Werders U 23 verliert 1:3 bei Carl-Zeiss Jena

U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Bitterer Rückschlag für Werders U 23 im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga. Am Samstagnachmittag verloren die Grün-Weißen mit 1:3 (1:0) beim FC Carl-Zeiss Jena, so dass sich der Abstand auf die Nicht-Abstiegsplätze auf fünf Punkte vergrößerte.

 

Felix Schiller übernahm nach der roten Karte den Platz von Niklas Andersen in der Viererkette.

"Wir haben schwer in die Begegnung gefunden", blickte Werder-Coach Thomas Wolter auf die Anfangsphase zurück, in der Sebastian Hähnge (5.) und Salvatore Amirante (8.) die ersten Möglichkeiten für die Gastgeber im Ernst-Abbe-Sportfeld verzeichneten. Erst nach rund einer Viertelstunde präsentierte sich seine Mannschaft stärker und kam ebenfalls erstmals gefährlich vor das Jena-Tor. Martin Harnik und Torsten Oehrl verpassten eine Hereingabe von Max Kruse nur knapp (16.).

 

Rot für Andersen – Bremer Führung durch Schmidt

 

Doch genau in der aufstrebenden Phase folgte für die Bremer ein herber Rückschlag. Nach einem Zweikampf im Mittelfeld mit Carsten Straßer sah Niklas Andersen überraschend die rote Karte (32.). "Die Fernsehbilder haben es auch gezeigt, die rote Karte musste man nicht geben", zeigte Thomas Wolter nur wenig Verständnis für die harte Entscheidung, fand aber lobende Worte für sein Team. "Ich muss ihm ein großes Kompliment machen. Trotz Unterzahl haben wir noch stärker gespielt."

 

Der große Einsatz der Werderaner wurde belohnt. Ein abgefälschter Freistoß von Dominik Schmidt aus 20 Metern fand seinen Weg zur nicht unverdienten Führung in das Tor (42.). Und auch nach dem Seitenwechsel merkte man den Grün-Weißen zunächst nicht an, dass sie in Unterzahl spielen. Doch bei den sommerlichen Temperaturen schwanden mit zunehmender Spielzeit langsam die Kräfte.

 

Doch nach rund einer Stunde schlugen die Hausherren dann doch Kapital aus ihrem Überzahlspiel. Finn Holsing rettete zwar erst gegen Hähnge auf der Linie (59.) und ein strammer Schuss von Amirante aus 17 Metern wurde von Werder-Keeper Nico Pellatz noch abgewehrt (61.), doch nach der anschließenden Ecke bekam Werder den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Andre Schembri drückte den Ball zum Ausgleich über die Linie (63.). Bitter: Schembri beförderte, jedoch schwer zu sehen, den Ball mit dem linken Oberarm über die Linie, der Treffer hätte also nicht zählen dürfen.

 

Wolter: "Wir sind noch lange nicht weg!"

 

Hart geführte Zweikämpfe (im Bild José-Alex Ikeng) prägten die umkämpfte Partie.

Jena witterte nun die Chance und ging wenig später in Führung. Nach einer guten Kombination tauchte Salvatore Amirante alleine vor Nico Pellatz auf und ließ Werders Schlussmann keine Chance (68.). "Mit zehn Mann war es dann schwer, den Rückstand wieder aufzuholen", erklärte Wolter später, der kurz darauf mit seinem Team noch den dritten Gegentreffer hinnehmen musste. Nach einer Flanke auf den langen Pfosten köpfte Amirante zum 1:3 aus Bremer Sicht ein (74.).

 

Werder mühte sich zwar bis zum Schluss, doch noch einmal in das Spiel zurückzukommen, aber mehr als ein Außennetztreffer von Torsten Oehrl nach Menga-Flanke (86.) sprang nicht mehr heraus.

 

"Es sind zwar nun fünf Punkte Rückstand, doch ich warne alle Teams im Abstiegskampf, uns frühzeitig abzuschreiben. Wir sind noch lange nicht weg, 15 Punkte sind noch zu vergeben", gibt sich Thomas Wolter weiterhin kämpferisch, der mit seinem Team am kommenden Sonntag, 03.05.2009, gegen den VfR Aalen schon die Möglichkeit hat, den Abstand wieder zu verkürzen.

 

aus Jena berichtet: Norman Ibenthal