2:0 gegen Dresden – das Wichtige im Fußball richtig gemacht

U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Tendenz steigend! Werders U 23-Talente bleiben auch im dritten Spiel in Folge in der 3. Liga ungeschlagen und schoben sich nach dem 2:0-Sieg gegen Dynamo Dresden am Samstagnachmittag auf den 15. Tabellenplatz vor. „Ich denke, dass wir uns trotz der vielen Verletzten als Team gefestigt haben. Jetzt müssen wir weiter punkten, punkten, punkten“, so ein glücklicher Stefan Ronneburg nach der Begegnung. Auch Coach Thomas Wolter blickte zufrieden auf den Auftritt seines Teams zurück: „Es war schon beeindruckend, wie abgeklärt die Mannschaft gespielt, wie wenig sie zugelassen und wie gut sie agiert hat.“

 

Pascal Testroet bereitete den ersten Treffer vor.

Vor 1.750 Zuschauern lieferten sich beide Teams eine offene Partie. Dresden gehörten zwar vielleicht mehr Spielanteile, dafür sorgte Bremen in regelmäßigen Abständen für Gefahr im Dresdner Strafraum. So auch Mitte der ersten Halbzeit: Nach einem Zuspiel von Bernd Gerdes legte Pascal Testroet quer auf Torsten Oehrl, der zur Bremer Führung einschob (21.). Es war die erste gute Möglichkeit für die Hausherren, ansonsten verzeichnete der Gast die größeren Chancen. Bei den abgefälschten Schüssen von Dobry (6.) und Strifler (20.) war Werder-Keeper Felix Wiedwald zur Stelle, ein Kopfball von Dobry ging knapp über das Tor (30.) und ein Schuss von Müller wurde ebenfalls noch zur Ecke abgefälscht (39.). Bremen hatte kurz vor dem Halbzeitpfiff die Chance auf das zweite Tor. Nach einer Vorlage von Addy Menga ging Testroets Kopfball aber knapp am Pfosten vorbei (39.).

 

Dafür begann die zweite Hälfte umso besser für die Grün-Weißen. Volker Oppitz legte Onur Ayik im Dresdner Strafraum und Torsten Oehrl verwandelte den fälligen Elfmeter sicher um 2:0 (47.). Dresden setzte nun zwar alles auf eine Karte und hatte durch Savran, der am starken Wiedwald scheiterte (78.), die große Möglichkeit zum Anschluss, doch das Chancenplus lag nun auf Seiten der konternden Hausherren. Ein Schuss von Oehrl ging knapp am Tor vorbei (52.), Testroet scheiterte an Torwart Keller (60.), ein Kopfball von Hessel ging knapp über das Tor (61.), Addy Menga konnte den Ball ebenfalls mit seinen Schüssen nicht im Tor unterbringen (72./81.) und ein sehenswerter Schlenzer von Nicolas Feldhahn ging nur an die Unterkante der Latte (74.). „Wenn sie die Chancen schlauer ausgespielt hätten, dann hätten sie noch mehr Tore gemacht“, musste sogar SGD-Trainer Ruud Kaiser eingestehen.

 

Alexander Hessel und Werders Defensive ließen hinten nichts anbrennen.

„Das eine oder andere Tor mehr“ hätte auch Torsten Oehrl gerne gemacht, doch der 23-Jährige war für heute auch einmal „mit dem Erreichen zufrieden. Wir haben heute das Wichtige im Fußball richtig gemacht - vorne die Tore und hinten nix zugelassen. Daher war der Sieg auch verdient“, so der Doppeltorschütze, der sich nach dem Spiel zusammen mit Niklas Andersen auf den Weg zu den Profis nach Stuttgart machte.

 

Norman Ibenthal