Direkter Konkurrent aus Wattenscheid zu Gast

Schaltete sich immer wieder in die Offensive ein: Björn Schierenbeck.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Wenn eine Partie die Bezeichnung "Sechs-Punkte-Spiel" verdient hat, dann sicherlich Werders Heimspiel am Samstag, 13.05.2006, gegen die SG Wattenscheid 09 (14 Uhr). Beide Teams befinden sich mitten im Abstiegskampf und vor allem Werder kann sich mit einem Sieg viel Luft verschaffen. "Ich hoffe, dass wir genauso unbekümmert in die Partie gehen, wie in den letzten Spielen. Wir haben einen Riesenzwischenspurt eingelegt, mit dem wir viele Teams überrascht haben und der unser Selbstvertrauen hoffentlich gestärkt hat", erklärt Werder-Coach Thomas Wolter.

 

Aber auch die BIlanz der Gäste kann sich sehen lassen. Nach den Siegen gegen den Chemnitzer FC und den 1. FC Köln sowie bei Rot-Weiß Essen hat die SGW erst einmal das rettende Ufer erreicht. Rot-Weiß Erfurt, das den ersten Abstiegsplatz belegt, liegt jedoch punktgleich auf. Vor allem auswärts präsentierte sich Wattenscheid in starker Form. Von 38 Punkten holte die SGW 21 auf fremden Plätzen. "Ich habe sehr großen Respekt vor Wattenscheid. Sie spielen eine unglaubliche Rückrunde, ähnlich wie wir", so Wolter, der die Stärke der Gäste vor allem in der Offensive sieht: "Die Offensive mit Terranova, Özkaya und Lars Toborg ist sicherlich das Aushängeschild." Letztgenannter ist mit 13 Treffern der erfolgreichste Torschütze bei den Gästen.

 

Im heimischen Lohrheidestadion lief es dagegen für die SGW nicht so gut. Zuletzt verloren sie dort gegen die Reserve des HSV mit 2:4. Auch Werder konnte aus der Heimschwäche in der Hinserie Profit schlagen. Mit 4:0 errangen die Grün-Weißen den höchsten Auswärtssieg der Saison. Kevin Artmann (2x), Jerome Polenz und Thiago Rockenbach da Silva erzielten damals die Treffer für Werder.

 

Für Torgefahr will am Samstag auch wieder Martin Harnik sorgen, der unter der Woche als Torschütze mit der österreichischen U 19-Nationalmannschaft erfolgreich war. "Der Treffer gegen die Slowakei hat ihm richtig gut getan. Bei uns hat er sehr viel gerackert und für den Angriff unheimlich viel getan aber leider blieb ihm ein Torerfolg verwehrt. Ich hoffe, dass ihn der Treffer nun noch mehr Selbstvertrauen gibt", erklärt Wolter, der gegen Wattenscheid auch wieder auf Dominic Peitz vertrauen kann. Der 21-Jährge wird nach seinem Jochbeinbruch, wie einst Miro Klose, mit Schutzmaske sein Comeback im Kader von Werders U 23 geben. Weiterhin fehlen werden dagegen Marco Stier (Mittelfußbruch), Norman Theuerkauf (Bänderdehnung), Viktor Pekrul (Reha nach Knie-OP), Kenny Schmidt (Bänderriss) und Patrick Bärje (Reha nach Knie-OP).

 

Norman Ibenthal