3:1 Heimsieg: Werder weiter auf Playoff-Kurs

Adrian Crisan holte den wichtigen zweiten Punkt gegen Ochsenhausens Nummer Eins Liam Pitchford. Foto: Martin Stöver
Tischtennis
Sonntag, 30.11.2014 // 19:54 Uhr

Die Erleichterung war spürbar, das vorher heraufbeschworene „Schlüsselspiel" hatte mit Werder einen verdienten Sieger gefunden. Nicht nur die wenige Stunden zuvor erlittene Niederlage, vor allem die spielerische Stärke der Süddeutschen hatten vor Beginn für Zweifel an einem Erfolg gesorgt. „Nach dem deprimierenden Auswärtsspiel gegen Chartres, eine der momentan besten Mannschaften überhaupt, so eine Reaktion zu zeigen macht mich schon stolz. Während der gesamten Zeit gab es viele Momente, bei denen die Spielverläufe hätten gedreht werden können, für uns aber auch gegen uns. Dank dieser großen Leistung der Jungs haben wir bei der Vergabe der Endrundenplätze weiter gute Argumente auf unserer Seite", freut sich Werders Trainer Cristian Tamas über den Heimsieg.

Aus in der Champions League, in der Bundesliga aber wieder erfolgreich: Werders Tischtennis-Herren beenden den 1. Advent versöhnlich und holen nur kurz nach der schmerzhaften Niederlage in Chartres wichtige Punkte in der Bundesliga. Bereits nächsten Sonntag soll es gegen Mühlhausen so weiter gehen.

Wie zuletzt schon häufiger holte Adrian Crisan mit seinem Sieg gegen Ochsenhausens Nummer eins Liam Pitchford den entscheidenden „Break Point". Zuvor und danach lieferte Bastian Steger zwei beeindruckende Spiele ab, gerade in der zweiten Partie gegen den zur Pause eingewechselten Hugo Calderano musste der deutsche Nationalspieler sein gesamtes Repertoire aufbieten. Eines der Höhepunkte war sicherlich der hinter dem Rücken gespielte Ball, den Steger sogar zum Punktgewinn nutzen konnte. Selbst der Hauptdarsteller war da überrascht: „Ich hatte heute einige spektakuläre Ballwechsel, einen Ball hinter dem Rücken habe ich in einem Spiel aber so weit ich weiß noch nie gespielt. Wir wurden heute alle intensiv gefordert und haben uns den Sieg erkämpft." Auch für Werders Nummer eins war der Erfolg gegen den TTF in vielfacher Hinsicht wichtig. „Es ist schon schwer nach so einer Niederlage am Freitag wieder Selbstbewusstsein zu finden, um so schöner, dass wir es heute geschafft haben. Uns war die Bedeutung des Spiels bewusst, für den Tabellenplatz aber auch für die Moral."

Nur zwei Tage zuvor standen die Grün-Weißen beim Champions League-Gastspiel im französischen Chartres auf verlorenem Posten. Gegen den Gruppenfavoriten blieb das erhoffte Wunder aus, Werder muss sich damit mit dem letzten Tabellenplatz in Gruppe B begnügen. Und so fokussiert sich auch Werders Trainer auf die kommenden Bundesliga-Duelle. „Natürlich wollen wir uns mit Würde aus der Champions League am Freitag verabschieden, gerade in eigener Halle. Zum Glück müssen wir dieses Mal aber nicht reisen, und am Sonntag geht es schon wieder vor unseren Fans gegen Mühlhausen weiter. In der Bundesliga sind wir zu Hause noch ungeschlagen, das soll auch so bleiben!"

Florian Schwarz


SV Werder Bremen - TTF LIEBHERR Ochsenhausen 3:1 (TTBL, 9. Spieltag)

Bastian Steger - Simon Gauzy 3:1 (5:11, 11:4, 11:5, 11:4)
Adrian Crisan - Liam Pitchford 3:0 (11:9, 11:4, 11:4)
Constantin Cioti - Kirill Skachkov 0:3 (9:11, 7:11, 9:11)
Bastian Steger - Hugo Calderano 3:1 (11:5, 9:11, 11:8, 11:8)

Chartres ASTT - SV Werder Bremen 3:0 (Champions League, Gruppe B, 5. Spieltag)

Ning Gao - Adrian Crisan 3:0 (12:10, 11:9, 12:10)
Par Gerell - Bastian Steger 3:1 (6:11, 11:8, 11:8, 16:14)
Robert Gardos - Constantin Cioti 3:0 (11:4, 11:3, 11:6)