Tag der deutschen Einheit: Werders U 23 empfängt Dresden

Doppeltorschütze Torsten Oehrl holte mit seinen Teamkollegen einen verdienten Sieg gegen Dresden.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Der Herbst hat nun auch Bremen erreicht und Regen ist für die kommenden Tage auch angesagt, doch der Nebel hält sich hoffentlich noch ein wenig fern. Jedenfalls zumindest bis zum Samstag, 03.10.2009, wenn Werders U 23 um 14 Uhr die SG Dynamo Dresden im Stadion „Platz 11“ empfängt. Denn zu ungern erinnern sich beide Teams an das erste Aufeinandertreffen in der vergangenen Saison zurück. Beim Stand von 1:1 musste die Partie in der Halbzeit aufgrund von zu starken Sichtbehinderungen durch dichten Nebel abgebrochen werden. „Das war schon kurios“, blickt Werder-Coach Thomas Wolter zurück.

 

Kaum zu sehen: Im vergangenen Jahr musste das erste Aufeinandertreffen zur Halbzeit abgebrochen werden.

Auch das Wiederholungsspiel hat der Bremer Trainer in nicht ganz so guter Erinnerung. „Da haben wir 0:1 verloren, das war eins unserer schlechtesten Spiele in der Saison“, so der 45-Jährige, der mit seinem Team nach den guten Auftritten gegen Unterhaching und in Jena „den positiven Weg weitergehen“ möchte.

 

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Der Gegner: Mit der SG Dynamo Dresden empfängt Werders U 23 wohl einen der traditionsreichsten Vereine in der 3. Liga. Acht DDR-Meistertitel, sieben FDGB-Pokalsiege sowie zahlreiche Europapokalauftritte zieren die Clubgeschichte. 1991 nach der Wende noch in der 1. Bundesliga gestartet, folgte 1995 aufgrund von finanziellen Engpässen der Zwangsabstieg in die Regionalliga – ein Tiefschlag, von dem sich Dresden bis heute nicht vollständig erholt hat. Zwar gelang 2004 noch einmal der Aufstieg in die 2. Bundesliga, doch 2006 kehrte der krisengeschüttelte Verein in die Drittklassigkeit zurück.

 

Die aktuelle Situation: „Sie kommen in einer ähnlichen Situation wie in der vergangenen Saison zu uns“, erklärt Thomas Wolter. Letztes Jahr reiste die SGD als Tabellensechzehnter an die Weser, dieses Mal rangiert das Team von Trainer Ruud Kaiser, das zuletzt drei Auswärtsniederlagen in Folge hinnehmen musste, nach einer bislang erneut durchwachsenen Saison auf Platz 15 und könnte bei einem Werder-Sieg von den Grün-Weißen (Rang 17) überholt werden.

 

Der Kader: „Ich messe die Dresdner Mannschaft nicht am Tabellenstand, sondern an dem zur Verfügung stehenden Kader“, erklärt Werder-Coach Thomas Wolter und erwartet einen starken Gegner. Vom Stammpersonal des Vorjahres hat die SGD lediglich Thomas Bröker (Rot-Weiss Ahlen) und Jens Truckenbrod (Carl Zeiss Jena) abgegeben. Dafür ist der ohnehin gefestigte Kader gezielt verstärkt worden und wird durch junge Talente wie Philipp Zeiger ergänzt.

 

Will mit seinem Team wieder nach oben: SGD-Trainer Ruud Kaiser.

Die personelle Situation: Die Gäste aus Dresden werden am Samstag auf die Dienste von Timo Röttger (Reha nach Knieverletzung), Sascha Pfeffer (Fußbruch), David Solga (Adduktorenverletzung), Lars Jungnickel (Aufbautraining) und Richard Schöne (Reha nach Verkehrsunfall) verzichten müssen. Aber auch bei Werder hat sich die personelle Situation keineswegs entspannt. Kevin Artmann, Joe Ikeng und Julian Grundt arbeiten nach ihren Kreuzbandrissen weiterhin an ihren Comebacks, Eleftherios Matsoukas hat sich eine Oberschenkelzerrung zugezogen, Timo Perthel kuriert seine Sprunggelenksverletzung aus und Dominik Schmidt wird aufgrund einer Patellasehnenreizung nicht dabei sein. Felix Schiller sitzt dazu weiterhin seine Rot-Sperre ab, Philipp Bargfrede hat sich in den Profi-Kader gespielt und Sebastian Mielitz und Tobias Kempe kämpfen in Ägypten mit der deutschen U 20 um den WM-Titel. Gut möglich, dass sich zudem Niklas Andersen sowie Torsten Oehrl ebenfalls mit den Profis auf den Weg nach Stuttgart machen werden.

 

Anreise und Tickets: Wie in den vergangenen Jahren wird Werder für die mit der Bahn anreisenden Gästefans vor dem Spiel Busse bereitstellen, die sie dann direkt zum Stadion „Platz 11“ bringen. Dieser Bus-Service steht auch nach dem Spiel zur Verfügung. Gäste-Fans, die mit dem Auto anreisen, werden gebeten das Stadion über den Osterdeich Rampe Ost anzufahren und den Parkplatz P 5 zu nutzen. Dort wird ab 11 Uhr auch eine Frühkasse für die Gästefans geöffnet sein. Werders Fans nutzen bitte über die Rampe West kommend die Parkplätze P 2a sowie P 3. Die Kassen am Stadion sowie das Stadion selbst werden ab 12 Uhr geöffnet sein. Für die Mitglieder von Werder Bremen stehen am Samstag noch rund 250 Freikarten zur Verfügung.

 

Norman Ibenthal