Aufstiegs-Aspirant Osnabrück hat Morgenluft gewittert

Die Richtung stimmte: Mit tollem Offensiv-Fußball überzeugte die U 23 von Trainer Thomas Wolter beim 5:1 gegen Osnabrück.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Werders U 23-Team empfängt am Sonntag, 06.11.2005, um 14 Uhr in der Regionalliga Nord den VfL Osnabrück. Die Rollen sind in dieser Partie des 16. Spieltages klar verteilt. Zwar liegen die Gäste auf dem sechsten Tabellenplatz mit neun Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze, dennoch zählen die Niedersachsen weiterhin zu den Aufstiegs-Kandidaten der Liga. "Sie haben am vergangenen Wochenende wieder Morgenluft gewittert. Und daran sind wir mit unserem Punktgewinn in Kiel nicht ganz unschuldig gewesen", erzählt Werder-Trainer Thomas Wolter, der genau weiß, welch schwere Aufgabe auf sein Team zukommt. "Osnabrück hatte seine Verletzten-Misere überwunden. Sie können am Sonntag zum ersten Mal seit Wochen wieder mit dem kompletten Kader zu einem Spiel antreten", so Wolter, der den Gegner mehrere Male beobachten ließ. "Wir haben sie natürlich auch vor einer Woche im DFB-Pokal gegen den FSV Mainz 05 verfolgt. Dort konnte man ihre wahre Leistungsstärke sehen. Die große Sensation ist zwar ausgeblieben, aber auch in dieser Partie haben sie sich neues Selbstvertrauen geholt."

 

In Personalfragen sehen die Voraussetzungen bei den Bremern deutlich anders aus. "Bis kurz vor die Partie können wir nicht mit dem ganzen Kader arbeiten. Am Sonntag werden drei U 19-Junioren zu uns stoßen, die noch am Tag zuvor in der Junioren-Bundesliga im Einsatz sind. Dazu kommen zwei Akteure, die mit den Profis in München unterwegs sein werden", erklärt Wolter. Erstmals kann der Regionalliga-Trainer auf Kevin Artmann zurückgreifen, der in den vergangenen Monaten mit Rückenproblemen ausfiel. "Er hat am Donnerstag mit uns trainiert und ist einsatzbereit", bestätigt Wolter. Fehlen werden dagegen Florian Mohr, der aufgrund seiner 5. Gelben Karte gesperrt ist, und der Langzeitverletzte Patrick Bährje, der einen Kreuzbandriss erlitten hatte. Dazu überlegt Trainer Wolter, seinem Mittelfeld-Ass Amaury Bischoff eine Verschnaufpause zu gönnen. "Er hat bisher eine bärenstarke Saison gespielt, wirkte aber zuletzt etwas müde. Vielleicht setzt er mal eine Partie aus. Wir wollen ja noch langfristig mit ihm viel Freude haben."

 

Trotz der personellen Unterschiede zwischen beiden Mannschaften hoffen die Grün-Weißen auf einen Erfolg, um den Anschluss an das Mittelfeld wieder herzustellen. "Wir möchten dort weitermachen, wo wir in der vergangenen Woche mit dem Ausgleichtreffer in Kiel aufgehört haben."