Oehrl: "Ich freue mich auf Braunschweig!"

Finn Holsing holte mit Werders U 23 ein 1:1 bei seinem ehemaligen Verein.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

"Sturmflut gegen Werder Bremen II", mit diesem Slogan kündigt Eintracht Braunschweig die kommende Drittliga-Partie gegen Werders U 23 auf der vereinseigenen Homepage an. Werders Talente dürfen sich am Samstag, 01.11.2008, um 14 Uhr somit auf einen "heißen Tanz" im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße einstellen. Einer, der sich bestens bei der Eintracht auskennt, streift seit dieser Saison das Werder-Trikot über. Torsten Oehrl weiß, was die Bremer zu erwarten haben: "Eintracht wird von der ersten Minute an Gas geben und aggressiv in die Zweikämpfe gehen. Mit der tollen Kulisse im Hintergrund ist das ihr Spiel. Da müssen wir uns darauf einstellen, körperlich dagegen halten und versuchen, unsere spielerischen Vorteile durchzubringen."

 

Durchwachsener Saisonverlauf für die Eintracht

 

Neu im Eintracht-Sturm: Fait-Florian Banser.

Der 22-Jährige freut sich auf die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: "Ich komme sehr gerne nach Braunschweig zurück. Schließlich habe ich sehr gerne bei der Eintracht gespielt. Vor allem freue ich mich auf die großartige Kulisse, die ist schon fast einmalig in dieser Liga", so Oehrl, der auf viele bekannte Gesichter im Braunschweiger Team trifft: "Der Kader ist größtenteils zusammen geblieben. Es ist eine sehr erfahrene Mannschaft, stark in der Defensive", weiß Oehrl, kann die Stärke der Eintracht jedoch schwer einschätzen: "Sie haben auch fast ihren kompletten Angriff in der Sommerpause abgegeben. Mit Marcel Schied aber auch einen namhaften Zugang verzeichnet. Da muss sich sicherlich noch Einiges finden." Ähnlich sieht es Werder-Coach Thomas Wolter, der den personellen Wechsel in der Offensive jedoch nicht für so gravierend hält: "Das haben sie gut aufgefangen und mit Banser, Schied und Onuegbu drei gute Leute geholt."

 

Trotz der wenigen Veränderungen im Kader, in dem mit Holger Wehlage und Christian Lenze auch zwei ehemalige Werderaner stehen, spielt die Eintracht bislang eine durchwachsene Saison. Einem geglückten Start mit einem Sieg gegen Aue (2:0) sowie einem 1:1 gegen Erfurt folgten erst drei Niederlagen in Folge, dann fünf Spiele ohne Niederlage und zuletzt erneut zwei Misserfolge. Gegen Jena unterlag man auf eigenem Platz mit 1:2 und am vergangenen Mittwoch musste man sich in Aalen mit 0:2 geschlagen geben. "Sicherlich hätten sie sich gerne eine bessere Platzierung als Rang 12 zu diesem Zeitpunkt vorgestellt. Doch nach der letzten Saison sind die Erwartungen sicherlich ein wenig zurückgesetzt worden", schätzt Oehrl die Lage bei seinem ehemaligen Club ein.

 

Letzter Werder-Sieg liegt acht Jahre zurück

 

Löste Benno Möhlmann Ende der vergangenen Saison als Trainer der Eintracht ab: Torsten Lieberknecht.

Auch gegen die zweiten Mannschaften der Bundesligisten taten sich die Braunschweiger in dieser Saison bislang schwer. Bayern München II unterlag man zu Hause mit 0:1 und bei der Reserve des VfB Stuttgart kam man mit 0:4 unter die Räder. Die letzte Heim-Niederlage gegen Werders U 23 liegt dagegen schon einige Jahre zurück. Vor fast genau acht Jahren (04.11.2000) gewannen die Hanseaten in Braunschweig mit 2:1. Ansonsten spricht die Bilanz jedoch klar für die Hausherren. Aus elf Aufeinandertreffen ging die Eintracht sechs Mal als Sieger hervor, zwei Mal siegte Werder und drei Mal trennte man sich unentschieden. Zuletzt in der vergangenen Spielzeit. Nach 90 Minuten hieß es 0:0.

 

Am Samstag haben die Bremer, die mit demselben Kader wie gegen Dresden nach Braunschweig reisen werden, nun also die Möglichkeit, die Statistik ein wenig aufzubessern. "Wir müssen da ansetzen, wo wir auch in den erfolglosen Spielen überzeugt haben und unser Spiel durchsetzen", erklärt Thomas Wolter, für den die Partie gegen Dresden bei einer Fortsetzung zur Halbzeit wichtige Erkenntnisse geliefert hätte. "Es wäre schon interessant gewesen zu sehen, wie die Jungs auf den Ausgleich reagiert hätten. Da hätte man gesehen, wie weit wir sind."

 

Norman Ibenthal