2. Spieltag: Werders U 23 muss zum VfL Osnabrück

Addy Menga musste sich mit Werders U 23 an alter Wirkungsstätte knapp geschlagen geben.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Erst vor wenigen Tagen startete Werders U 23 in die neue Saison der 3. Liga, nun steht bereits der zweite Spieltag an. Am Dienstagabend, 28.07.2009, ist die Mannschaft von Coach Thomas Wolter beim VfL Osnabrück zu Gast. "Wichtig wird für uns sein, die guten Eindrücke vom 0:0 gegen Erfurt mit in die Partie zu nehmen. Wir haben hinten gut gestanden. Aus dieser Ordnung heraus wollen wir am Dienstag nun selbstbewusster in der Offensive agieren", so Coach Thomas Wolter vor der Begegnung, die um 19 Uhr in der osnatel-Arena angepfiffen wird. Alles weitere Wissenswerte zum ersten Auswärtsspiel und Werders Gegner, lesen Sie hier:

Der VfL Osnabrück: Wie Werder wurde auch der VfL Osnabrück im Jahr 1899 gegründet. Damals vereinigten sich die Freizeitteams von Antipodia und Minerva Osnabrück zum FC 1899 Osnabrück. Das erste erfasste Fußballspiel datiert aus dem Jahr 1900. 1:1 trennte man sich vom FC Brema Bremen. Zum ersten Mal als VfL Osnabrück trat man im Jahr 1925 an. Zu den größten Erfolgen zählen die Gaumeisterschaften 1939 und 1940, durch die man an der Endrunde der Deutschen Meisterschaft teilnahm, sowie die Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga (1974-1984, 1985-1993, 2000/01, 2003/04, 2007-2009).

Neu-Coach Karsten Baumann ist die Liga bestens bekannt. Er war bereits bei Rot-Weiß Erfurt als Trainer im Amt.

Die aktuelle Situation: Mit einer unglücklichen Niederlage startete der VfL Osnabrück in die Saison. Bei Eintracht Braunschweig musste man sich durch einen Foulelfmeter in der Schlussphase knapp mit 0:1 geschlagen geben. "Gerade deshalb werden sie alles daran setzen, diese Scharte am Dienstagabend gegen uns wieder auszuwetzen. Da dürfen wir uns auf Einiges gefasst machen", stellt sich Thomas Wolter auf einen engagierten Gegner ein. Im DFB-Pokal mischen die Osnabrücker auch mit. Am kommenden Freitag geht es in der 1. Runde gegen den FC Hansa Rostock.

Der Kader: Nach dem dritten Zweitligaabstieg innerhalb eines Jahrzehnts hat ein großer personeller Umbruch beim VfL stattgefunden. Lediglich Torwart Berbig, Engel, Heidrich sowie Torjäger und Routinier Thomas Reichenberger sind dem Verein erhalten geblieben. Um sie wurde von Neu-Coach Karsten Baumann (ehemals Rot-Weiß Erfurt) ein komplett neuer Kader aufgestellt, der vor allem aus erfahrenen Zweit- und Drittligaspielern besteht und von talentierten Nachwuchskräften aus den Reserveteams der Bundesligisten verstärkt wird. "Viele Spieler kennt man aus der 2. und 3. Liga. Man muss abwarten wie das Team zusammenwächst, aber ich mir sicher, dass sie eine gute Rolle spielen werden", so die Einschätzung von Werder-Trainer Thomas Wolter.

Sein Einsatz an alter Wirkungsstätte ist noch ungewiss. Addy Menga macht eine Innenbanddehnung zu schaffen.

Die Personalsituation: Definitiv verzichten muss VfL-Coach Karsten Baumann auf Benjamin Siegert, der gegen Braunschweig die Gelb-Rote Karte gesehen hat, hinter dem Einsatz von Matthias Heidrich (Wadenprellung) steht zudem ein Fragezeichen. Werder muss weiterhin auf die Langzeitverletzten Kevin Artmann und Julian Grundt (beide Reha nach Kreuzbandriss) sowie Felix Schiller (Schulterecksgelenkssprengung), Madjid Albry (Bänderdehnung) und Onur Ayik (U 19-EM) verzichten. Philipp Bargfrede wird aller Voraussicht nach weiter zum Bundesliga-Kader gehören. Die Einsätze von Addy Menga (Innenbanddehnung im Knie) sowie Torsten Oehrl (Platzwunde am Kopf) sind ungewiss.

Die Bilanz: In der Bilanz zwischen beiden Teams herrscht Gleichstand. Von 22 Begegnungen entschieden beide Mannschaften jeweils acht für sich, sechs Mal trennte man sich Unentschieden. So auch beim letzten Aufeinandertreffen. Im März 2007 endete die Partie in der osnatel-Arena mit einem torlosen Remis.

Das Stadion: Die Partie wird in der im Stadtteil Schinkel gelegenen osnatel-Arena - einst (Piepenbrock-) Stadion an der Bremer Brücke - ausgetragen. Insgesamt fasst die reine Fußball-Arena, die 2008 zuletzt modernisiert wurde, 16.130 Zuschauer. Auf die lautstarke Unterstützung der Fans kann der VfL trotz des Abstiegs weiterhin zählen, rund 4.500 Dauerkarten wurden verkauft. In der gesamten Saison rechnet Osnabrück mit einem Zuschauerschnitt von ca. 11.000 Zuschauern.

Norman Ibenthal