen steigen. Mit einer stabilen afrikanischen Bevölkerung wäre eine jährliche Geburtenzahl von allenfalls 15 Millionen vereinbar. Tatsächlich werden in Afrika jedes Jahr 36 Millionen Menschen geboren. Ein Teil dieses Überschusses drängt nach Europa, wo vom Atlantik bis zum Ural jährlich 7 Millionen Menschen geboren werden. Aus der schieren Zahlenrelation der Geburten - 7 Millionen zu 36 Millionen - und der Einwohnerzahl Afrikas von 1,1 Milliarden wird klar, dass selbst eine jährliche Einwanderung aus Afrika von einer Millionen und mehr die dortigen demographischen Druckverhältnisse nicht entspannt und der Not in Afrika nicht abhilft, aber uns in Europa immense Probleme schafft. Das ist sinnlos und die Aufnahme weiterer afrikanischer Flüchtlinge streichelt nur unser eigenes Ego, weil wir doch so hilfsbereit sind.

    Die Länder Afrikas brauchen jede vernünftige Hilfe Europas, um ihre Probleme selber lösen zu können. Allerdings hat dies in den vergangenen 50 Jahre wenig zum Besseren geändert. Nennenswerte Änderungen zum Positiven können nur aus den Ländern selbst kommen. Bis dahin brauchen wir in Europa ein striktes Grenzregime, das keine Anreize für den Aufbruch immer neuer Flüchtlingsströme gibt.

    Dr. Thilo Sarrazin, Berlin

    Dem Mann kann nur zugestimmt werden....:daumen:
     
  12. Ja, bräuchten sie.
    Passiert aber nicht, weil unsere "zivilisierte" Gesellschaft lieber teure Wasserpumpen und sonstige Maschinen exportieren will in die ärmsten Länder der Erde, die dort niemand bedienen kann, weil es niemand gelernt hat sie zu bedienen.
    Anstatt es ihnen zu zeigen, verkaufen wir lieber noch eine Maschine und noch eine, ist doch viel praktischer, Abhängigkeit erhalten.
    Die gute alte Zeit aufrecht erhalten.

    Und damit sind wir im Grunde nicht besser, als Länder aus denen die Flüchtlinge kommen.


    Anreize für Flüchtlingsströme wird es immer geben, solange es reiche und arme Kontinente gibt.
    Daran wird keine Grenze der Welt was ändern.
    Schon gar nicht bei einer Grenze, wie dem Mittelmeer.

    Und Verbesserung von innen? Woher soll die denn kommen bitte?
    Afrika besteht aus ehemaligen Kolonien der Europäer, wie diese mit den Afrikanern umgegangen sind, ist in jedem Geschichtsbuch nachzulesen.

    Revolten gibt es, aber ohne gezielte Unterstützung, besonders an Medizin, Lebensmitteln, Schulbildung und Aufklärung, sind das alles nur Strohfeuer, die keine Diktatur stürzen kann, ohne direkt die nächste zu haben.

    Da helfen abgeschottete Grenzen natürlich wahre Wunder.
    In wenigen Jahren schon, werden wir Afrika nicht wiedererkennen eine blühende Zivilisation, wir dürfen nur keine mehr hier rein lassen :daumen: :roll:
     
  13. Bremen

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    :tnx:

    Und genau das ist eines der Gründe für die Armut, die Menschen aus Afrika nach Europa treibt, denn niemand anders als die Europäer haben sich während der Kolonialzeit auf Kosten des afrikanischen Kontinents bereichert.

    Diese Tatsache findet in der angeblich ach so wahrheitsgetreuen These Sarrazins keine Berücksichtigung. Bevor ich Sarrazin für glaubhaft halte, würde ich eher einen hungrigen Dackel die Aufgabe anvertrauen, auf die Wurst aufzupassen.
     
