U 23 gegen Braunschweig: Tabellenplatz sagt nichts aus

Werders Mittelfeldachse gegen Braunschweig: Kevin Artmann und Max Kruse.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

2 Punkte, 9:18 Tore, Tabellenletzter – Eintracht Braunschweig erwischte einen denkbar schlechten Start in die Regionalliga-Saison. Am kommenden Freitagabend, 14.09.2007, tritt die Mannschaft vom ehemaligen Werder-Profi und aktuellem Eintracht-Trainer Benno Möhlmann um 19.30 Uhr im Weser-Stadion bei Werders U 23 an. "Braunschweig steht in der Tabelle nicht da, wo sie stehen möchten und auch sollten. Sie sind bei weitem nicht so schlecht", warnt Werders Coach Thomas Wolter und weist darauf hin, dass die Eintracht viele Spiele unglücklich verloren hätten. "Das Pokalspiel gegen unsere Profis ist das beste Beispiel dafür. Das hat sich dann in der Meisterschaft fortgesetzt."

 

Wiedersehen mit Wehlage und Lenze

 

Vor allem im eigenen Stadion an der Hamburger Straße war für die Eintracht bislang nichts zu holen. Und das trotz kräftiger Unterstützung der Fans. Über 14.000 Zuschauer besuchten im Schnitt die Spiele des Traditionsvereins und mussten Niederlagen gegen Emden (0:1), Babelsberg (1:3), Union Berlin (3:5) und Wuppertal (1:4) erleben. Die bislang einzigen beiden Punkte holte die Eintracht bei Rot-Weiß Erfurt (2:2) und Rot-Weiss Essen (0:0).

 

Grund für den schlechten Auftakt könnte die fast auf nahezu allen Positionen veränderte Mannschaft sein. Lediglich vier Akteure haben mit Braunschweig nach dem Abstieg den Gang in die Regionalliga angetreten, so dass den 25 Abgängen, darunter auch Neu-Werderaner Finn Holsing sowie Rückkehrer Francis Banecki, rund zwanzig Neuzugänge gegenüberstehen. "Das ist natürlich auf der einen Seite schon eine besondere Partie, da ich überwiegend eine sehr schöne Zeit in Braunschweig hatte. Doch andererseits ist es ein Meisterschaftsspiel wie jedes andere auch, das wir nach der unnötigen Niederlage gegen Wolfsburg unbedingt gewinnen wollen", blickt Finn Holsing der Begegnung gegen seinen ehemaligen Verein entgegen. Auch auf der anderen Seite kommt es zu einem Wiedersehen, denn seit dem Sommer streifen die beiden ehemaligen Werder-Spieler Holger Wehlage und Christian Lenze das Trikot von Eintracht Braunschweig über.

 

Ausgeglichene Heimbilanz gegen Braunschweig

 

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams im Weser-Stadion gab es in der Saison 2004/2005. Vor 1.700 Zuschauer trennte man sich 1:1 unentschieden. Ausgeglichen ist auch die Heimbilanz der Bremer gegen Braunschweig. Drei Siegen für Werder stehen drei Erfolge der Eintracht gegenüber, vier Mal teilte man sich die Punkte. Der letzte Sieg der Braunschweiger liegt schon sechs Jahre zurück. Im Oktober 2001 holten die Niedersachsen einen 2:0-Erfolg.

 

Damit die Bremer die Statistik zu ihren Gunsten kippen und die Serie von drei Heimspielen ohne Niederlage in Folge ausbauen können, fordert Trainer Thomas Wolter von seinem Team nach der Niederlage in Wolfsburg eine deutliche Steigerung: "Wir müssen das abrufen, was uns stark macht. Mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen, aggressiv sein und spielerisch überzeugen. Das haben wir letzten Sonntag alles vermissen lassen."

 

Dominic Peitz muss am Freitag eine Gelb-Rot-Sperre absitzen.

Verzichten muss der Bremer Coach am Freitagabend unter anderen auf die Dienste von Dominic Peitz, der in Wolfsburg die Gelb-Rote Karte gesehen hat, sowie Amaury Bischoff (Leisten-OP), Martin Harnik (Sprunggelenksverletzung) und Francis Banecki (Reha-Training). Hinter den Einsätzen von Florian Mohr (Knieprobleme) und Sandro Stallbaum (Sprunggelenksverletzung) stehen noch große Fragezeichen. Kevin Schindler wird zudem voraussichtlich die Profis in Dortmund unterstützen.

 

Die zeitgleiche Ansetzung der Regionalliga-Partie gegen Braunschweig und der Bundesliga-Begegnung der Profis in Dortmund hält Werders Nachwuchsmanager Uwe Harttgen nicht nur aufgrund der Abstellungen zu den Profis für unglücklich. "Wieder einmal haben unsere Fans nicht die Möglichkeit, beide Mannschaften zu sehen", so Harttgen, der darauf verweist, dass die Partie im Weser-Stadion vor überwiegend leeren Rängen ausgetragen wird. "Nach letzten Informationen kommen aus Braunschweig nur rund 300 Fans mit. Wenn man die Partie von vornherein am Sonntag angesetzt hätte, wären vielleicht einige Zuschauer mehr gekommen", zeigte Harttgen wenig Verständnis.

 

Norman Ibenthal