Tischtennis-Bundesliga: Änderungen zur neuen Saison – Teil 1

Bilder wie diese gehören der Vergangenheit an: Das Abschluss-Doppel fällt in der Bundesliga weg.
Tischtennis
Freitag, 12.08.2011 // 13:20 Uhr

Mit dem ersten Ballwechsel am 4. September tritt eine Fülle von Veränderungen in Deutschlands höchster Tischtennis-Liga in Kraft. Neben den organisatorischen Veränderungen wird es zur neuen Saison auch im taktischen Bereich einige Abweichungen geben. Werder.de hat die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

Mit dem ersten Ballwechsel am 4. September tritt eine Fülle von Veränderungen in Deutschlands höchster Tischtennis-Liga in Kraft. Neben den organisatorischen Veränderungen wird es zur neuen Saison auch im taktischen Bereich einige Abweichungen geben. Werder.de hat die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

Aus DTTL wird TTBL

Die Verselbstständigung der Eliteliga schreitet weiter voran, deutlich wird dies unter anderem in der Umbenennung der Bundesliga. Während in der letzten Saison der Deutsche Meister noch in der „Deutschen Tischtennis-Liga" (DTTL) gesucht wurde, kämpfen die zehn besten Vereine ab der kommenden Saison in der „Tischtennis-Bundesliga" (TTBL) um Punkt, Satz und Sieg. Geleitet wird der Spielbetrieb von der TTBL Sport GmbH, die - losgelöst vom Deutschen Tischtennis-Bund - in Zukunft flexibel und effizient Entscheidungen rund um den Zelluloidball treffen möchte. Wie bei den Vorbildern Fußball (DFL) oder auch Handball (HBL), Basketball (BBL) und Eishockey (DEL) steht die Steigerung der Attraktivität im Vordergrund. Eine bessere Vermarktung soll das Ergebnis dieser Anstrengungen sein, die „regelmäßige Übertragung von Bewegtbildern" ist nach TTBL-Geschäftsführer Claus-Dieter Schad ein erster Meilenstein, den es zu erreichen gilt.

 

Abschluss-Doppel wird durch finales Einzelspiel ersetzt

Bereits im Frühjahr hat der TTBL-Trägerverein die ersten Entscheidungen getroffen um den Begegnungen in der Bundesliga zukünftig noch mehr Anziehungskraft zu verleihen. Auffälligste Veränderung ist der Wechseln im Spielsystem: Anstatt wie bisher den Gewinner einer Begegnung im Doppel zu ermitteln, wird zukünftig das Duell der „Nummer zwei" beider Teams über die Punktevergabe entscheiden. Die TTBL gleicht ihr Spielsystem damit den europäischen Wettbewerben an und verspricht sich ein echtes Finale im fünften Spiel, dem auch Werder-Trainer Cristian Tamas positiv entgegenblickt: „Durch die Veränderung im System hat die Position zwei wieder mehr an Bedeutung gewonnen. Das war in den letzten Jahren durchaus anders, so haben wir taktisch ganz andere Möglichkeiten."

Eine weitere taktische Variante haben die Bundesliga-Coaches zukünftig nach dem zweiten Einzel. In der Pause können die Verantwortlichen ihr Team an Position eins und zwei umstellen, auch der eigentliche „Vierer" hat so durchaus noch Möglichkeiten, das Spielgeschehen entscheidend zu verändern. Die Liga verspricht sich neben zusätzlicher Spannung mehr Spielpraxis für den vierten Spieler, der nun auch während des Spiels auf seinen Einsatz hoffen kann.

Der zukünftige Ablauf eines Spiels in der Bundesliga und im ETTU-Pokal (falls alle Spiele ausgespielt werden):

  • Spieler #1 Heimteam - Spieler #2 Auswärtsteam
  • Spieler #2 Heimteam - Spieler #1 Auswärtsteam
  • 15 Minuten Pause - Änderung der Positionen möglich
  • Spieler #3 Heimteam - Spieler #3 Auswärtsteam
  • Neu: Spieler #2 Heimteam - Spieler #2 Auswärtsteam

DTTB-Pokal: Anzahl der Finalisten verdoppelt

Das bisher beliebte „Final Four", eine Pokalrunde bestehend aus vier Pokalfinalisten wird zukünftig auf ein „Final Eight" erweitert. Acht Mannschaften kämpfen nun ein Wochenende um den Sieg im Deutschen Tischtennis-Pokal, das in den letzten Jahren so erfolgreiche Modell wird damit weiter ausgebaut. Für Werders Tischtennis-Herren bedeutet das konkret: Mit einem Sieg sind die Tickets für das Pokalfinale am 6. und 7. Januar 2012 gebucht, zum Jahreswechsel stände den grün-weißen hätten die Grün-Weißen somit die Möglichkeit auf ein echtes Saisonhighlight. „Unsere bisherigen Endrunden-Erfahrungen sind sehr gut, gerne würden wir endlich wieder dabei sein", erinnert sich Cristian Tamas gerne an die vergangenen Finalrunden mit Bremer Beteiligungen zurück.

Weiter geht es im zweiten Teil: Ein echtes Highlight im nächsten Play-off Finale sowie neue Regeln im Coaching-Bereich.