  14. :lol: :tnx::tnx::tnx::tnx:
     
  15. Und Afrika wird nach wie vor gnadenlos ausgebeutet. Nur nicht mehr so sehr durch Europa, sondern durch China.
     
  16. gelöscht

    gelöscht Guest

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    ...das mögen hier einige wenige anders sehen, im nahen Ausland gibt es ähnliche Probleme mit der Zuwanderung, insbesondere der aus der EU.

    http://www.getwestlondon.co.uk/news...kdown-beggars-rough-sleepers-capitals-6201574


    Und zu den aktuellen Vorkommnissen in Hamburg kann man nur sagen, wer illegale Zuwanderung unterstützt handelt nicht humanitär, sondern animiert Menschen sich auf die gefährlichen Bootsreisen zu begeben. Den Kirchen und anderen linken Gruppen sei mit auf den Weg gegeben, dass sie die Kosten für eine derartige Zuwanderungspolitik in die sozialen Sicherungssysteme einerseits nicht tragen und ihren Mitbürgern die "Nothilfen" dieser Systeme nehmen, weil man das Geld nur einmal ausgeben kann. Und Systeme, die sich über die Erwirtschaftung von Werten, die man verteilen will, keine Gedanken machen, haben keine Zukunft. Solange dem unkontrollierten Bevölkerungswachstum kein Einhalt geboten wird, wird die Zahl armer Menschen immer weiter zunehmen. Und besonders gerne wird auch vergessen, dass die Amerikaner schon einmal versucht hatten diesen Menschen (in Somalia) zu helfen, aber aufgeben mussten, weil die gleichen Menschen sich nicht helfen lassen wollten. Nein, man will nur in eine andere, vermeintlich bessere Welt, um das zu ernten was andere gesät haben -Wirtschaftsflüchtlinge eben.
     
  17. Bremen

    Bremen Moderator

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    Ja, nee, ist klar. Es ist gerade einmal 2 Jahre her, als das Regime in Somalia die Hungernot in ihrem Land noch als westliche Propaganda darstellte. Und du stellst die abstruse These auf, daß sich diese hungernden Menschen nicht helfen lassen wollten?

    :face:
     
  18. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Und Du willst die Welt retten, in dem Du jeden nach Deutschland reinlässt der möchte, ist dass die Lösung ? Weiteres Beispiel für die Absurditäten dieser Zeit, auch aus HH.

    In Hamburg ist der Wohnungsmarkt leergefegt, auch für autochthone Deutsche.

    Der Hamburger Senat hat deshalb vor einiger Zeit eine sogenannte "Wohnungsbauoffensive" begonnen; im Rahmen dieser "Offensive" ist nahe dem Tierpark Hagenbeck einem Kleingartenverein gekündigt worden, um Platz zu schaffen für 60 Neubauwohnungen.

    Jetzt plant man ernsthaft, daß "Flüchtlinge" in diese ursprünglich für den freien Markt vorgesehenen 60 Neubau(!)-Wohnungen ziehen sollen.

    Die "Migranten" (aus Afrika? Aus Rumänien/Bulgarien?) sollen das Quartier für mehrere Jahre, möglicherweise sogar dauerhaft nutzen können.

    Noch herrscht Ruhe in der Stadt. :ugly:

    ...
     
  19. Du glaubst ernsthaft, dass die die Amis massakriert haben, damit es ihnen weiterhin schlecht geht, damit sie einen Grund haben, ihren wahren Traum zu verwirklichen, nämlich da zu leben, wo es ihnen gut geht? Das ist nicht einmal in Ansätzen logisch; wenn sie an die Möglichkeit geglaubt hätten, dass die Amis ihnen helfen würden, hätten sie es zugelassen. Übrigens reden wir hier nur von einem Mob von einigen Hundert, von denen viele wohl auch Verlierer eines Umsturzes gewesen wären, weil sie zu den herrschenden Clans gehörten, nicht von "den Somalis".

    Und alle, wirklich ausnahmslos alle Afrikaner, mit denen ich in Westafrika über ihren Traum von Europa geredet haben wollen nicht kommen um zu "ernten". Sondern um zu arbeiten!
     
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