Allgemeiner Politik Thread

Dieses Thema im Forum "Archiv" wurde erstellt von Niedersachse, 15. November 2008.

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  1. mola23

    mola23

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    weitreichend
     
  2. Bremen

    Bremen Moderator

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    Die SPD steckt in einem ähnlichem Dilemma wie die CDU: als sog. Volksparteien müssen beide möglichst viele, nicht selten gegensätzliche politische Strömungen unter einem Hut bekommen. Und wenn eine Partei egal welcher Couleur nach einigen Jahren feststellt, daß der seinerzeit gegangene Weg der falsche war, spricht es doch dafür, daß man sich mit seiner eigenen Arbeit selbstkritisch befaßt; das ist immer noch besser, als wenn man alle (Folge-)Fehler ignoriert und seinen eingeschlagenen Kurs fortführt - übrigens nicht nur in der Politik...
     
  3. Bremen

    Bremen Moderator

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    Grundsätzlich ist gegen Satire nichts einzuwenden, Aber daß man sich damit manchmal auf einen sehr schmalen Grad bewegt, zeigte der Film "Der große Diktator" von und mit Charlie Chaplin. Als diese Satire auf Adolf Hitler 1940 erschien, wurde er zu einem großen kommerziellen Erfolg, aber als nach Ende des 2. WK die Greueltaten der NS-Diktatur offensichtlich wurden, äußerte Chaplin (der übrigens die Filmgesellschaft United Artists mitbegründete), daß er im Wissen dieser Verbrechen diesen Film nie gedreht hätte.
     
  4. :tnx:
     
  5. Bremen

    Bremen Moderator

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    Wie war das noch mit dem Glashaus und den Steinen...?
     
  6. werderiti

    werderiti

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    Die "Eiserne Lady" Maggy Thatcher ist gestorben. Eine der umstrittensten Persönlichkeiten des späten 20 Jahrhunderts.

    Oh da ist mir Bremerland zuvorgekommen.
     
  7. slemke

    slemke

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    Habe ich auch gerade gehört. Sie war eine der prägensten Politiker der 80er Jahre. Der Name sagt mir natürlich was, da sie in der Zeit aktiv war, in der ich Politik erstmals mitbekam. Sie war aber wohl nicht sehr beliebt in der englischen Bevölkerung.
     
  8. Das war durchaus schwankend. Am Ende ihrer ersten Amtszeit war sie sehr unbeliebt, dann haben die Argentinier die Falkland Inseln bzw. Malwinen besetzt. Der erfolgreiche Krieg hat ihr die Wiederwahl gesichert, und so konnte sie auch die unpoluären (und meiner Meinung nach teilweise veheerend falschen) Entscheidungen wie Privatisierungen und Entmachtung der Gewerkschaften durchsetzen.
     
  9. la_mariposa

    la_mariposa

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    Irgendwer muss sie ja gewählt haben. ;) Inzwischen ist sie aber nicht mehr sehr populär, das stimmt. Ich habe aber das Gefühl, dass die, die sich nun am lautesten freuen, diejenigen sind, die zu der Zeit noch viel zu jung waren um überhaupt irgendwas von Politik zu verstehen. ;)
     
  10. Sie hat sehr polarisiert. Dass eine (manchmal recht knappe) Mehrheit der Wähler für sie war, heißt nicht zwangsläufig, dass sie beliebt war. Von einigen wurde sie verehrt, von anderen gehasst, und andere wiederum sahen schlicht keine Alternative.

    Wer hier freut sich denn über ihren Tod?
    Ich bin allenfalls froh, dass sie nicht mehr Regierungschefin ist, aber das war vor zehn Jahren nicht anders als heute.
     
  11. la_mariposa

    la_mariposa

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    Ja, schn klar, das weiß ich. Zumal die Kriegssituation da Einfluss drauf hatte, allerdings tun mittlerweile manche so als hätte es unter Thatcher eine Diktatur gegeben. ;)

    Ich habe nicht gesagt, dass das hier irgendwer tut :confused: Bezog sich auf die Aussage von slemke, dass sie bei den Briten nicht so beliebt sei. Eben, das meine ich ja, sie war schon seit Jahren senil und nicht mehr an der Öffentlichkeit, deshalb ändert das nichts. Im Endeffekt ist ein Mensch gestorben, aber die Politikerin Thatcher war schon längst 'tot', wenn man diese Rhetorik verwenden will. Deshalb finde ich die Reaktionen zum Teil ein bisschen unangebracht. Ist aber glaube ich auch wieder so eine Social media Welle auf der jetzt alle mitschwimmen.
     
  12. SRKKGURU

    SRKKGURU

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    Sie war auch in Europa nicht beliebt! Durch ihre Politik von damals, ist Europa heute in Finanz-Dingen uneinig und oft nur National eingestellt.Auch in Deutschland nicht, da sie alles tat um die deutsche Einheit zu verhindern.
     
  13. Bremen

    Bremen Moderator

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    Der letzte Satz ist zu pauschal. Thatcher hatte schon ihre Anhänger, denn sonst wäre sich nicht so oft wiedergewählt worden. Aber sie das Vereinte Königreich wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich so tief gespalten, daß die Nachwirkungen daraus bis heute spürbar sind.
     
  14. Und zwar nicht nur in der politischen Stimmung, sondern zB auch, wenn das marode privatisierte Schienennetz Menschenleben forderte. (Und dann später bei der Rückverstaatlichung Milliarden investiert werden mussten). Oder wenn dank ihrer Gesundheitsreformen die Krankenhausbetten knapp werden.
     
  15. mola23

    mola23

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    Und die privatisierte Wasserversorgung. Oder der Britenrabatt.
     
  16. In einer Doku, die gestern über sie kam, meinte Richard von Weizsäcker, sie habe ihm mal gesagt, sich ihr Bild von den Deutschen 1942 gebildet zu haben; seitdem habe es sich nicht geändert.
     
  17. Bremen

    Bremen Moderator

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    Jepp, das habe ich auch so aus ihrer aktiven politischen Zeit in Erinnerung. In einem seinerzeitigen Interview mit einem deutschen Medium hat sie mal sinngemäß geäußert, daß die Deutschen nicht ein Teil von Europa sein möchten, sondern daß die Deutschen darauf ausgerichtet sind, daß Europa ein Teil von Deutschland sein soll.
     
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