Gegen HSV II den zweiten Matchball verwandeln

Da ist er drin: Werders U 23 feiert das Freistoßtor von Kevin Artmann.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Nachdem es Werders U 23 am gestrigen Mittwochabend nicht gelang, mit einem Sieg die Qualifikation für die 3. Liga perfekt zu machen, sollen die dafür nötigen Punkte nun am kommenden Sonntag, 18.05.2008, beim Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des Hamburger SV eingefahren werden (Anstoß 14 Uhr, Stadion "Platz 11"). "Es ist nun der zweite Matchball für uns. Wenn wir so auftreten wie in Cottbus, ist mir nicht bange, dann werden wir auch wieder das Tor treffen und gewinnen. Wir müssen nun zusehen, dass wir die Früchte für unsere gute Arbeit ernten", zeigt sich Trainer Thomas Wolter vor der Partie zuversichtlich.

 

Mit einem Erfolg wäre den Bremern die Qualifikation wohl kaum noch zu nehmen, da man dann zwei Spieltage vor Schluss sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellenelften hätte und zudem das bessere Torverhältnis aufweisen würde. Doch gleichwohl ist sich Coach Wolter bewusst, dass sicherlich keine leichte Aufgabe auf sein Team wartet: "Das wird ein ähnliches Spiel wie in Cottbus. Spielerisch gleichen sich die zweiten Mannschaften fast immer aus. Das hat man im Verlaufe der Saison wieder einmal gesehen."

 

Hamburg ist das zweitschlechteste Rückrundenteam

 

Doch ganz so rund wie bei den Grün-Weißen verlief die Spielzeit der Hamburger beileibe nicht. Der Nachwuchs des HSV hatte sich vor Saisonbeginn hohe Ziele gesteckt, begann auch stark, rutschte aber im Verlaufe der Saison immer weiter in der Tabelle ab. Statt der Qualifikation für die 3. Liga muss man nun für die Regionalliga planen. "Ich hatte den HSV eigentlich bis zum Schluss beim Kampf um die Qualifikationsplätze erwartet, da sie eine gute Mannschaft haben. Aber daran sieht man auch, dass es für junge Mannschaften schwer ist, über die Saison hinweg konstant die Leistungen abzurufen", zeigt sich auch Trainer Wolter vom Saisonverlauf des HSV ein wenig überrascht.

 

Dabei bringt der Kader der HSV fußballerisch alles mit: Tempo im Angriff sowie eine gute Defensive. Siege in der Hinrunde gegen Dresden, Wuppertal und Erfurt lassen das Potenzial des HSV erahnen, das aber viel zu selten abgerufen werden konnte. Aber nicht zuletzt die eklatante Auswärtsschwäche, die sich wie ein roter Faden durch die Rückrunde des HSV zieht, machte den Ambitionen der Hanseaten einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Hamburg stellt das zweitschlechteste Rückrundenteam (9 Punkte) und weist zugleich die zweitschlechteste Bilanz auf fremden Plätzen auf (10 Punkte). Lediglich die Ausbeute des Tabellenletzten VfL Wolfsburg II fällt noch bescheidener aus.

 

Werder weiterhin ohne Löning und Holsing

 

Auch an die vergangenen Begegnungen mit den Bremern hat HSV-Coach Karsten Bäron sicherlich keine erfreulichen Erinnerungen. Seit vier Partien ist Werder gegen den HSV-Nachwuchs ungeschlagen – das letzte Aufeinandertreffen gewannen die Grün-Weißen mit 2:0. Kevin Schindler und Frank Löning erzielten im November 2007 die Treffer für Werder.

 

Letztgenannter wird jedoch, wie schon gegen Cottbus, auch am Sonntag nicht zur Verfügung stehen. Der 26-Jährige kuriert derzeit eine Hüftverletzung aus. Ebenfalls nicht mit auflaufen werden weiterhin Nico Pellatz (Mittelfußbruch), Finn Holsing (Innenbandverletzung), Dominik Schmidt (Oberschenkelprobleme) und Thomas Johrden (Hüftprobleme), Francis Banecki muss noch Trainingsrückstand aufholen und Amaury Bischoff befindet sich noch in der Reha-Phase.

 

Norman Ibenthal